Warum ich in Schlangen nichts mehr moderieren werde1 Min. Lesezeit (ca.)

Weil es so ist und ich mich dafür entschieden habe.

Eigentlich war dieser Beitrag lang, ausführlich und erklärend. Ein paar wenige Leser haben jedoch Dinge reingelesen, die ich nicht in der Form ausdrücken wollte, ich deutlich vermieden habe zu sagen und eine Verbindung hergestellt haben.

Bei ausschließlich einer Person entschuldige ich mich dafür.

Das war auch der letzte Beitrag dieser Art auf diesen Seiten.

Nein, ich knicke auch nicht vor der Kritik ein – ich finde Kritik ok und wer ein bisschen öffentlicher lebt, wie ich, sollte damit auch rechnen und umgehen. Das ich den Original-Beitrag rausgenommen habe ändert nichts an den Gründen. Ich habe den Artikel und die Diskussion gelöscht. Meine Plattform, mein Profil, meine Entscheidung.

Denjenigen, denen daran gelegen war nachzufragen danke ich. Denen, die konstruktiv und sachlich reagiert haben ebenfalls. Eigentlich allen, denn auch die Kritik hat gelehrt.

Denjenigen, die entschlossen haben, mir deswegen ans Bein zu pinkeln, die „Freundschaft“ zu beenden und mich zu blockieren wünsche ich ein weiterhin friedvolles Leben und einen guten Weg.

Fakt ist: Mit der Moderation vieler Events in Schlangen mit meiner Beteiligung ist Schluss.

Ob sich das in der Zukunft mal wieder ändert? Ich bin oft sehr konsequent. Ich glaube an meine Werte und glaube an Prinzipien. Ich würde also nicht darauf wetten, dass die Zukunft was ändert.

Danke.
Thorsten

p.S.: Handball bleibt erhalten, weil es so ist.

Nächtelang2 Min. Lesezeit (ca.)

Wach. Jede Nacht das gleich Spiel. Seit Monaten. Warum er wach war, wusste er nicht. Aufgewacht. Einfach so? War es ein Geräusch? Leise hörte er in die Nacht. Im Haus war es still. Kein Mucks aus den Zimmern der Kinder, kein rauschendes Wasser im Bad. Selbst die Heizung war nicht zu hören. Draussen … Ruhe. Nichts ungewöhnliches mitten in der Woche. Nachts um 3:17 Uhr. War es ein Traum, der ihn so abrupt aus dem Schlaf schreckte? Vielleicht, erinnern konnte er sich an den Traum aber nicht. Wenn es ein Traum war – warum kam er immer wieder? So, dass er nächtelang immer wieder die gleichen Fragen stellte? Nächtelang immer wieder nur den Gedanken an das Warum hatte? Keine Antworten fand?

Leicht verschwitzt setzte er sich auf die Bettkante. Tippte das Licht an und sah in den Spiegel des Schlafzimmerschranks. Das Leben hatte Narben und Spuren in seinem Gesicht hinterlassen. Der Drei-Tage-Bart graute an einigen Stellen, die Augen… nicht nur wegen der Uhrzeit müde. Er war es leid. Leid, sich nächtelang die gleichen Fragen zu stellen. Nächtelang die gleichen Gedanken zu haben. Nächtelang zu verzweifeln. Ängste zu haben. Er war es leid.

Entschlossen stand er auf. Ging ins Bad und ließ das kalte Wasser aus dem Wasserhahn in seine rauen Hände fließen, benetzte sein Gesicht mit dem Wasser und schaute erneut in den Spiegel. Schlafen kam auch heute nicht mehr Frage und ein weiterer Schwall kalten Wassers fand den Weg in sein Gesicht. Mit noch leicht feuchtem, erfrischten Gesicht betrat er die Küche und setzte sich einen Kaffee auf. Schaute, während der Kaffee in die Tasse lief, aus dem Fenster und beobachtete, wie sich die Bäume sanft im Wind bewegten.

War das doch der Weg? An den Wind anschmiegen, sich dem Fluss hingeben? Einfach mit machen? Anpassen? „Was passiert mit denen, die nicht einfach aufgeben und sich dem Wind stellen?“ fragte er leise vor sich hin … „Die sehen so aus wie Du …“ sagte die Stimme hinter ihm, während sich Arme zärtlich von Hinten um seinen Brustkorb schlossen „… vernarbt, gezeichnet vom Leben, dem Gegenwind, und allem was Dich hat einzigartig werden lassen“, sagte sie und drückte ihr Gesicht sanft an seinen Rücken. „… gezeichnet, aber aufrecht stehend“.

Die Antwort hallte lange in seinem Kopf nach. Die nächste Nacht war anders. Endlich.

'Hoffnungsschimmer' / Februar 2016 / Projekt .txt
Dies ist ein Beitrag zum Projekt .txt – keine Ahnung ob Du ihn gut findest, aber ich dachte, ich probiere mal meinen Beitrag dazu zu verfassen. Worum es bei dem Projekt .txt geht, erfährst Du hier: http://projekttxt.net/projekt/

In einer Welt voller Wahnsinniger, ist der Wahnsinnige der Normale1 Min. Lesezeit (ca.)

Vor ein paar Tagen habe ich im Radio einen Spruch gehört, der mich tatsächlich nicht so richtig los lässt:

In einer Welt voller Wahnsinniger, ist der Wahnsinnige der Normale.

Darüber habe ich seitdem nachgedacht. Der Spruch erklärt viel und wenn man darüber nachdenkt, stimmt das auf und in so vielen Bereichen.

Sind die Menschen in Deiner Filterblase, die Menschen um Dich herum Egoisten, ist Egoismus normal. Haben die Menschen um Dich herum keinen Sinn für Familie oder leben ihren Fanatismus aus, ist Familiendenken oder Neutralität exotisch.

Diese Erkenntnis hilft nicht und lindert nicht das, was die „Normalen“ den „Exoten“ durch ihre „Normalität“ dann spüren lassen oder anrichten, aber es erklärt, warum sie so „ticken“. Weil sie es nicht anders gelernt haben. Ihnen es nicht anders gezeigt wurde und jeder andere Weg nun obskur und falsch erscheint. Ist keine Entschuldigung und wahrscheinlich werden diese „Normalen“ ihre – möglicherweise falsche Sicht – niemals einsehen. Wenn sie es irgendwann tun, wird es wahrscheinlich eine sehr bittere Erkenntnis.

Als der Wahnsinnige in der Welt der Normalen weiß man dann nicht, was man wünschen soll … das die Erkenntnis irgendwann eintritt, oder sie es nicht tun sollte.

Ein Spruch der dazu passt (keine Ahnung, ich glaube, er fiel irgendwo im TV):

Das eigentlich Schlimmste, dass man solchen Menschen wünschen kann, ist, dass sie sich eines Tages selbst begegnen.

Sei´s drum. Jedem von uns begegnet dieser „Normalität“ im Laufe des Lebens.

Ab und an habe ich das Gefühl, ein Magnet dafür zu sein.

Fazit zur 30 Tage / 30 Beiträge Challenge2 Min. Lesezeit (ca.)

Hey, das war ein Ritt.

Zwischendurch durch Krankheit zurückgeworfen, durch Arbeit und das Leben abgelenkt, irritiert, fast gescheitert und durch Kommentare, E-Mails und Meinungen motiviert. Das könnte ich eigentlich genau so stehen lassen. Würde für ein Fazit der 30 Tage – 30 Beiträge Herausforderung definitiv reichen.

Gerade der Anfang war sehr cool. Die Webseite spontan aufgesetzt, den ersten Beitrag – den Start, die Motivation und die Themen – runter geschrieben, veröffentlicht und: Abwarten, was passiert.

Resonanz. Damit hätte ich nicht gerechnet.

Natürlich hab ich ein wenig gehofft, dass die Idee bei ein paar Menschen Anklang findet. Sich ein paar Leser einfinden und ti-on.eu vielleicht ein paar nette Beiträge sammeln wird. Aber so? Nein. Das „Ding“ war ja für mich gedacht.

Das sich so viele direkt mit anschließen, sich angesprochen fühlten, mit gemacht und geschrieben haben … sehr cool! Die Mitmacher findest Du in dem Startbeitrag ganz unten. Alle verlinkt. Vielen Dank.

Zahlen und Statistiken zu dem Blog werde ich hier nicht breit treten, aber sie sind ständig gestiegen. Gute Zahlen (und ein bisschen kenne ich mich damit aus 🙂 ), für ein Blog, das gerade gestartet wurde, kein Thema – nur einen persönlichen Hintergrund und Touch – hat, unheimlich gut.

Das Feedback war klasse. Menschen, mit denen ich nicht gerechnet hätte, lesen mit. Spannende Begegnungen und Gespräche (eines, locker 30 Jahre nach unserer letzten Unterhaltung, Danke, Markus!) haben sich aufgrund des Blogs ergeben, viele neue Ansichten sind dazu gekommen, viele Impulse gesammelt. WOW. Vielen Dank. Vor allem auch für die vielen Zusprüche, das Ausprobieren der Rezepte, das Interesse an Bergen-Belsen, das Mitteilen in den Kommentaren und all die anderen Reaktionen in den vielfältigsten Formen.

Wie geht es weiter .. und war es schwer?

Natürlich ist nicht Schluss. Ja. Mit der Challenge natürlich schon und nun ist der „Druck“ nicht mehr da, jeden Tag dieses vorgegebene Thema zu schreiben. Aber ehrlich? Das war schon cool.

Die Themen schienen mir am Anfang so leicht, so klar – waren es dann aber definitiv nicht. Profane Dinge führten beim Schreiben zu tieferen Überlegungen, anstrengenden Gedanken. Ja, hier und da habe ich viele und sehr tiefe persönliche Dinge gezeigt, teilte meine Emotionen, meine Erlebnisse. Manchmal in Rätseln, manchmal klare Fakten. Sogar meinen Kühlschrank 🙂

Es war eine echt interessante Sache für mich, ti-on.eu mit einer solchen 30-Tage-Herausforderung zu starten. Interessant ist nun für mich, wie es weiter geht.

Ein paar von Euch, haben mir schon gesagt, wie es weiter gehen könnte – wenn Du Lust hast, schreib mir doch auch kurz, was Du jetzt gerne weiter lesen würdest (nutz gerne das Formular unten, dann musst Du – wenn Du nicht willst – auch keine E-Mail-Adresse angeben und kannst so anonym bleiben).

Und Du, Thorsten, wie geht es für Dich weiter?

Ich für meinen Teil glaube, dass die Challenge der richtige Start war um jetzt genauso weiter zu machen. Vielleicht nicht täglich, aber regelmäßig meine Gedanken, Geschichten, Erlebnisse, Anekdoten und Co. zu teilen. Hier und da mal genauso ein Rezept fallen zu lassen, ein Buch zu beschreiben oder über eine Sache aus Schlangen zu sinieren.

Und Du? Schaust Du gelegentlich vorbei?

Bitte, gib mir Feedback

Meine Hoffnungen2 Min. Lesezeit (ca.)

 

Hoffnungen sind nichts anderes als positive Erwartungen. Ich hoffe also, dass etwas passiert. Kein „Wunsch“. Eine Erwartung. Eine, vielleicht, mit welcher Wahrscheinlichkeit auch immer, eintretende Sache. Ein Umstand.

Ja. Hoffnungen habe ich einige.

Hoffnungen … ich versuche mir das oft mit Bildern gleichzusetzen. Hoffnungen haben für mich auch meistens etwas mit Bildern zu tun. Bilder, die ich hoffe irgendwann zu sehen. Bilder, die irgendwann zu sehen sein sollen. Für andere da sein sollen.

Oft verwelken Hoffnungen

Ein tolles, nahezu perfektes Bild wird nach und nach, über viele Monate hinweg durch Aktionen, Taten, Gedanken und Reaktionen abgebaut. Zerbröckelt langsam vor sich hin… Irgendwann setzt es an allen Ecken ein und in den folgenden Monaten geht es blitzschnell. Fehler führen zu Fehler, Entscheidungen zu Entscheidungen. Ein Bild verblasst. Viele Dinge sind nicht mehr zu erkennen, die Schönheit des Bildes noch da, aber nicht mehr sichtbar.

Oft zeichnen sich neue Hoffnungen

Meine Hoffnung war und ist, dass alle an einem Bild Beteiligten – der Maler und die Farben, das Bild wieder herstellen, restaurieren können. Wenn nichts an diesem Bild zu retten ist, ein zweites malen, ein ähnliches. Eine abgewandelte Kopie. Eine Kopie in der nicht alles gleich sein muss, aber vieles noch oder wieder zu erkennen ist. Wie viele, im Detail unterschiedliche, aber ähnliche Bilder könnte man zeichnen? Hunderte. Tausende. Varianten, unterschiedliche Wege die alles sind, aber keine exakte Kopie als das Original. Und dennoch: das Bild.

Selbst wenn es nicht möglich wäre, ein ähnliches, nahezu identisches Bild zu malen? Was hindert Maler und Farben daran, ein völlig neues Bild gemeinsam zu malen? Nichts. Es sei denn der Maler will nicht oder die Farben sind leer.

Natürlich wäre es beiden bewusst, dass das Bild eine Kopie, ein anderes Bild ist. Eine Nachbildung. Ein anderes Bild. Immer noch schön. So sähe Hoffnung für mich aus.

Das gilt meines Erachtens für alle Hoffnungen. Ein Krieg zerstört, aber Land und Leute sind da, um das Land wieder neu zu malen. Familien können sich wiederfinden, wenn alle daran mitarbeiten. Das Gleiche gilt für Freundschaften, Partnerschaften, Arbeitsgemeinschaften, Gruppen.

Letztlich habe ich viele Hoffnungen. Für mein privates Leben. Für mich. Für meine Familie. Für andere. Für uns. Unser Land. Die Menschen an sich. Ich hoffe, dass sich viele Dinge regeln. Viele Wege finden lassen. Liebe gezeigt und gelebt wird. Ich habe Hoffnung, dass Lieblingsmenschen in meiner Umgebung noch lange gesund leben und hoffe, dass wir und die Generationen nach uns mit so wenig Schrecken wie möglich umgehen müssen. Ich habe Hoffnung, dass die Menschen ein bisschen besser mit unserer Mutter Erde umgehen.

Ich hoffe, ich lebe noch ein bisschen um noch viele neue Dinge zu sehen. Ich lebe in der positiven Erwartung, noch 1-2 Generationen in meiner Familie zu sehen.

Schaun wir mal.

Info: Was soll dieser Artikel
Dieser Artikel ist Teil meiner kleinen „30 Tage Challenge“ zum Start dieses Blogs. Hier der Start der Serie und alle Themen, die in den 30 Tagen enthalten sind.