Gedanken #23 – wegen mir2 Min. Lesezeit (ca.)

Zeit vergeht. Wie im Flug. Oft zumindest. Nur noch ein paar Tage und der Jahrestag der größten Verarschung meines Lebens jährt sich. Aber auch andere Zeit rennt – vor fast einem Monat bin ich nach Schottland aufgebrochen. Zu einer kurzen Reise, die so viel für mich verändert hat. Meinen Blick auf das Land Schottland, auf die Schotten, auf “den Geist” der manchen Orten innewohnt, meinen Traum-“Ruhe-Ort” und vieles, vieles mehr.

Seitdem ich zurück bin, höre ich viel mehr Musik als früher. Verliere mich in Träumen, Erinnerungen und Zukunftsgedanken. Ich, 45 Jahre alt, bin mir nie so sicher über manche Dinge gewesen, wie ich es heute bin.

Wichtigste Erkenntnis: Ich brauche Stabilität – eine Sache, die mir der kurzfristige Wegbegleiter nicht geben konnte. Gut so, denn solche Menschen können keine Beziehung führen – dem nächsten in ihrem Leben drücke ich alle Daumen oder die Einsicht, dass es nichts anderes als Spaß bedeuten kann. Wenn es ernst wird, kneift dieser Mensch sowieso wieder und zieht die Egonummern gnadenlos und ohne Rücksicht auf Verluste durch. Dem Ausspruch, ich sei der Traumpartner gewesen, bemesse ich heute so viel Ehrlichkeit bei, wie der Aussprache die Liebe des Lebens gewesen zu sein – oder noch viel einfacher: Ich glaube diesem Menschen nicht ein einziges Wort der Vergangenheit. Da sich alles als eine große, verlogene und selbstsüchtige Nummer gezeigt hat, gelingt es mir in der Zukunft sicher irgendwann, mit diesem Menschen so abzuschließen, wie er es verdient hat: Eiskalt und mit hoffentlich keiner Erinnerung.

Ich dagegen brauche Stabilität. Loyalität. Ehrlichkeit. Werte, die der temporärer Wegbegleiter nicht kennt und nicht leben kann. Außer dem Fußball gegenüber. Sagt genug aus, oder? Ja, ich hätte auf die ganzen Warnungen hören sollen. Hätte den Stimmen aus der Vergangenheit des Menschen Glauben schenken sollen. Nachher ist man immer schlauer. Das Beste Zitat aus heutiger Zeit dazu, ist sicher “Scheiss auf die Olle”. Passt – hätte ich vor Jahren schon machen sollen, als die Lügen aufkamen und deutlich wurde, dass so ein Kasperscheiss wie Facebook, Fremdturteln, Fußball und Fanclub einen so massiven Stellenwert haben, dass man dafür den Partner verarschen muss.

Wert ist der Mensch eigentlich nicht mal mehr, dass ich mich noch weiter damit beschäftige. Muss ich aber noch ein bisschen.

Wegen mir kann der Mensch aber gerne weiterhin glauben, dass solche Nummern funktionieren. Auch das vor den Karren spannen oder das scheinheilige Getue diverser Anhängsel – wegen mir. ¯\_(ツ)_/¯

Ich für meinen Teil bleibe dabei: wer solche Menschen in jedweder Form unterstützt*, ist keinen Deut besser – bei der Einfachheit mancher, werden gerade diese aber nicht mal das verstehen 😉 Hauptsache man folgt einem Brandmal 😉 Hoch die Hände, alles für den Club 😉 – (irgendwas mit Blinkeherzchen, wichtiger Emoji, (*_*))

*(und mit solchen will und werde ich nichts mehr zu tun haben)

 

 

Veröffentlicht von

Thorsten

Thorsten. Geboren 1972. Alleinerziehender Vater von zwei Töchtern und hier privat unterwegs.Ich brauche einen Platz für meine Gedanken, meine Beobachtungen, meine Anmerkungen. Dieser ist hier.

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