Gedanken #31 Min. Lesezeit (ca.)

Wie kann kann man am deutlichsten zeigen, was einem wirklich wichtig ist?

Richtig! Durch sein Verhalten. Mache ich auch. Jeden Tag.

Finde ich etwas falsch sage ich es. Kann ich es nicht sagen, weil es nicht ankommen würde, zeige ich es.

Wie bei allen anderen Menschen auch:

Liebt man jemanden, zeigt man es. Hasst man jemanden, zeigt man es. Geht einem jemand am Arsch vorbei, zeigt man es. Findet man eine Sache gut, zeigt man es. Findet man eine Sache blöd, zeigt man es. Ob die Zeichen oder das Verhalten immer richtig sind? Sicher nicht.

Man kann die Priorität von Dingen durch „zeigen“ und Verhalten auch unterstreichen.

Wer, als Beispiel, seinen Partner eiskalt abserviert, weil einem unter anderem Fussball, Facebook und Feiern wichtiger ist als Partnerschaft, Liebe und Familie unterstreicht es am einfachsten durch Fussball, Facebook und Feiern.

Simple. Wahr. Deutlicher kann man es kaum rüberbringen. Sprache schafft das nicht immer so deutlich. Nachdrücklicher wird es natürlich, wenn man es jeden Tag und bei jeder Gelegenheit immer wieder unter Beweis stellt. Zeigt Charakter. Also den Wahren.

Stell Dir mal vor, wegen solcher Oberflächlichkeiten wie Fußball, Feiern und Facebook bleibt das, was Du als Liebe Deines Lebens bezeichnen würdest, auf der Strecke. Abgelegt, weil es für Dich keine Kompromisse geben könnte. Wegen sowas. Oder Du lässt Deinen besten Freund ziehen, weil Du seine wahren Worte dazu nicht ertragen kannst.

Doofe Vorstellung, oder? Nicht für alle natürlich.

Egal. Für manche wäre bei dem Beispiel die Hauptsache, dass der Ball rollt, die Musik bis tief in die Nacht spielt und es genug Bilder gibt, die man liken kann. Party on.

 

 

Freitag 21.04.20171 Min. Lesezeit (ca.)

Heute war ich kurz davor, trotz allem was in den letzten Monaten passiert ist, erneut auf jemanden zuzugehen. Dann sah ich erneut, dass ich mit so vielem Recht hatte und sich nichts geändert hat. Ganz im Gegenteil. Sah, welcher immense Fokus auf die Oberflächlichkeiten gelegt wird, wie sehr banale Dinge in den Vordergrund gehoben werden und wie sich verhalten wird. Das einstmals gezeichnete Bild leider fast vollständig stimmt.

Nun. Gerade in den letzten Monaten hänge ich total in der Luft. Habt ihr gelesen, verfolgt. Ich gebe nicht auf. Es sei denn, ich werde dazu gezwungen.

Ein „aufeinander-zu-gehen“ habe ich lange probiert. Mit vielen Mitteln. Ohne jeden auch nur kleinen Erfolg. Trotzdem wagte ich es immer wieder. Zu oft und mit den falschen Mitteln, auf den falschen Wegen. Ja. Meine Fehler.

In der kommenden Woche muss ich auf Dinge reagieren. Das gefällt mir nicht und war in meinen Augen auch immer zu verhindern. Selbst bis dahin wäre das noch so, aber das sich in diesen wenigen Tagen etwas ändert, wenn es die letzten Monate schon nicht gebracht haben, dürfte nicht nur mir klar sein.

Ja, sicher … manche Dinge sollte man einfach abhaken. Wenn man es denn kann. Ich gehöre nicht zu denen, die das können. Nicht so einfach. Nicht so eiskalt, nicht so schnell und nicht so, dass es auch noch wie pure Provokation rüber kommt. Warum ich das nicht abhaken kann? Weil das was da war, noch so präsent ist. Wie gestern. Und trotz des kaputten Bildes immer noch die Schönheit des Originals zu sehen ist.

Wer das was war, so ablegen kann, hatte nie eine so feste Bindung.

Sei es drum.

Eine positive Nachricht, ein Signal für etwas Gutes wird nicht kommen. Leider. Dabei wäre es nur ein Schritt.

Im Gegenteil. Die nächste Provokation, das nächste Signal steht ohne Zweifel bereits in den Startlöchern. Und es wird wieder weh tun. Erneut unfassbar weh tun.

Schade. Traurig. Unendlich traurig.

Gedanken #245 sec Lesezeit (ca.)

Wenn einen seit Monaten die gleichen Fragen quälen, aber eine Beantwortung nicht von einem selbst vorgenommen werden kann, sondern nur von einer anderen Person … diese sich aber jedweder Klärung, um jeden Preis und mit allen Mitteln, entzieht, … ihren Stiefel weiter gnadenlos, rücksichtslos durchzieht … bleiben die Fragen offen oder man baut sich eigene Antworten.

Eine der Fragen die mich am meisten beschäftigt ist kurz: WTF?

WTF? Ist das Dein ernst? Wirklich?

OK, ich mancherlei Hinsicht gehe ich sowas ja durchaus gerne mit. In solchen Fällen kann ich auch tanzen bis zum St. Nimmerleins-Tag und meine Kreativität findet da sicher immer neue Punkte an denen man neue Tanzmusik findet. Muss aber nicht sein. Irgendwann ist man auch müde, die Musik nervt, die Leute auf der Tanzfläche werden weniger oder es tut einfach nur noch weh.

Heute endet eine Playlist und morgen starte ich dann notgedrungen eine neue.

Ich ziehe mir neue Schuhe an. Wer nicht mehr tanzen will geht von der Tanzfläche. Oder schreibt eine E-Mail. Einfacher geht es nicht mehr.

Gedanken #12 Min. Lesezeit (ca.)

Oh mann … das Fussball-Fans gerade in den sozialen Medien sehr aktiv agieren ist und mag ja ok sein. Heute habe ich ein Bild einer durch Bomben zerstörten Stadt in Verbindung mit einem Derby-Spiel gesehen … und tatsächlich gibt es Menschen, die so ein Bild auch noch mit „gefällt mir“ markieren. Ob die schon mal daran gedacht haben, dass andere so was sehen können? Was für ein Bild das über den „Liker“ abgibt? Nein, vielen ist durch ihre (zum Teil schon kranke) Fixierung gar nicht bewusst, was sie da tun. Andere machen das extra – provozieren scheint ein neues Hobby in den sozialen Medien zu sein. Auffallen um jeden Preis und „like-geil“ die Aufmerksamkeit der Filterblase erhaschen. Peinlich.

Ja. Was Menschen innerhalb von Facebook und Co. so zeigen, sagt und verrät vieles über einen Menschen. Like für ein Bildchen hier, einen dusseligen Kommentar da, ein peinliches Bildchen dort und ein gefällt mir für eine Seite. Unverfänglich? Nein. Egal? Naja, kann und muss ja jeder für sich selber wissen, aber was für ein zusammengesetztes Bild es ergibt, sehen die meisten eben leider nicht.

Schade eigentlich. Mein Bild von diversen Menschen bröckelt, andere sind bereits ganz kaputt. Wie sich ein Mensch, den ich mal glaubte zu kennen, zum Beispiel in den sozialen Medien gibt, grenzt an vielem, aber an wenig Gutem. Aber: Dieser Mensch bestätigt mit jedem Tag Dinge, die man vorausgesagt und attesttiert hat. Hier zeigen sich Fixierung, bestätigt sich Fanatismus und jedwede Orientierung auf Themen, Lebensbereiche und Abhängigkeiten. Schade. Traurig. Entsetzlich. Aber – wie in den vielen anderen Dingen: das Problem dieses Menschen.

In der Vergangenheit habe ich lernen müssen, dass man solche Menschen nicht ändern kann, nicht mal ein paar Verhaltensweisen. Wer nicht erkennt, dass er auf dem falschen Weg ist und die Hinweise der am Rand stehenden Menschen nicht aufnehmen und für wahr beurteilen möchte – dem ist nicht zu helfen.

Solchen Menschen kann ich nur alles Glück der Welt wünschen, denn nötig scheinen gerade diese es zu haben. Bei allem Verhalten, aller Dreistigkeit, aller Fixierung gerade auf Facebook und einem Hobby … zeigen sich die Schwächen im realen Leben.

Ich habe selbst meine Fehler und arbeite an ihnen. Mit Profis und Menschen, die diese Möglichkeiten haben. Diese zeigen mir meine Schwächen, zeigen mir meine Stärken. Verweisen auf meine Fehler und lassen mich lernen. Das ich dabei stolpere, schwanke, auf die Nase falle oder mir durch Begegnungen mit anderen auf selbige hauen lasse … alles drin im Spiel des Lebens.

Ich will und werde mich auch weiter ändern … um weitere Chancen zu geben, aber auch um nie wieder auf solche Menschen herein zu fallen.

Und: Selbst wenn Du draussen so fixiert auf irgendwas bist … denk vielleicht einfach mal kurz drüber nach, ob Du das Bild von Dir da draussen tatsächlich abgeben willst. Wenn Du das mit Ja beantwortest … obwohl Du agierst, wie Du agierst … kann das beides sein. Gut und stark oder selten dämlich und unverbesserlich.

…hey, Du …41 sec Lesezeit (ca.)

… übrigens … es wäre noch immer möglich, alles zu stoppen. In die richtigen Bahnen zu lenken, andere Wege zu gehen. Wollen ist nach wie vor das Zauberwort.

Reden hilft immer. Auch wenn Du Deinen Alltag mit all den Sachen, die sich in der ganzen Zeit als wahr heraus gestellt haben, lebst. Die ganze Fixierung zeigst und unter Beweis stellst und all das passiert, was immer nur unterstellt gewesen sein soll. Alles wahr. Vom Sport über das Durchspielen sozialer Medien. Du hast gezeigt, dass Du etwas anderes nicht willst. Mehr als deutlich gemacht. Hast es bewiesen. Wirst nie etwas ändern… so schade das auch ist, so bitter das auch ist, so weh es auch tut.

Ja, Du warst es. Du wirst es bleiben.

Reden wäre immer noch möglich.

Schade, dass Du Dich nicht bewegen kannst und alles andere ausser „Du“ keine Rolle spielt. Solltest Du Dich bewegen, ich mich irren … zeig es, sag es … ich bin da, wo ich immer war.