Gedanken #51 Min. Lesezeit (ca.)

Irgendwie ist es schon fast cool zu sehen, wie sich das angebliche Bild von angeblichen Unterstellungen Tag für Tag neu zusammensetzt und vervollständigt. Wie offensichtlich Dinge sind, werden und geworden sind. Zeit. Früher angeblich nie da. Ein Kampf um Minuten. Heute geht ein täglicher Ritus. Der Gang nach draussen. Ausschweifend. Um den Block. Überspielend. Aus anderen Gründen. Vortäuschend? Heimlichkeit auch hier das höchste Gut? Wie immer eigentlich. Prioritäten gesetzt. War immer so. Bleibt so. Wird immer so sein.

Veränderung ist böse. Das Böse.

Schade, dass es so ist. Schade, dass man es glaubt. Schade, dass man das nötig hat.

Los, komm auf die dunkle Seite. Wir haben Kekse. Und Kippen. Hier wird sich in die Tasche gelogen und andere lassen sich vor den Karren spannen.

Nein, komm auf die helle Seite. Hier gibt es Dinge, die mehr sind als Schein. Hier zählt mehr als ein Brandmal.

Gratwanderungen und “Fähnchen im Wind”-Spiele sind so albern wie das Setzen seltsamer Prioritäten. Wie Verrat. Es ist nicht “schön”, gegen den Wind zu wachsen – es ist gut einen gescheiten Mittelweg zu finden. Aber dafür müßte man ja was tun. Etwas anpacken. Etwas ändern. Kompromisse eingehen.

Vergebene Liebesmüh. Von Anbeginn an. Nie gab es einen anderen Weg als den Einen. Weil der Rest wichtiger war. Wichtiger ist. Immer wichtiger bleiben wird. Immer gesagt. Immer widersprochen. Täglich bewahrheitet. In jedem einzelnen Punkt.

Wie offensichtlich. Wie schade. Wie traurig. Wie dumm.

Wohnzimmerkonzert mit Alex Amsterdam – was ein Spaß1 Min. Lesezeit (ca.)

Die Bude war voll und überall saßen Leute. Stille gab es nicht – gute Laune, handgemachte Musik, ein Bierchen und ein paar Stunden Sorgenfrei. Coole Nummer. Wir hatten ein Wohnzimmerkonzert. Alex Amsterdam aus Düsseldorf tourt quer durch Deutschland und hat bei uns in Schlangen eines seiner wenigen Privat-Konzerte gegeben. Lockere 90 Minuten Konzert. Es war eine wirkliche Freude.

Das Publikum: bunt gemischt. Einfach Menschen die uns auf diverse Weise verbunden sind. Sogar jemand, den ich vorher noch nie gesehen hatte, war dabei. Ich war noch nie auf einem Wohnzimmerkonzert, hatte auch vorher keinerlei Ahnung, ob und wie so was ankommt. Ich bin begeistert. Das war saucool. Alex macht das prima und, wer hätte das gedacht, vertreibt seine Musik auch noch (zusätzlich zu dem modernen Kram) auch Kassette und Vinyl. Davon hatte er für die Gäste ebenfalls etwas dabei. Noch eine wirklich schöne Sache zur Erinnerung: Für die Teilnehmer am Wohnzimmerkonzert gibt es exklusive Plakate, die Alex auf Wunsch mit Widmung versehen hat. Bravo.

Alex, Danke!Das war großes Kino. Ihr Menschen, die dabei wart: Danke, es war ein toller Abend mit Euch. Danke auch an Loungekonzept – die Jungs haben die Sitzmöglichkeiten gestellt, klasse Sache.

Hier habe ich Alex noch ein paar Fragen gestellt:

Musik von Alex Amsterdam gibt es auf seiner Webseite – von dort kommt Ihr auch zu allen anderen Dingen, die er so treibt.

 

Tattoo – ein ewiger Wegweiser1 Min. Lesezeit (ca.)

Braucht man ein Tattoo? Nein, sicher nicht. In all den Jahren die ich nun auf dem Buckel habe, fand ich diverse Tattoos immer mal schön. Einige wirklich richtig gut. Einen Teil davon davon habe ich geliebt.

Doch hinter Tattoos steht für den Träger oft noch mehr, als das Zeichen an sich zu erkennen gibt. Bei manchen kommt man erst viel später hinter die ganze Wahrheit und wie sehr der Träger zu diesem “Brandzeichen” steht, was es für sein Leben und die Menschen in seinem Leben bedeutet. Bei manchen ist es Symbol für krankhafte Fixierungen, ein klares Zeichen für Prioritäten in seinem Leben, schlichter Körperschmuck oder auch nur ein Symbol für irgendwas. Sei es drum, soll sich jeder seine Haut so verzieren (oder verschandeln) lassen, wie er/sie will.

Ich habe mich auch bemalen lassen. Eine Kombination aus Elementen mit einem eingebundenen Vegvísir. Deutlich und immer vor Augen wird es mir den Weg weisen, mich daran erinnern, wie sehr ich mich verlaufen, wie sehr ich (dämlicherweise) vertraut und auf das verlassen habe, das versprochen wurde. Und daran, dass das alles schlussendlich gebrochen und verraten wurde. Alles.

Leider nutzen da auch scheinheilige Bilder und Texte von der Hoffnung auf sich wieder öffnende Türen nichts. Verrat und Wortbruch bleibt es. Den Arsch müsste man selber hoch bekommen und den Schritt gehen. Aber solchen Menschen fehlt es wohl an vielem.

Ich verlaufe mich nicht mehr.

Vielleicht hilft das Vegvisir. Ein Wegweiser. Ein Kompass. Eine Erinnerung.

Gedanken #42 Min. Lesezeit (ca.)

In dieser Woche war es soweit – Schwarz auf Weiss kam der Beleg dafür, dass man mit verdrehten Wahrheiten, Lügen und scheinheiligem Getue nicht durchkommt. Aber: ändert das was? Nein. Natürlich nicht. Deswegen wird es trotzdem keinen gescheiteren Weg geben. Leider. Ich hatte und habe immer noch den Gedanken im Kopf, dass man es gescheiter hätte hinbiegen können. Geht aber nicht, bzw. will und wollte man nicht. Von Anfang an nicht.

Nicht, weil ICH das nicht will. Nein. Die bereits erfolgreich erprobte Masche wird gnadenlos weiter durchgezogen.

Ich bekomme es in meinen Kopf nicht rein. Nein, werde ich wohl auch nie, aber das ist auch nicht mehr wichtig. Wichtig ist, dass ich es AUS meinem Kopf bekomme. Alles. Das Menschen so handeln, so agieren, sich so verhalten … andere auf so eine Weise ablegen, sich so perfide aus der Verantwortung ziehen und sich bloss keinem gescheiten Weg stellen.

Argument Angst? Ja, hätte ich auch. Vor mir selbst, wenn ich so eine Scheisse abgezogen hätte. Vor nichts anderem.

Das alles muss raus aus meinem Kopf, denn es wird sich nichts ändern. Habe ich vor vielen Monaten schon gesagt und hat sich – wie so vieles –
bewahrheitet. Ja, mir war auch das damals schon klar und es war auch damals schon wahr. Im Laufe der Zeit hat sich daran exakt nichts geändert und … ganz im Gegenteil.

Das was geblieben ist, ist, dass alles so eingetroffen ist, wie lange vorher gesagt. Manche Sachen und Menschen ändern sich halt nicht. Schade. Unglaublich schade. Immer noch.

Ich arbeite mit Menschen, Medikamenten und Methoden daran, dass ich das alles aus dem Kopf bekomme. Die verantwortlichen Menschen vergesse oder zumindest dafür sorge, dass sie mir endlich irgendwann egal werden. Noch gelingt das nicht. Schwere Sache. Extrem schwer, denn davor war das etwas ganz Großes. Für mich zumindest. Andere schaffen das mit dem Vergessen und Ablegen dagegen wirklich im Vorbeilaufen. Beim Zähneputzen, beim typischen und regelmäßigen EgoTrip, beim geselligen Spaziergang am See oder der täglichen Runde um den Block. Wo auch immer. Abgehakt. Abgelegt. Vergessen. Auf geht´s in das nächste Abenteuer. Scheiss drauf. Was jucken mich meine Worte und Versprechen aus der Vergangenheit.

Wie im Wartezimmer: Der Nächste, bitte!

Ich kann das nicht.

Es wird dauern. Alles. Immer noch Ewigkeiten. Es wird viel Arbeit. Vielleicht hilft auch die Kur. Soll bei manchen ja wie ne Gehirnwäsche wirken.

See you.

Abenteuer Kur #1 – eine Vater-Kind-Maßnahme2 Min. Lesezeit (ca.)

Das es mir nicht gut geht, habe ich ja schon an vielen Stellen immer mal geschrieben. Wie es mir tatsächlich geht, wissen dagegen nur sehr wenige – aber: ihr im Laufe der Zeit irgendwann sicher auch.

Der wohl wichtigste Punkt ist: ich bin nicht allein und eine von diversen Dingen, die mir dabei helfen in diesem einen Bereich wieder ein bisschen klarer zu sehen und nach vorne zu schauen ist eine Kur. Nein, ich denke nicht, dass ich demnächst im Moor baden darf … geht eher darum mich in bestimmten Dingen wieder mental einzufangen und das Verhalten von ein paar Menschen aus dem Kopf zu bekommen, zu vergessen und neu zu lernen. Vertrauen zum Beispiel. Ich kann nicht abhaken (ja, mein Fehler) und das macht mich in der Kombination mit den vorhandenen Emotionen und vergangenen Vorkommnissen kaputt. Danke, by the way.

Ich habe also einen Antrag auf eine sogenannte Vater-Kind-Maßnahme gestellt. Beide Töchter können nicht mit, da die Große bereits zu alt ist – aber Kind II muss mit, damit auch der Betreuungsteil gewährleistet ist. Mit zwei (oder mehr) Kindern und alleine ist halt immer ein bisschen anders, als allein mit einem Kind und Betreuung im Haus oder so. Bekommen wir irgendwie hin – geht halt nicht anders

Der Antrag (mein Antrag) + für mich und Tochter (als Begleitkind) je ein Formular für den Arzt + ein Selbstauskunft-Bogen auf dem man detailliert beschreibt, was man sich von der Maßnahme erhofft/welche Ziele die Maßnahme haben soll. Gesagt, getan und ab in die Post. Super schnell war die Antwort da und der Bescheid: Genehmigt. Passende Klinik und Termin durfte ich mir aus einer langen Liste selber suchen… und da dann das Dilemma: Ende des Jahres 2017 – vorher geht fast nirgendwo irgendwas. Nachvollziehbar, schließlich gibt es viele, die mittlerweile aus den unterschiedlichsten Gründen eine Kur benötigen und bei Vater-Kind-Kuren ist es noch mal einen Schlag schwieriger. Zum einen gibt es deutlich weniger Plätze für Väter als für Mütter, zum anderen werden diese auch in diversen Kliniken nur zu bestimmten Terminen (quasi am Block) angeboten.

Na, natürlich habe ich den erstbesten Termin reservieren wollen, den ich bekommen kann – schließlich soll mir geholfen werden und sobald die nächste Bestätigung da ist, kann es dann auch weiter gehen. Ende des Jahres irgendwann. Also: Stay tuned, war sicher nicht der letzte Artikel dazu.

Hintenraus noch zwei Sachen zu so einem Antrag (falls Du eine Maßnahme beantragen willst): a.) der Arzt stellt nicht den Antrag zur Kur, sondern füllt nur einen Bogen aus, der den Antrag begleitet. Du  stellst den Antrag auf eine solche Maßnahme (den man selbst ausfüllt) bei Deiner Krankenkasse b.) eine Verwechselungsgefahr, dass nicht Du sondern Dein Kind – oder Dein Kind und nicht Du – nicht als Patient/nicht als Begleitung eingestuft wird – besteht per Antrag nicht. Den Haken setzt Du auf dem Antrag/den Anträgen selbst und in der Selbstauskunft beschreibst Du es halt auch. Würde Dir sicher auffallen – die Benennung der Kästchen ist klar, groß und deutlich genug.

Oh,  und da die Welt der Like-Geilheit heute nicht nur aus einem (oftmals) verlogenen Hashtagsammelsurium bestehen muss, vergesse ich auch  das obligatorische Herzchen-Augen-Blink-Blink-Emoticon nicht (*_*).

Macht es Euch schön, die Welt da draussen ist beschissen genug.