ZDF Doku: Edinburgh – die Perle Schottlands55 sec Lesezeit (ca.)

Live habe ich die Sendung leider verpasst und komme erst einen Tag später dazu sie zu schauen, aber … hach, Edinburgh. Am Pfingstmontag lief die kurze (13 Minuten lange) Dokumentation „Edinburgh – die Perle Schottlands“ im ZDF. Wer mal reinschauen möchte (empfehle ich gern 🙂 ): Die Sendung ist in der ZDF Mediathek verfügbar.

In nur 13 Minuten kann man natürlich nur einen Abriss dieser wunderbaren Stadt zeigen, aber ich finde, es ist den Machern gut gelungen eine breite Vielfalt hineinzupacken.

Neben der alten Unterwelt Edinburghs, (unterhalb des Rathauses) die ursprünglich frei lag und erst als neue Gebäude errichtet wurden, über die Pest (die damals etwa die Hälfte der Bevölkerung dahinraffte), Gespenstergeschichten, die Schriftsteller und ihre Werke, die Erfindung von Harry Potter, die Victoria Street als Vorlage für die Winkelgasse, das Edinburgh Royal Military Tattoo und und und …

Ich mag diese Stadt wirklich besonders gern. Diese alte Stadt, das Weltkulturerbe, mit allem was sie zu bieten hat. Die Royal Mile, die Altstadt, die Häuser und natürlich die mehr als 1000 Jahre alte Burg auf dem Hügel der Stadt.

Zu meinem Glück bin ich bald wieder da.

Schaut Euch die Doku an. Sie ist kurz, aber schön.

Erinnerung: Runrig live in Köln58 sec Lesezeit (ca.)

Heute vor einem Jahr war ich in Köln. Zu einem der letzten Runrig-Live-Konzerte, die die Band gegeben hat. In meinem damaligen Post auf Instagram schrieb ich damals von einem der wohl emotionalsten Konzerte meiner bisherigen Geschichte.

So war es auch. Die Band, die Musik, die Umstände die zum Besuch führten, das damalige Drumherum … schlicht großartig.

Runrig, die schottische Band mit mehr als 40 Jahren Bandgeschichte auf dem Buckel, war auf Abschiedstournee und das Konzert voll mit den Fans. Der Tartan Army. Gemischtes Publikum. Durch alle Generationen hindurch und das Konzert ein dreistündiges Feuerwerk der Emotionen. Für mich zumindest.

Meine persönlichen Lieblingslieder waren allesamt dabei. Loch Lomond, Every River und Book of Golden Stories. Die meiste Zeit saß ich gebannt einfach nur auf meinem Platz auf dem Oberrang. Hörte gebannt zu, feierte innerlich, tippte gelegentlich in mein Handy und war hin und weg. Gefangen mit mir, der Musik und meinen Gedanken dazu.

Wenige Wochen später gab Runrig das endgültig letzte Konzert. Unterhalb der Burg Sterling in Schottland. Zwei Tage später fuhr ich dort vorbei und sah die letzten Aufräumarbeiten.

Von dem Konzert habe ich viele Erinnerungen mit genommen. Die prägendste war die emotionale Vorstellung der Bandmitglieder durch Sänger Bruce Guthro und die Verabschiedung der Band von den Fans. Selten, wenn überhaupt schon mal, habe ich gestandene Profis so ergriffen erlebt.

„awesome“ – die netten Kleinigkeiten des Alltags2 Min. Lesezeit (ca.)

Es ist schon eine Weile her, da fand ich nach einer Pause bei einer Konferenz ein Buch auf meinem Platz – „the book of awesome“. Ein Geschenk einer lieb gewonnenen Freundin.

Jeder von uns hat seine Phasen, in denen der Glaube an größere Sachen nicht mehr so richtig funktioniert und doch gibt es so viele Kleinigkeiten, die das Leben immer irgendwie aufheitern, bereichern, angenehmer machen. Wenn man sich dieser bewusst wird. Fällt mir oft schwer, denn der Blick dafür fehlt oder wird durch andere Dinge getrübt. Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich auch damit und sehe viele Sachen wieder. Dieses Buch, the book of awesome, hat seinen Teil dazu beigetragen.

Es sind die Kleinigkeiten. Die kleinen, manchmal alltäglichen Dinge … oder gerade diese. Die kleinen Dinge, die die Reaktion „awesome“ verdienen? Naja, oder zumindest positive Reaktionen oder Emotionen in uns auslösen. Kleinigkeiten wie:

  • der Moment, wenn eine weitere Kasse im Supermarkt aufgemacht wird und wir von der langen Schlange an die neu geöffnete gehen können …
  • der Moment, wenn wir einem Baby ein HighFive geben und es dieses erwidert
  • unser Tisch der erste ist, der bei einer Großveranstaltung zum Buffett gerufen wird
  • jemand beim Monopoly (spielt man das noch) auf unserem Spielfeld mit dem Hotel landet
  • der Moment, wenn die Lichter beim Konzert ausgehen und die Band jede Sekunde auf die Bühne kommen wird
  • die Rührstäbe beim Kuchen backen abzuschlecken
  • auf eine ruhige See, einen Teich oder das Meer zu schauen
  • Schneefall an Heiligabend

und viele, viele mehr.

Ein Moment, der mir auf der sonnigen Rückfahrt letztens aus Berlin wieder einfiel und mich an das Buch erinnerte (warum ich dann heute auch darüber schreibe) … und ich mich wirklich bewusst darüber freute:

Die Hand auf dem offenen Auto-Fenster hängen lassen

Originaltext dazu aus dem Buch:

„On a warm, sunny day in a car with the windows open and your hair wipping arround everywhere, what´s better than letting your hand slip safely out of the window and letting it widly roller-coaster against the wind?“

“An einem warmen, sonnigen Tag in einem Auto mit offenen Fenstern und überall umherwippenden Haaren, was ist besser, als die Hand sicher aus dem Fenster rutschen zu lassen und Achterbahn gegen den Wind fahren zu lassen?”

Kleinigkeiten, die uns ein bisschen – wenn auch oft sehr unbewusst – gut fühlen lassen. Nicht Dinge, um die wir uns wirklich aktiv kümmern müssen oder sie kaufen, sie uns erarbeiten müssen. Dinge, die einfach da sind, wenn wir sie sehen.

Tolles Buch von Neil Pasricha.

Falls Du es suchen solltest, die ISBN ist 978-0-425-23890-5 und, so weit ich sehen konnte, nur in englischer Sprache verfügbar.

Weniger arbeiten…?4 Min. Lesezeit (ca.)

“Du arbeitest zu viel” … höre/lese ich immer wieder mal. Echt? “Zu” viel? Ich weiß nicht … ein Erklärungsversuch.

Ich arbeite viel, mitunter sehr viel. Bin viel unterwegs, habe lange Tage im Büro, kurze Nächte und, weißt Du was? Es ist genau richtig für mich.

Natürlich brauche ich meine Pausen (und nehme mir die dann auch), aber nach meinen Kindern steht Arbeit für mich ziemlich weit vorne in meiner Prioritätenliste. Aus einfachen Gründen:

  • ich muss, wie jeder andere auch, Geld verdienen
  • meine Arbeit macht mir Spaß 
  • ich arbeite nicht nur für mich
  • der Markt für meine Arbeit ist gerade sehr gut und offen für das was ich leiste
  • Arbeit lenkt ab und ich brauche die Ablenkung

Geld verdienen

Läuft. Wirtschaftlich geht es mir sehr gut, bin gut gebucht, gut ausgelastet, anständig bezahlt. Allerdings ist das auch alles gut so. Ich bin Alleinverdiener und Alleinerziehend. Die Kids sind im Haus und monatlich geht ganz schön was durch den Schornstein, bevor auch nur einer von uns in ein Brötchen beißt. Die Notwendigkeit anständig und viel zu arbeiten ist also da, was on Top kommt, nutzen wir auch für uns, gönnen uns das, was wir für gut für uns erachten. Eine Luxushaltung, ich weiß. Aber … alle Dinge sind endlich und wer weiß wann es damit vorbei ist?

Meine Arbeit macht mir Spaß 

Absolut. Ich suche mit aus, mit wem ich arbeite und für wen ich arbeite. Ein Privileg, es in diesen Zeiten so zu können. Immer wieder. Dazu kommt, dass ich selten die gleichen Dinge machen muss und einen unglaublich abwechslungsreichen Job und Alltag habe. Dadurch ist fast jeder Tag eine neue Herausforderung, verbunden mit neuen Menschen und neuem Spaß. Das ist saucool und in der Vergangenheit gab es nur wenige Tage, an denen ich (wegen der Arbeit) weniger motiviert war. Es ist ein Traumjob (ehrlich).

Ich arbeite nicht nur für mich

Genau. Für meine Kinder, unsere Zukunft und für mich zu arbeiten ist eine Sache. Aber ich arbeite auch für diverse andere Sachen, bzw. andere profitieren von meiner Arbeit. Seien es Angestellte, freie Mitarbeiter, diverse wohltätige Einrichtungen und Organisationen die ich finanziell unterstütze oder auch einfach mal Menschen helfe, wenn ich dort einen Bedarf sehe. Ebenso arbeite ich immer wieder auch ehrenamtlich, unterstütze durch kostenfreie Seminare, Workshops oder Vorträge soziale Projekte oder wo immer ich gerade denke, dass es hier unangebracht wäre Geld zu nehmen… und für die Freiheit dieses alles zu können, arbeite ich gerne mal nen Tag umsonst, ein Wochenende oder investiere Zeit, die andere lieber auf Parties verbringen.

Der Markt für meine Arbeit ist gerade sehr gut

Ehrlicherweise schon seit vielen Jahren, auch wenn es da draußen einige „Spezialisten“ gibt, die der Meinung sind, in dem Bereich könne man kein Geld verdienen. Begrenzte Fähigkeit über den eigenen Tellerrand zu blicken. Der Markt ist aktuell wirklich gut und auch wenn es durchaus einen relativ harten Wettbewerb gibt, kommt man – wenn man will – durchaus weit und gut zurecht. Die (meine) Prognosen für die nächsten Jahre sehen nicht anders aus. Die zunehmende Professionalisierung in den von mir beackerten Bereichen und Themenfeldern gibt noch reichlich her.

Arbeit lenkt ab und ich brauche die Ablenkung

Tja. Ich habe meine Baustellen und meine persönlichen Probleme. Wie jeder andere auch und Arbeit ist oft eine Flucht in Ablenkung für mich. Wenn ich zur Ruhe komme habe ich Zeit zum Nachdenken und das kann ich nicht immer gebrauchen. 

Ja, aber wo bleibt das soziale Leben?

Ich brauche davon nicht viel. Ich jage keinem Verein nach, brauche keine Duzende Menschen um mich herum und lege keinen Wert auf oberflächliche Bekanntschaften/Freundschaften. Wenn ich rausgehen will, gehe ich raus. Wenn ich feiern will, gehe ich feiern. Wenn ich essen gehen will, mache ich das. Wenn ich ein Konzert besuchen will, tue ich das. Alles gerne mit dem/den richtigen Menschen. Der Rest interessiert mich nicht wirklich. Klar, ich weiß, dass andere anders sind, für mich reichen die richtigen Menschen und wenn es manchmal nur einer ist. Partner sind da immer meine bevorzugten Gefährten. Viel mehr um mich herum brauche ich einfach nicht mehr. Frage des Alters und der Erfahrungen der letzten Jahre. 

Wofür bist Du bereit weniger zu arbeiten?

Für die richtigen Menschen. Ende der Liste. Sowohl in der Vergangenheit, wie auch für die Zukunft galt/gilt für mich: Für die richtigen Menschen mache ich alles möglich und stelle mein Pensum auf jedwede Flexibilität und Zeit ein. Jeden Kompromiss, jede Terminplanung, jeder Zeitraum … was immer nötig ist. Es ist und bleibt nur eine Frage der Priorität und der Haltung, für mich passt es super und dank der Flexibilität meines Jobs: Kein Problem.

Danke. Läuft. Ich arbeite viel. Aber gern.

Rock on.

Game of Thrones – wie schade1 Min. Lesezeit (ca.)

… nur ne Meinung. Keine inhaltlichen Spoiler.

Selten, eigentlich nie, hat mich eine TV Serie so gepackt wie Game of Thrones. Von der ersten Folge an war ich begeistert. Das Screenplay, die Stories, die Charaktere, Kulissen, Landschaft … ach. Vor allem aber die Leidenschaft und Detailtiefe, wie die kleinen und großen Geschichten erzählt wurden, haben es mir angetan.

Klar, als bekennender Fantasy-Fan, Ex-Rollenspieler und Ex-LARPer war es natürlich auch die Thematik an sich. Drachen. Ich liebe Drachen.

Während der ganzen Serie baute sich alles auf, die Geschichten wurden komplexer und ich immer begeisterter. Rätsel, Mythen, Gerüchte, Verstrickungen. Spannung, wie es weiter geht und die Protagonisten sich entwickeln. Wohin es führt. Die Überraschungen zwischendurch, die fehlende Angst auch wichtige Protagonisten (vermeintlich unabkömmliche) einfach aus der Geschichte zu nehmen … großartig.

Mit Bangen, Hoffnung fieberte ich also auf das Finale. Die Staffel Nr. 8. Sechs Folgen und ich konnte mir schon im Vorfeld nicht wirklich vorstellen, dass man es hinbekommt, alle Geschichten die angefangen wurden zu Ende zu erzählen. Zumindest nicht, ohne Abstriche zu machen.

So kam es dann leider auch. Persönlich finde ich es sehr bitter, wie hastig man das Ende der Geschichten gefunden hat. Lieblos und gehetzt versucht hat diese Handlungsstränge irgendwie zum Abschluss zu bringen und dabei unglaublich viel auf der Strecke geblieben ist. Die Spannung in manchen Plots, die man über Jahre aufgebaut hat, plötzlich einfach im Sande verliefen und schlicht nie eine Rolle spielten und gerade zum Ende nicht. Fehler in der Erzählung, Details – die man umfangreich aufgebaut hatte – ad Acta legte.

Ja, letztlich war das Finale (eigentlich die ganze 8. Staffel – bis auf wenige, wirklich gute Szenen) sehr enttäuschend. Vielleicht auch dem Anspruch geschuldet, den die anderen sieben Staffeln (gewollter und gelungener Weise) aufgebaut hatten. Schade. Wirklich schade.

So what. Ich bin trotzdem Fan und schaue sicher bei Gelegenheit noch mal.