Freitag – Seminarende in Frankfurt1 Min. Lesezeit (ca.)

Heute beende ich ein Seminar in Frankfurt. Ein Seminar zu Social Media und digitale Kommunikation für Pressesprecher einer Bundesbehörde. Ähnliche Gruppen habe ich bereits weitere Wochen im April geschult. Die Teilnehmer sind interessiert, engagiert und arbeiten trotz der sehr dynamischen Themen hervorragend mit. Das Hotel ist prima, liegt ruhig, bietet Möglichkeiten zur Entspannung, hat eine nette kleine Bar und ist top organisiert. Das Essen ist ein Traum (ich liebe es … ohne Witz. Es gibt immer (auch) Fisch … und ich liebe Fisch und Seafood), der Service ist ebenfalls klasse.

Anstrengend ist es dennoch. Neben dem Seminar läuft die andere Arbeit weiter und so schaffe ich es während einer Woche Seminar nur selten ein wenig aus dem Hotel heraus. Macht aber nichts. Arbeit lenkt von vielem ab und ich liebe meinen Job wirklich. Die unterschiedlichen Menschen, die individuellen Arbeitsweisen, die Branchen, Unternehmen und das Drumherum – eine unglaubliche Abwechslung und die Anforderung an mich, mich individuell, flexibel und dynamisch auf alles einstellen zu müssen und auch spontan darauf zu reagieren. Herausfordernd. Jeden Tag neu.

Durchatmen wäre trotzdem mal gut. Kleine Pausen.

Vielleicht am Wochenende. Kurz. Die nächsten Kilometer auf der Straße stehen an, sowie die nächsten Seminare und die kommende Konferenz.

Rock on.

Ein schnelles Wochenende zwischendurch2 Min. Lesezeit (ca.)

Hach, ich habe einen Traumjob. Während ich das hier schreibe, bin ich auf dem Rückflug von München. Es ist Sonntag, Muttertag.

Nach ein paar Tagen in Berlin (Konferenz) und einem kurzen Zwischenstopp zu Hause, durfte ich am Freitag ein paar Stunden mit einer Kundin arbeiten und am Abend einem Vortrag im Münchener Presseclub halten. Für den Bloggerclub e.V.. Letzteren begleitete ich dann auch am Samstag beim Strategietag des Vorstandes. Arbeit. Ehrenamtlich. Schließlich bin ich Mitglied und da hat man sich ein wenig einzubringen. Es war also durchaus ein produktives und gutes Wochenende.

Ein gut besuchter Vortrag am Freitag, nette Komplimente und tolles Feedback. Samstag ebenso. Engagierte Menschen, die für eine Sache einstehen und ein bisschen (deutlich) mehr tun, als andere, die davon profitieren. Wie in jedem Verein.

Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr kritisch und nervend bohrend sein kann … und wenn man mich darum bittet sowieso… da man mich dazu geholt hat um einen kritischen Blick von „Außen“ auf alles zu werfen und die Runde ergebnisorientiert zu führen, hab ich meinen Job erwartungsgemäß erledigt 😉

Naja. Jetzt bin ich wieder auf dem Weg nach Hause. Am Morgen noch ein paar Kaffee mit einer lieben Freundin aus München und wieder ab nach Paderborn. Kurz zumindest, quasi nur Koffer wechseln, ein wenig schlafen. Den Koffer aus Berlin habe ich noch nicht mal geschafft auszupacken. Das hole ich heute dann nach.

Was soll’s. Es war eine sehr gute Woche und letztlich geht’s mir blendend. Nur eine Sache nervt gerade: warum auch immer, aber Amazon Prime Music hat meine Musik nicht für den Offline-Modus heruntergeladen und ich höre 10 Lieder in Dauerschleife. 

World First Problems 😉 Rock on.

Leises Hochfahren2 Min. Lesezeit (ca.)

… dann fahren wir mal wieder langsam hoch.

Nicht nur, weil ich in der nächsten Zeit wieder ein bisschen unterwegs sein werde und vielleicht hier und da auf nette Sachen stoße, sondern auch, weil in diesem Jahr wieder ein paar geplante Reisen anstehen. Darüber werde ich wieder schreiben und auch im Audioformat, also zum hören, berichten.

Das alles (bloggen) war zuletzt ein wenig zu kurz geraten. Ich habe zwar auch weiterhin ganz schön was um die Ohren, aber … gesagt, getan und ich mache es einfach. Wieder mehr schreiben. Über alles mögliche. Einige Beiträge habe ich entfernt. Habe in den vergangenen Jahren einiges hinzugelernt und werde meine Themen sorgfältiger wählen. Aber es bleibt ein Platz, an dem ich über meine Sicht auf Dinge, meine Erlebnisse und andere Erfahrungen schreiben werde.

Über meine Reisen zum Beispiel. Wohin es dieses Jahr geht? Na, ratet mal…. Genau. Auch. Was genau ansteht, wohin es mich dieses Jahr genau verschlägt, verrate ich zwischendurch mal.

Gerade packe ich erstmal meine sieben Sachen für Berlin. Die re:publica ruft (wie immer Anfang Mai) und die kann ich mir einfach nicht entgehen lassen. Die Geräte, Akkus und Co. laden auf und gleich geht es los. Kurz. Zwischendrin halte ich noch einen Vortrag in Berlin, freue mich aber in erster Linie auf die vielen Gesichter, tolle Gespräche und gemütlichen Diskussionen. Und den Griechen. 

Nach vielen Jahren in „meinem“ Stammhotel gegenüber der Veranstaltung setze ich dieses Jahr auf eine neue Zuflucht. Nicht weit weg, zur Hälfte der Kosten und nen Stern mehr. Hauptsache ein sauberes Bett und ne saubere Dusche. 

Die Programm-App ist installiert, reingeschaut habe ich auch schon, ein paar Beiträge „gespeichert“. … mal sehen, ob ich dieses Jahr dazu kommen, auch welche zu sehen 😀 … Ist halt Klassentreffen/Familientreffen, diese re:publica und da gibt es immer jemanden, der wichtiger ist, als der nächste Vortrag… und … es ist Berlin. 

Also .. bis bald.

Schottland-Reisetagebuch: Tag 7 – Isle of Skye – Whisky2 Min. Lesezeit (ca.)

(Nachtrag – ich bin mit den Beiträgen ein wenig hinterher – ein paar Tage fehlen noch und werden nachgetragen)

Tag 7

Die Nacht im Hotel in Portree war ok – gutes Bett, ganz ordentlicher Schlaf und gescheites (Full Scottish) Frühstück. Heute steht nicht wirklich viel auf dem Programm – wir fahren über Skye und ich habe Zeit für die beeindruckende und wunderbare Landschaft. Durch die Cuillin Mointains fahrend ist die Talisker Destillery in Carbost unser erstes Ziel.

Hier war ich bereits bei meiner ersten Schottland-Reise und eine weitere Führung mache ich nicht. Dafür ein schnelles Tasting des Talisker Storm Whisky. Nicht ganz meine Whisky – andere mag ich deutlich mehr.

Unser “großer” Stopp inklusive Mittagspause ist in Dunvegan und der Besuch des gleichnamigen Castle.

Dunvegan Castle ist Heimat und Wohnsitz des Clan Chief der MacLeods. Seit über 800 Jahren in Familienbesitz – kurz verpachtet bis 1929 der damals amtierende Clan Chief wieder in den Familiensitz zurückkehrte und das Land führte. Neben der beeindruckenden Geschichte der gesamten Anlage ist das, was sie aus diesem Gebäude- und Umgebungskomplex gemacht und erhalten haben schlicht schön. Unterschiedliche Themengärten die man als Besucher gegen Gebühr bewundern kann, kurze Bootstouren zu den nahegelegenen Seehund-Bänken und eine ausgeklügelte geführte Tour durch die Burganlage. Der Besuch lohnt sich wirklich.

Hier in Dunvegan wird der Glaube an Feen und Co. erneut deutlich. In der Burganlage hängt in einem Bilderrahmen die “Fairy-Flag of Dunvegan”. Rein wissenschaftlich betrachtet ist die Fahne, deren Motiv man nicht mehr wirklich bewundern kann, deutlich älter als die Burg an sich und scheint von Menschenhand gemacht (Seide). Dei Legenden dazu erzählen eine andere Geschichte und diese werden hier auch durchaus noch heute hochgehalten. Eine ist, dass sich vor Jahrhunderten ein Kindermädchen auf eine Feier im unteren Stockwerk begab, statt sich um den Stammhalter der Burgherren zu kümmern. Das Fenster hatte sie offen gelassen und das Baby wurde aufgrund der Kälte unruhig im Schlaf, strampelte sich frei. Eine Fee hörte das Klagen und wickelte das Baby in die Feen-Flagge, blieb bei dem Kind und sang ihm ein Schlaflied vor. Die Fee wurde entdeckt und die Flagge blieb im Besitz des Clans.

Mit magischen Kräften – so heißt es – beschützt die Flagge seit Jahrhunderten den Clan vor Katastrophen und Niederlagen im Krieg. Wenn sie in höchster Not geschwungen wird, dreht sich der Wind und der Clan wird Siegreich sein. Schöne Geschichte und der Glaube daran ist hier weiterhin
allgegenwärtig.

Dunvegan lohnt sich also und wir fahren weiter durch die Landschaft. Vorbei am Skeabost Hotel (von hier schmuggelte Al Capone damals während der Prohinition Whisky in die USA) zum Museum of Island Living, zum
Grab von Flora MacDonald (müsst ihr selber lesen) und schließlich hoch zum Quirang mit seiner imposanten Kulisse und atemraubenden Ausblich. Die Gegend rund um den Quirang ist u.a. berühmt für allerlei Funde von Dinosaurierresten. Hier zählte man die häufigsten Funde in ganz Schottland.

Mich beeindruckt einmal mehr (ich war schon hier) der Ausblick.

Den Rest des Tages erleben wir noch den Kilt Rock, Lealt Falls und natürlich den “The old Man of Storr” – jenen markanten Felsen der auch zahlreiche Filmteams in die Gegend lockte. Unter anderem hier in der Region wurden Szenen für Prometheus / Flash Gordon / Highlander / MacBeth und viele mehr gedreht.

Schottland-Reisetagebuch: Tag 6 – Isle of Skye – Portree3 Min. Lesezeit (ca.)

Schlafen, Frühstücken und los geht´s. Viele Ziele haben wir heute nicht vor der Brust, heute am Nachmittag geht es mit der Fähre rüber zur Isle of Skye. Vorher jedoch fahren wir zum anderen Ende der Isle of Lewis and Harris.

Während der Fahrt kommen wir bereits in Tarbert vorbei und damit an der Harris Tarbert Destillery. Einer noch sehr jungen Destillerie. Noch haben sie keinen Whisky auf dem Markt, da schottischer Whisky mindestens 3 Jahre und einen Tag im Fass gelagert sein muss, bevor er Whisky genannt werden darf. So lange ist der Hersteller also noch nicht in der Produktion. Um in der Zwischenzeit trotzdem Geld zu verdienen, produzieren sie den Harris Gin, der offenbar so gut läuft und verkauft wird, dass zwischendurch die Glasflaschen ausgegangen sind. Ziemlich cool finde ich, dass sie sich den “großen” Markt nicht anschließen wollen und nur ausgewählte Händler den Gin verkaufen dürfen.

Für unser nächstes Ziel fahren wir die Golden Road von Tarbert aus nach Clò Mòr … felsige Landschaft. Erinnert zwischendurch mehr an eine Mondlandschaft als an eine schottische Umgebung. Während der Highland Cleareances wurden viele hierher umgesiedelt. Der Name Golden Road stammt aus der Zeit, da der Bau der Straße aufgrund der schwierigen landschaftlichen Begebenheiten Unmengen von Geld gekostet hat.

Unser Ziel nach der Golden Road ist die Harris Tweed Exhibition.

Eine Ausstellung über den Harris Tweed in der alle Schritte von der Wolle über das Weben bis zum Endprodukt gezeigt werden. Zahlreiche Designer aus aller Welt werden zudem vorgestellt und auch deren Produkte haben hier ihren Platz. Interessant, aber nicht so mein Thema heute. Alte Steine, Geschichte und Landschaft ziehen mich mehr in den Bann.

Die alten Steine sehen wir wenige Zeit später. Die St. Clements Church am südlichen Zipfel von der Isle of Harris. Imposant finde ich hier die alten Gräber der Clan-Chiefs der MacLeod. https://de.wikipedia.org/wiki/Clan_MacLeod.

Unsere Mittagspause verbringen wir in Leverburgh auf Harris. Hier im „The Anchorage Restaurant“ direkt am Pier und Fähranleger, gibt es eine wirklich gute Speisekarte, die für jeden Geschmack etwas bietet. Ich entscheide mich für die Suppe des Tages. Blumenkohlsuppe. Großartig, wirklich lecker und eine anständige Portion. Selbst für nen langen Kerl wie mich. Der Hafen ist nett und so bleibe ich einige Zeit einfach dort sitzen, schreibe in mein kleines Notizbuch und genieße die Sonne.

Da die Fähre um 16:30 Uhr von Tarbert aus zu Uig auf Skye ablegt, haben wir auf der Rückfahrt nur noch wenige Fotostopps u.a. in Luskentyre. Die schönen Sandstrände und die weite Sicht haben es wirklich in sich.

Die Überfahrt mit der Fähre ist ruhig. Ich sitze draußen, bietet sich bei dem Wetter einfach an. Von Uig (den Namen gibt es hier in Schottland öfter mal, stammt vom Wort Vik für Bucht) auf Skye zu unserem heutigen Übernachtungsziel Portree ist es nicht mehr weit und gegen 19.00 Uhr Ortszeit sind wir da. Die nächsten Nächte hier auf Skye verbringe ich in einem Hotel. Einfach, aber nett. CheckIn läuft problemlos, Zimmer ist sauber und Kaffee auf dem Zimmer gibt es auch. Alles rund.

Der Hoteleingang führt durch die Bar in der bereits reger Betrieb herrscht. Ich war kurz da und direkt hinter mir ein Pärchen. Auf einer Kreidetafel steht “WIFI-Password: askatthebar”. Das Pärchen liest, geht zum Wirt und fragt nach dem WIFI-Password. Der Wirt zeigt wortlos grinsend auf das Schild. Das Pärchen zuckt mit den Schultern und fragt erneut. Dem Spiel könnte ich stundenlang zuschauen, aber da ich gleich quer durch den Saal spucke vor lachen, gehe ich lieber.

Ein paar Bilder von heute:

Hier findet Ihr die einzelnen Berichte der zweiten Schottlandreise 2018: