Ein Jahr später und doch nicht weiter3 Min. Lesezeit (ca.)

In vielerlei Hinsicht bin ich nicht einen Schritt weiter als vor einem Jahr. Mich beschäftigt diese Sache mit Mensch X immer noch. Viel mehr, als es nach allem was passiert ist, eigentlich sollte. Während sich jeden Tag auf ein Neues bestätigt, was ich schon immer sagte – die Fixierung auf diesen albernen Fußball-Scheiss zum Beispiel – nagt es weiter an mir. Die nächsten Wochen zeigen diese Fixierung auch weiter und so versuche ich bereits jetzt, mich nicht noch weiter davon runter ziehen zu lassen, dass Mensch X das alles – diese angebliche Liebe ihres Lebens – unter anderem wegen so einer albernen Fanclub-Scheisse – so kaputt gemacht hat.

In den nächsten Wochen wird es also wieder das ein oder andere geben, wo Mensch X sich nicht nur diesem achso wichtigen Thema widmen wird – auch wird es sicher wieder den ein oder anderen Beitrag, das ein oder andere Foto geben – schon allein, um hier wieder mal ein Zeichen zu setzen. Denn eigentlich mag Mensch X keine Fotos – außer man kann damit ärgern und provozieren. Da spannt man auch schon mal ganz gerne andere vor den Karren (und die sind auch noch so naiv und machen es mit). Auch das hat die Vergangenheit gezeigt.

Ja, eigentlich sollte mir auch das am Arsch vorbei gehen – zeigt es doch neben all der verlogenen Egomanie sehr deutlich welch Charakter hier steckt und das in der Tat alles was vorher war, lediglich eine Lüge war. Eiskalt geht hier das Thema weiter und genauso geht man über die Leichen. Hauptsache die Raute. Hauptsache HalliGalli. Hoch-die-Hände-Wochenende. Was muss das ein Leben sein.

Um diesen ganzen – ohne Zweifel kommenden – Dingen zumindest ein wenig aus dem Weg zu gehen, werde ich also besser wegfahren. Das eine Wochenende arbeiten und wenn die große Party ansteht (und auf jeden Fall wieder etwas von dieser Seite aus zu erwarten ist – ich denke mal, man führt den Neuen dann offiziell ein ) verdrücke ich mich direkt in den Urlaub. Denn in der Tat ist das aktuell noch meine größte Baustelle: Diese letzte große Lüge fallen zu sehen wird am meisten schmerzen – und das weiß man genau. Aber hey, wer nach dem Motto “Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern” lebt – welche Moral und Skrupel wäre von so einem denn auch wirklich zu erwarten?

Ich für meinen Teil habe immer noch irgendwas Gutes gesehen – selbst dieser Teil ist mittlerweile so verschwindend klein geworden, dass ich zu allem eigentlich nur noch eines sagen kann: Ich hätte damals direkt nach Hause gehen sollen – alles andere danach, jede der mittlerweile zahllosen bekannten und belegten Lügen, jede Erniedrigung und jede fiese Aktion wäre an mir vorüber gegangen.

Ob jemals etwas ehrliches an Mensch X war? Ernsthaft, ich habe keine Ahnung. Nach allem was “danach” passiert ist, stelle ich heute alles in Frage. Nach allem, was sich als falsch herausgestellt hat, allem, was sich als Lüge herausgestellt hat und alles, was sich bewahrheitet hat – ich glaube, ich würde ohne Beweis nicht mal mehr den Namen glauben.

Ich bin nicht viel weiter, so nagt diese Thema an mir. Hänge zwischen “Heiland Sack, Du siehst doch jeden Tag was für ein Mensch das ist und was er Dir angetan hat” und “Das kann doch nicht sein, dass man wirklich so ist” – glaube noch immer daran, dass man für alles einen anderen Weg hätte finden können.

Aber so? Ja, so bleibt nach allem tatsächlich etwas wie Verachtung und einen Haufen anderer, die die Auswirkungen dessen mitbekommen.

Weil ein Mensch zu feige ist, sich seinen Taten zu stellen. Weil ein Mensch nur sich sieht.  Hauptsache Ego, Party, Fußball, Fanclub. Dafür über Leichen geht und alles gelebte über Bord wirft.

Ich. Verstehe. Es. Nicht.

Veröffentlicht von

Thorsten

Thorsten. Geboren 1972. Alleinerziehender Vater von zwei Töchtern und hier privat unterwegs. Ich brauche einen Platz für meine Gedanken, meine Beobachtungen, meine Anmerkungen. Dieser ist hier.

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