Lieber Thorsten der Vergangenheit #11 Min. Lesezeit (ca.)

Lieber Thorsten der Vergangenheit,

was bist Du für ein unfassbar dämlicher Idiot? Hättest Du nicht auf mich und die anderen warnenden Stimmen hören können? Hättest Du nicht auf die Zeichen reagieren können? Warum warst Du so bescheuert und hast das nicht gleich nach der ersten Lüge und dem ganzen Verheimlichen gekippt?

Sag mal, Thorsten der Vergangenheit … hast Du sie noch alle? Dank Dir hänge ich dem immer noch hinterher, beschäftige mich weiter damit und werd die Provokationen und Vorführungen nicht los. Weil Du damals so bescheuert warst und auf die Masche reingefallen bist, lasse ich mich heute noch triggern wie ein totaler Idiot.

Ehrlich, Wie dämlich kann man sein, Thorsten? Wie dämlich warst Du?
Das hättest Du doch sehen müssen. Die Scheinheiligkeit, die Fassade, die Unehrlichkeit… Ja, na klar, da hast Du auch recht. Sehen andere heute ja auch nicht. Sind genauso blöd und blind. Ja… gutes Schauspiel? Perfekt, würde ich sagen. Perfekt. Schöne heile Welt. Dahinter der Haufen voller Scherben, Lügen, Heimlichkeiten und perverser Spielchen. Kann man sehen, wenn man genau hinschaut … oder hinterfragt. Hättest Du deutlicher machen sollen.

Vor allem: Danach ging es doch weiter mit dem ganzen Kram. Irgendwann hättest Du das doch alles erkennen müssen. Hast Du? Ach ja. Sogar gesagt? Ja, ich erinnere mich. Stimmt. Aber so blind wie Du dafür warst, so taub war der Gegenpart dafür?

Ich sag Dir was, alter Freund: Solchen Menschen kann man nicht helfen und es wird Zeit, dass wir beide das begreifen. Es wird Zeit, dass wir endlich kapieren, dass es solche auch gar nicht verdient haben und sich weiter ihrer Scheinwelt hingeben müssen. Wir jagen solche Menschen zum Teufel, einverstanden? … er wird bereitwillig den Thron räumen und verdient den Platz anbieten.

Unserem zukünftigen ich, schreibe ich auch mal. Der Idiot soll sich nicht weiter so runterziehen lassen. Nicht von sowas. Der hat ein anständiges Leben verdient.

Herzlich, Dein Thorsten der Gegenwart

Wenn Mensch A mit Mensch B …2 Min. Lesezeit (ca.)

In meinem Geschreibsel geht es ja öfter mal um Menschen und wie sie sich verhalten. Das kann man super beobachten und betrachten, sich den Kopf zerbrechen und manchmal sogar still in sich hinein lächeln.

Ein Beispiel:

Mensch A und Mensch B pflegen eine offenbar recht intensive, aber heimliche Beziehung (welcher Art auch immer). Zumindest aber so intensiv, dass sie anderen Menschen allein durch das Verhalten von Mensch A und Mensch B in den sozialen Netzwerken auffällt. Fast könne man meinen, Mensch B sei der Groupie par excellence.

Mensch C wird von Mensch D, E, F und G genau darauf angesprochen, fasst sich ein Herz und spricht Mensch A darauf an. Schließlich ist ein ehrliches Gespräch immer noch besser als hinterhältige Heimlichtuerei und Lästerei, zumal die beiden eh zu reden haben um genau so ein gezeigte Verhalten mal kurz zu besprechen.

Natürlich verneint Mensch A vehement, alles und schildert (wenn auch peinlich berührt und wenig glaubwürdig) es alles ganz anders, verharmlost … und dennoch stellt Mensch B umgehend das offensichtliche und auffällige Verhalten ein.

Ertappt? Ja. Mensch A hat Mensch B wohl sehr fix informiert 🙂 Der Austausch über das Gespräch zwischen Mensch A und C ist sehr schnell zu Mensch B durchgedrungen. Bestätigt erneut. So ziemlich alles. Sachen gibts.

Die Menschen haben Recht. Hatten sie vorher auch schon, aber Mensch B leugnet gern. Lügt gern und sieht nicht, was das anrichtet. Letztlich ist es Mensch B auch egal. Es ist ja das Leben von Mensch B und da hat niemand anderer Platz und vor allem sich nicht einzumischen. Egal ob Partner, Familie, Kollege oder Freund. Die bleiben auf der Strecke.

Doch, Mensch B kann wahrscheinlich nichts dafür. Veranlagung. Krank. Leid tun? Nein. Denn das könnte man ändern. Wenn man wollte. Wenn man einsehen würde. Doch die Blindheit, der Egoismus und die Gewissenlosigkeit sind treibende Kraft.

Erschreckend wie nah die Symptome an dem eines Soziopathen liegen. Interessanter Artikel über Soziopathen und woran man erkennt, dass man es mit einem zu tun hat.

Gulaschsuppe – wie ich sie mache2 Min. Lesezeit (ca.)

Suppen sind toll und auch wenn jetzt zu dieser Zeit eher der Grill angeworfen wird: Hier und da ist sicher das passende Wetter für ne gute Suppe.

Diese Gulaschsuppe (Rezept unten) mache ich ein paar Mal im Jahr. Letztens zu einem Geburtstag in einem echt großen Topf und großzügig für ein paar Personen gerechnet. War trotzdem fast zu wenig, weil sie einfach verdammt lecker ist.

Für uns reicht auch eine normale Portion, die mache ich dann im Thermomix (weil es eben reicht und ich nicht so aufpassen und rühren muss).
Ohne Thermomix geht das so: (für gute Esser empfehle ich definitiv noch mal ein bisschen drauf zurechnen).

350g Zwiebeln
450g Schweinegulasch
250g Tomaten (ich nehme geschälte oder gestückelte Tomaten aus der Dose)
450ml Wasser
1 kleine Paprikaschote
350g Kartoffeln

Dazu brauchen wir noch Gemüsebrühe (Würfel oder Pulver) Paprika edelsüß, Salz und Pfeffer.

Das Gulasch schneide ich noch mal ein bisschen kleiner, als man es für normales Gulasch nehmen würde. Die Zwiebeln schön klein schneiden und die Paprika ebenfalls in kleine Stücke. Die Kartoffeln würfle ich in etwa die gleiche Größe wie das Fleisch. Dann geht´s los:

Ein bisschen Öl in den Topf, erhitzen und die Hälfte vom Fleisch anbraten. Nach ein paar Minuten und wenn das Fleisch gescheit angebraten ist, die andere Hälfte hinzu und ebenfalls anbraten. Dann kommen die Zwiebeln dazu. Anbraten und nach ein/zwei Minuten die Tomaten, 150 ml Wasser, 1,5 Esslöffel Paprika edelsüß, 1 Teelöffel Salz und einen halben Teelöffel Pfeffer dazu. Deckel drauf und auf mittlerer Hitze 30 Minuten köcheln lassen (umrühren nicht vergessen).

Paprika und Kartoffeln dazu, Gemüsebrühwürfel dazu und die restlichen 300ml Wasser. So lange köcheln lassen, bis die Kartoffeln durch sind (15 Min?).

Wenn ich die für mich alleine mache, mache ich die Suppe noch ein bisschen schärfer. Cayenne-Pfeffer oder einfach ein bisschen Chilli mit rein…

Wer mehr auf Rindfleisch steht … das dauert dann noch ein paar Minuten länger. Einfach ausprobieren.

Hier das Originalrezept der Rezeptentwicklung für den Thermomix.

Done. Guten Hunger.

Scheinheiligkeit2 Min. Lesezeit (ca.)

Die Scheinheiligen erkennt man daran, dass ihnen der Schein heilig ist.

Tja, so sieht es wohl aus. Hauptsache, man hält ein Bild aufrecht, dass schön, kümmernd und unschuldig ausschaut – oder auch einfach nur die Fassade aufrecht erhält und das wahre Bild dahinter verschleiert.

In dem Beitrag zu Unehrlichkeit habe ich davon schon geschrieben. Schöne heile Welt vorgaukelt und den wahren Charakter weiter verstecken. Da bedankt man sich auch schon mal überschwenglich bei Menschen, die man jahrelang verteufelt und für blöd, dumm und falsch abgetan hat … erzählt Menschen, man sei nicht so eine(r) und fängt das gleiche, falsche Spielchen mit der/dem Nächsten an … Hauptsache, es scheint so schön nach aussen und man gaukelt anderen etwas vor. Unehrlich. Falsch. Scheinheilig. Wie ein sehnsüchtiges Foto mit Hund/Katze oder einer Erinnerung und einem achso liebenswertem Spruch dazu. Manche fallen darauf rein, andere sehen die Wahrheit und denken sich ihren Teil. Zu wenige sagen es.

Passt perfekt zu einer Serie, die ich gerade begonnen habe zu schauen. Die erste Folge von “Black Mirror” (bei Netflix gefunden) zeigt diese Scheinwelt. Seltsamerweise auch passend zu der Like-Geilheit mancher. Immer auf der Jagd nach Anerkennung leben Menschen die Fassade. Machen vorne auf freundlich und sind doch nichts anderes als scheinheilige Lügner und Egomane, die für ein Like und ein positives Feedback über Leichen gehen (woher kenne ich das nur?).

Sowas gibt es in der realen Welt auch und überall. Hier werden Wahrheiten verdreht, Lügen gelebt und Dinge schön geredet. Hauptsache, die eigene Fassade bleibt der Filterblase erhalten. Was dahinter ist? Das wahre Bild? Der wahre Charakter? Die Falschheit? Die Unehrlichkeit? Der fiese Teil des ganzen? Wie man wirklich ist? Verschleiert.

Ja, bitter, dass es solche Menschen gibt. Noch bitterer, dass es Menschen gibt, die das auch noch unterstützen. Gut, einige von denen wissen es nicht besser. Vertrauen der Fassade oder sind vielleicht auch nur so oberflächlich und sehen nur ihren (Vor-)Teil daran. “Schön, dass Du Dich wieder mal sehen lässt” … und warum man es nicht tat oder es in dem eigentlich Leben eben keinen Platz hatte … juckt diese oberflächlichen Menschen eh nicht.

Aber, es gibt auch die anderen. Die, die es besser wissen. Die hinter die Fassade geschaut haben und dennoch mitspielen. Die sind keinen Deut besser. Leider. Scheinheilig eben.

Der Fall auf die Nase ist dabei vorprogrammiert und nur eine Frage der Zeit.

Spricht für sich? Ja … denke ich auch2 Min. Lesezeit (ca.)

Wer schreibt, dem schreibt man auch. So ist das nun mal. Mir wird auch geschrieben und in einem dieser Schreiben sagte man sich und mir, dass es “für sich spreche”, dass ich mich neben meinen beruflichen und privaten Verpflichtungen noch mit einem Menschen beschäftige.

Tja, da gibt es mehrere Dinge und Ebenen auf denen ich das kommentiere.

Zum einen gibt es neben beruflichen und privaten Verpflichtungen noch reichlich Zeit am Tag. Menschen mit Empathie, Gewissen, emotionalen Verbindungen beschäftigen sich dann durchaus mit solchen Fällen, Menschen und der Vergangenheit und Gegenwart. Wer das nicht kann, tut mir leid.

Dennoch, das muss man natürlich nicht und es gibt ja auch genug Gegenbeispiele von Menschen die sich in dieser (freien) Zeit dann neuen und anderen Verbindungen zuwenden, skurrile Beziehungen und Bündnisse eingehen, Fakten verdrehen, alternative Fakten schaffen und Menschen und sogar Institutionen anlügen, sich auf Sauftouren begeben, sich anderweitig die Nächte um die Ohren schlagen, auf Inseln fahren, einfach nur eine Rauchen gehen, ein Buch lesen, eine Serie im TV schauen, Glückwünsche heucheln oder sich bei Menschen bedanken und einschleimen, denen man in der Vergangenheit mehr als einen verbalen Kübel Mist über den Kopf geschüttet hat, in Kino gehen, oder, oder, oder …

Was also “spricht für sich”, wenn man seine Zeit auch für Gedanken oder fürs Schreiben nutzt? Das man nicht emotional abgestumpft ist und sich an seine Vergangenheit erinnert? Das man nicht in der Lage ist, auf Knopfdruck zu vergessen? Das man sich damit beschäftigt? Reflektiert? Sich auch mit sich selbst beschäftigt?

Ja, wenn das für sich spricht: gerne. Denn das ist im Gegensatz zu dem Gegenteil alles andere als verwerflich und zeigt vielleicht sogar auch noch einen Teil an Menschlichkeit und Moral.

Allerdings:

Das man sich nach kurzer Zeit diesen Gedanken nicht mehr widmet und es auch in der ganzen Zeit nicht getan hat, spricht dagegen absolut für sich und bedarf durchaus eines Kommentars. Denn das ist feige, falsch und zeigt ziemlich viel über diesen Menschen. Unteranderem, was jemals echt war und was nicht, wieviel Lüge auch hier drin steckte.

Die andere Ebene: Ob ich mich diesen Gedanken widme und wie lange, geht, gelinde gesagt, jedermann, einen Scheissdreck an. Das man sich darüber Gedanken macht und dies sogar anprangert, spricht ebenfalls für sich 🙂

Dennoch: Danke für den Denkanstoss und alles Gute.