Gedanken #12 Min. Lesezeit (ca.)

Oh mann … das Fussball-Fans gerade in den sozialen Medien sehr aktiv agieren ist und mag ja ok sein. Heute habe ich ein Bild einer durch Bomben zerstörten Stadt in Verbindung mit einem Derby-Spiel gesehen … und tatsächlich gibt es Menschen, die so ein Bild auch noch mit “gefällt mir” markieren. Ob die schon mal daran gedacht haben, dass andere so was sehen können? Was für ein Bild das über den “Liker” abgibt? Nein, vielen ist durch ihre (zum Teil schon kranke) Fixierung gar nicht bewusst, was sie da tun. Andere machen das extra – provozieren scheint ein neues Hobby in den sozialen Medien zu sein. Auffallen um jeden Preis und “like-geil” die Aufmerksamkeit der Filterblase erhaschen. Peinlich.

Ja. Was Menschen innerhalb von Facebook und Co. so zeigen, sagt und verrät vieles über einen Menschen. Like für ein Bildchen hier, einen dusseligen Kommentar da, ein peinliches Bildchen dort und ein gefällt mir für eine Seite. Unverfänglich? Nein. Egal? Naja, kann und muss ja jeder für sich selber wissen, aber was für ein zusammengesetztes Bild es ergibt, sehen die meisten eben leider nicht.

Schade eigentlich. Mein Bild von diversen Menschen bröckelt, andere sind bereits ganz kaputt. Wie sich ein Mensch, den ich mal glaubte zu kennen, zum Beispiel in den sozialen Medien gibt, grenzt an vielem, aber an wenig Gutem. Aber: Dieser Mensch bestätigt mit jedem Tag Dinge, die man vorausgesagt und attesttiert hat. Hier zeigen sich Fixierung, bestätigt sich Fanatismus und jedwede Orientierung auf Themen, Lebensbereiche und Abhängigkeiten. Schade. Traurig. Entsetzlich. Aber – wie in den vielen anderen Dingen: das Problem dieses Menschen.

In der Vergangenheit habe ich lernen müssen, dass man solche Menschen nicht ändern kann, nicht mal ein paar Verhaltensweisen. Wer nicht erkennt, dass er auf dem falschen Weg ist und die Hinweise der am Rand stehenden Menschen nicht aufnehmen und für wahr beurteilen möchte – dem ist nicht zu helfen.

Solchen Menschen kann ich nur alles Glück der Welt wünschen, denn nötig scheinen gerade diese es zu haben. Bei allem Verhalten, aller Dreistigkeit, aller Fixierung gerade auf Facebook und einem Hobby … zeigen sich die Schwächen im realen Leben.

Ich habe selbst meine Fehler und arbeite an ihnen. Mit Profis und Menschen, die diese Möglichkeiten haben. Diese zeigen mir meine Schwächen, zeigen mir meine Stärken. Verweisen auf meine Fehler und lassen mich lernen. Das ich dabei stolpere, schwanke, auf die Nase falle oder mir durch Begegnungen mit anderen auf selbige hauen lasse … alles drin im Spiel des Lebens.

Ich will und werde mich auch weiter ändern … um weitere Chancen zu geben, aber auch um nie wieder auf solche Menschen herein zu fallen.

Und: Selbst wenn Du draussen so fixiert auf irgendwas bist … denk vielleicht einfach mal kurz drüber nach, ob Du das Bild von Dir da draussen tatsächlich abgeben willst. Wenn Du das mit Ja beantwortest … obwohl Du agierst, wie Du agierst … kann das beides sein. Gut und stark oder selten dämlich und unverbesserlich.

Veröffentlicht von

Thorsten

Thorsten. Geboren 1972. Alleinerziehender Vater von zwei Töchtern und hier privat unterwegs.Ich brauche einen Platz für meine Gedanken, meine Beobachtungen, meine Anmerkungen. Dieser ist hier.

Ein Gedanke zu „Gedanken #12 Min. Lesezeit (ca.)

  1. Hallo Thorsten,
    ich vermute mal, dass viele gar nicht wissen, dass Facebook doch so ein offenes Buch ist und gedankenlos damit umgehen.
    Das ändert jedoch nichts an der Tatsache- was man aus dem Buch lesen kann- bzw wer dahinter steckt.
    Da ich erst selber gerade eine miese Erfahrung über dieses Medium machen musste, bin ich tatsächlich noch aufmerksamer geworden.
    Liebe Grüße!

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