Gedanken #25 – Theorien, Gedanken, Geschichten2 Min. Lesezeit (ca.)

Kennt ihr das? Ihr seht einen Text, ein Video, ein Bild, ein Like in Eurem “Freundeskreis” und denkt Euch “Huch … kenn ich” oder “Oh, mein Gott … ernsthaft”, oder “Spannend, da zieht die Nummer noch”?

Kommt bei mir häufiger vor und es ist wirklich spannend, wenn so etwas passiert. Keine Ahnung ob Ihr das auch macht, aber ich schaue mir solche Sachen tatsächlich genauer an und versuche zu interpretieren.

Manchmal ist es seltsam, wenn es bereits in der Interpretation recht klar ist, was der Hintergrund und die Verbindung an und um solche “Updates” sind. Man – logischerweise – nicht weiß, aber einfach eine Theorie hat.

Wirklich witzig und spannend wird es dann, wenn solche Texte, Videos oder Bilder nach kurzer Zeit wieder verschwinden und genau das Deine Idee, die Theorie stärkt, vielleicht untermauert. Die schönsten Geschichten schreibt halt wirklich das Leben, die Spannendsten sind die kleinen, geheimnisvollen Geschichten. Die, die erst nach und nach die ganze Wahrheit zeigen und ans Licht bringen. Wie in einem guten Roman halt.

Spannend und manchmal witzig ist es dann, dass man die weitere Entwicklung der Geschichte gar nicht abwarten kann und sich Gedanken darum macht, wie es wohl ausgehen wird und wer dieses Mal als der Dumme aus der Sache heraus gehen wird. Wer der Leidtragende sein wird. Wie sich der/die/das Schuldige wohl dieses mal aus der Nummer reden wird. Ihr könnt den Scherbenhaufen schon sehen, was es hinterlassen wird – aber die Protagonisten … fixiert. Da ist es wieder. Das Ego.

Wie treffsicher seid ihr bei solchen “Theorien”?

Bei mir geht das ganz gut. In manchen Sachen liege ich natürlich vollkommen daneben, in vielen treffe ich schnell ins Schwarze. Was die Interpretation von Dingen und Sachen angeht, lag ich in der Vergangenheit bei manchen Personen bei einer Trefferquote von annähernd 100%. “Unterstellungen” trafen ein, Theorien wurden untermauert, Lügen kamen ans Licht, Orientierungen wurden klar und offen gezeigt und bestätigt. Auf manche Dinge würde ich ohne Zögern Wetten abschließen und die Vergangenheit war mir bei manchen Personen ein wirklich ausgezeichneter Lehrer.

Eine Redensart sagt: “Wo Rauch ist, ist auch Feuer”. Spannend zu beobachten, wo das Feuer gerade brennt.

 

Gedanken #24 – and the Oscar goes to …37 sec Lesezeit (ca.)

Vor einiger Zeit bekam ich mal einen “Oscar” – eine goldene Figur als Zeichen der Anerkennung für meine Moderation beim Kneipenquiz. Über die Figur habe ich mich damals sehr gefreut, doch schon bald darauf bekam es für mich einen faden Beigeschmack. Die Verbindung der Person, die so vieles durch ihre Selbstsucht, Kompromisslosigkeit, Kälte, Lügen und Ignoranz kaputt gemacht hat, zu dem, was diese Figur danach für mich verkörperte war so groß, dass ich auch diesen “Oscar” nicht weiter ansehen konnte ohne mich zu erinnern.

Passenderweise habe ich sie dieser Person zurückgegeben. Das Schild darauf hätte ich damals ändern sollen. Einen besseren Preisträger für selbstsüchtige, verlogene und scheinheilige Schauspielerei werde ich in meinem Leben wohl nicht mehr finden. Würdig. Und wie sich anhaltend zeigt, definitiv ein Kandidat für weitere Ehrungen in der Kategorie.

Fünf Chöre – und ein bisschen Thorsten3 Min. Lesezeit (ca.)

Eine Chor-Veranstaltung moderieren? Ich? Na gut, moderieren kann ich ein bisschen und für einen guten Zweck bin ich immer zu haben. Aber Chöre? Die einzige Erfahrung mit Menschenansammlungen die “singen”, sind bislang auf Fanblöcke und Zuschauer bei Konzerten reduziert… Egal.

Als Andreas Lehnert mich vor einigen Wochen angerufen hat und fragte, ob ich das Event “5 Chöre Open-Air: Luftige Musik und himmlische Texte” im Rahmen der Landesgartenschau Bad Lippspringe moderieren würde, sagte ich sofort und ohne Zögern am Telefon zu.

Andreas erzählte von den fünf Chören, die unter seiner Leitung singen und einen bunt gemischten Nachmittag zusammen mit Lesungen von Texten gestalten wollen. Das allein klang für mich schon spannend und prima. Dazu kam, dass die Texte von Vertretern unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften gelesen werden. Glaubensgemeinschaften, die zusammen den Glaubensgarten auf der LGS (Landesgartenschau) Bad Lippspringe gestaltet und gelebt haben. Eine interreligöse Begegnungsstätte. Cooles Projekt und selbst für mich, der hier und da definitiv kirchenkritisch ist, spannend und etwas besonderes.

Gestern, am 01.10.2017, war es also soweit. Auf der Adlerwiese auf dem Gelände der Landesgartenschau. Bestes Wetter, an einem Sonntag, mit dem Programm … keine Frage, der Zuschauerbereich vor der Bühne war voll. Unglaublich gut gefüllt und ich ehrlicherweise habe ich keine Ahnung, wie viele Menschen dort im Publikum saßen. Wenn ich tippen müsste, eher 700 als 500. Vielleicht sogar ein paar mehr.

Die Chöre, die auftraten waren bestens motiviert und die “Einheizer” von Kahda Kidole – den Trommlern mit den vielen Fingern eröffneten die Show um kurz vor 16.00 Uhr. Dann kamen die Chöre. Den Auftakt bildete der PoGo-Chor Schlangen (Pop & Gospel-Chor … nicht zu verwechseln mit dem “Tanz”-Stil Pogo 🙂 ) mit drei Liedern. “Come, let us sing”, “This train” und “Total praise” – puh, was für ein Start. Wirklich tolle Sache und man merkte sofort, dass der Spaß von Bühne auch im Publikum ankam. Respekt.

Im Programm ging es weiter mit Lesungen. Die “himmlischen Texte” waren als Brücke zwischen den Chören gedacht: Ein Chor -> drei Lieder -> ein/zwei Lesungen von unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften -> nächster Chor. So passierte es dann auch.

Das Programm:
PoGo Chor Schlangen
– Lesung der Schura (Rat der Muslime, Paderborn)
– Lesung der Buddhistischen Sangha
Lady Dur Schloss Holte – Stukenbrock
– Lesung Jüdische Kultusgemeinde
Ökumenischer Chor Bad Lippspringe / Schlangen
– Lesung Syrisch-Orthodoxe Kirche
– Lesung Römisch-Katholische Kirche
Pop & GospelKids Schlangen
– Lesung Sikh-Gemeinde
– Lesung Evangelische Kirche
Heart-Chor Rolfzen
– Lesung Neuapostolische Kirche
– Lesung Bahá´í – Gemeinde
– Großes Finale

Im Laufe des Programms sangen die Chöre Lieder von A – Z. Dabei waren unter anderem Astronaut, 80 Millionen, Wunder geschehen, Zauber der Musik, Lass die Sonne in Dein Herz, Super Trouper, Hit the Road Jack, Fight Song und einige mehr… und natürlich ein wirklich großes Finale. In dem Finale sangen alle Chöre zusammen vier Lieder, die sie vorher bislang nur alleine gesungen hatten. Rund 200 Sänger und Sängerinnen standen da zusammen auf und vor der Bühne und lieferten ab.

Wirklich toll, was die Chöre da auf die Beine gestellt haben. Mir persönlich haben alle gefallen und dem Applaus des Publikums zu urteilen, ging es diesem nicht anders. Tolles Programme und eine wirklich gute Idee.

Bravo, Andreas. Bravo, Band (die alles musikalisch begleitete). Bravo, Chöre. Bravo, Glaubensgarten (damit meine ich alle). Es hat Spaß gemacht, Eure Veranstaltung ein bisschen mit meiner Stimme zu begleiten. Danke, dass ich dabei sein durfte.

Abenteuer Kur #3 – die Papiere sind da1 Min. Lesezeit (ca.)

Tja, dann kann es wohl bald los gehen. Wird auch wirklich Zeit, denn trotz, dass sich die größte Verarschungsnummer meines Lebens nun zum ersten Mal jährt, hänge ich nach wie vor ziemlich in den Seilen und komme mit so einer verlogenen Nummer weiterhin nicht klar. Medikamente und Therapie schön und gut, aber der Alltag ist schlicht fies. Ich verstehe es selbst nicht, dass mir das trotz der ganzen mittlerweile bekannten Fakten und Nummern noch nahe geht.

Die Papiere für die Kur sind da. Auch hier erneut sehr deutlich zu sehen, wer als Patient und wer als Begleitperson fährt. Jemand wollte mir da mal was anderes weismachen – eine von mittlerweile unzählig widerlegten “Wahrheiten”. Was soll´s. Muss der Mensch mit klarkommen. (Wie man das schafft und dabei immer noch scheinheilig durch die Gegend läuft und das Märchen ausweitet, bleibt mir ein Rätsel). Letztlich clever, der Plan hat funktioniert. Ich habe da weiterhin dran zu knabbern.

In meinem Fragebogen muss ich viele Dinge zu mir angeben. Neben klaren medizinischen Daten (ob ich Medikamente nehme, welche, in welcher Dosierung, bekannte Allergien etc.) auch und natürlich die Antworten auf die Frage “Welche der folgenden Erkrankungen oder Beeinträchtigungen stehen für Sie im Vordergrund der Maßnahme?”. In der Reihenfolge der Wichtigkeit bei mir: Depressionen/ depressive Verstimmung – Stressbelastung und Ängste.

So schaut es aus. Vielen Dank.

Der Fragebogen ist lang und ich bin noch nicht ganz durch mit der Beantwortung, aber ein wenig Zeit habe ich auch noch.

Es geht übrigens in die Berge. Das Finden einer “Vater-Kind”-Maßnahme ist daneben ebenfalls nicht soooo einfach. Die meisten Einrichtungen sind auf “Mutter-Kind” eingestellt, manche bieten “Vater-Kind” nur zu bestimmten Zeiten im Jahr an und sogar auf diesen Starttermin musste ich monatelang warten (ich habe den ersten genommen und das Ziel war mir egal ).

Hautsache ist, es bringt was – aber da bei anderen so eine Maßnahme ja schon so was wie einen Gehirnwäsche-Effekt hatte, bin ich da zuversichtlich.

Star Trek – da war mal was2 Min. Lesezeit (ca.)

Ich bin mir nicht sicher, wann ich das erste Mal etwas von Star Trek gesehen habe, aber es war definitiv eine Folge der Original Serie Enterprise. Captain Kirk, Spock, Scotty und Co. haben mich dabei nicht von Anfang an in ihren Bann gezogen – erst viel später, als “The Next Generation” mit Captain Picard auf der Brücke der NCC 1701 tätig waren, fing ich an, das Star Trek Universum zu mögen.

Langsam und Stück für Stück sah ich so ziemlich alles, was das Star Trek zu bieten hatte. Die Filme, die Serien (jupp, alle und jede Folge) und manches davon im Laufe der Jahre auch doppelt.

Die beste Folge für mich war dabei eine Doppelfolge – “Gestern, heute, morgen” (Originaltitel: All Good Things) aus der Raumschiff Enterprise – das nächste Jahrhundert Serie. Den besten Film – ich glaube der aktuell vorletzte “Star Trek: Into Darkness”.

Ein Fan? Nein. Ich war nie wirklicher “Fan”. Das Wort hat für mich mittlerweile auch einen faden Beigeschmack bekommen, wenn auch aus einem anderen Kontext heraus. Da hat jemand wirklich ganze Arbeit geleistet (Gratuliere).

Ich mag manche Sachen aus Star Trek und schaue mir einiges dazu gerne dazu an. So auch die neue Serie “Star Trek: Discovery”, die jetzt neu auf Netflix läuft, oder letztens die Dokumentation “For the love of Spock”. Übrigens eine sehr liebevolle Dokumentation über den Spock-Darsteller Leonard Nimoy.

Nein, ich bin kein “Fan”, aber ein paar nicht ganz so alltägliche Begegnungen mit Star Trek hatte ich dennoch.

Zum Beispiel habe ich mal ein paar Minuten mit William Shatner aka Captain James T. Kirk zusammen auf einem Schiff geplaudert, Cocktails getrunken (ich zumindest) und über die Sternenflotte gefachsimpelt. Echt. Damals (1997) habe ich nebenbei für AOL als Scout im Spieleforum und ein paar andere Spieleforen im Internet und auf AOL geschrieben und Spiele getestet. Auf Einladung des Spiele-Herstellers bzw. deutschen Vertriebs bin ich damals nach Köln gefahren und durfte an der Deutschland-Premiere/Presse-Veröffentlichung des PC-Spiels “Star Trek: Starfleet Academy” teilnehmen. Dazu hatte man eines der Rhein-Schiffe gemietet, mit Star Trek Kulissen umgebaut, Personal mit Uniformen eingekleidet und vieles mehr. Star Trek Feeling halt – und als Stargast präsentierte William Shatner das Spiel direkt vor Ort und stand als Gesprächspartner zur Verfügung. Bei typisch bunten Star Trek Cocktails ließ ich die Gelegenheit nicht ungenutzt und was soll ich sagen? Nett war´s.

Viele Jahre später gab es einen weiteren netten Star Trek Moment für mich – eine frühmorgendliche Premiere des (damals) neuen Films. Auf Einladung (und nötigem Kaffee) sah ich den Film “Star Trek: Into Darkness” morgens um 06.30 Uhr in einem Kino in Berlin. Ich war eh da (wegen der re:publica 2013) und am Abend vorher lud mich Thomas zu der Early Bird Twitter Preview ein. Ein weiterer cooler Moment und eine weitere Geschichte wert.

Mal schauen, was das Star Trek Universum noch so zu bieten hat. Im Moment jedenfalls freue ich mich, dass es mit der neuen Serie weiter geht. Immerhin freuen sich bereits Generationen, vielleicht geht es ja noch ein paar Generationen so weiter.