Gedanken #6 – Anbiederei2 Min. Lesezeit (ca.)

ạn·bie·dern
Verb [mit SICH] (jmd. biedert sich (bei jmdm.) an)abwertend
sich auf primitive Art einschmeicheln.

Quelle: Wikipedia

Tja. Machen Menschen und manche so offensichtlich, dass man sich vor Lachen regelmäßig verschluckt 🙂 Beobachtet das mal selbst und schaut, wie sich manche Menschen (gerade in den sozialen Medien) geben. Menschen, von denen ihr wisst, was sie für ´ne Scheisse gebaut haben und krampfhaft versuchen, sich bei anderen Menschen – bevorzugt nicht aus dem eigenen Freundeskreis, sondern gerade bei Menschen die sie früher nicht mochten, die ihnen nicht sonderlich sympathisch waren oder die sie schlicht “doof” fanden, mit Kleinigkeiten einschleimen 🙂 Hier ein Like auf Facebook, da ein Kommentar auf Instagram, da ein geselliges Zusammensein 🙂 Das macht total Spaß, gerade, wenn auch noch sieht, dass diese darauf reinfallen, weil sie sich von der Oberflächlichkeit und der Scheinheiligkeit blenden lassen. Aber warum sollte man sich auch mit dem wahren Menschen dahinter beschäftigen – ist ja schließlich ein gewonnenes Like 🙂 und für die Wahrheit bräuchte man zwei Seiten. Verrückte Welt.

Tja. Menschen. Statt zu Fehlern zu stehen und sie auszugleichen, gerade zu ziehen, verziehen sich diese Art von Menschen gern. Ignorieren altes, berufen sich auf Oberflächlichkeit, suchen lieber “neue Freunde”, statt sich der Kritik alter oder gar ihren Fehlern und Taten zu stellen. Und dann gibt es noch die “Freunde”, denen es egal ist. Lügen jucken nicht. Fassade zählt. Gerade und vor allem in den sozialen Medien. Da werden die tollsten Bildern mit den tollsten Sprüchen verteilt und man weiß: Gottchen, Du hast die größte Scheisse gebaut, also mal nicht mit Farben, die Du nicht hast.

Solche Menschen sind es auch, die sich sich nach niederträchtigem Verhalten bevorzugt als Opfer sehen. Stolz einen “Schnitt” verkünden, stolz auf ihre Entscheidung sind, sich hinstellen und Mitleid einsammeln und dabei “vergessen” die Wahrheit über die von ihnen gebaute und angerichtete Scheisse zu sagen, bis sie Jahre später ans Licht kommt. Kann man schon mal machen.

Ja. Manche sind sich für sowas dennoch nicht zu schade, wiederholen solch perverse Spielereien und glauben, sie kommen immer wieder mit sowas durch. Eine Masche, die man durchaus bis hin zum Meisterstück perfektionieren kann. Noch ein Stück widerlicher, noch ignoranter, noch grausamer. Und warum? Das ist die große Frage. Das warum erschließt sich wohl nur solchen Personen selbst. Sind die Menschen so? Offensichtlich.

Egal. Sie biedern sich weiter an und die anderen fallen weiter darauf rein. Ein lustiges Bild und noch lustiger, wenn man weiß, dass der Fall auf die Nase vorprogrammiert ist. Das die Blase einer Scheinheiligkeit nie für immer aufrechterhalten bleibt und die Fassade bereits beim Kratzen daran bröckelt. Der Moment, in dem der Fall auf die Nase kommt, ist sicher unangenehm. Aber für die, die es die ganze Zeit wussten, ein vielleicht sehr lustiger Moment.

Wie oft man das gleiche Muster wohl noch wiederholt? Wer fällt als nächstes darauf rein? Welches scheinheiliges Bildchen findet als nächstes seinen Weg? Wer fällt auf den nächsten Anbiederung-Versuch rein? Egal. Alles davon wird passieren – mit wem, wann, wo, wie … wir werden sehen 🙂

Ich lache, und ehrlich, es tut gut 🙂

Veröffentlicht von

Thorsten

Thorsten. Geboren 1972. Alleinerziehender Vater von zwei Töchtern und hier privat unterwegs.Ich brauche einen Platz für meine Gedanken, meine Beobachtungen, meine Anmerkungen. Dieser ist hier.

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