Gedanken #7 – ein neuer Weg2 Min. Lesezeit (ca.)

48 Jahre! Mal wieder eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen kann. 48 Jahre waren die beiden zusammen, bevor der Tod sie trennte. Während dieser ganzen Zeit gab es sicher Höhen und Tiefen, aber sie haben sie gemeinsam gemeistert. Nicht, wie in unserer Wegwerf-Gesellschaft so oft üblich, direkt bei ernsteren Zeiten auseinander gerannt. Nicht gleich getürmt, weil man seinen Willen nicht durchbekommen hat und seinen Egoismus hätte mit Kompromissen auf Augenhöhe hätte ausrichten müssen. 48 Jahre. Bravo! So macht man das.

Menschen die eine Beziehung an die Wand nageln, weil sie mit ihrem Willen nicht durchbekommen, auch mal verzichten müssen oder gar das Gemeinsame auf eine andere Priorität hieven müssten als Fußball, Feiern, Facebook und andere total wichtige Sachen, haben einen massiven Schaden und sind definitiv Beziehungsunfähig. Um das zu erkennen braucht man nicht mal Psychologie studiert haben, aber – gerade weil diese Menschen das nicht so sehen, sondern sich bei Kompromissen auch noch als das Opfer sehen, sich verbiegen zu müssen wenn sie so etwas tun würden, sind es eben auch wirklich kranke Menschen. Am ehesten Soziopathen.

Klar kann man jetzt hingehen und sie dafür auch noch bemitleiden, sich schützend vor sie stellen und den, der das genau eben nicht tut und sich über so ein beschissenes Verhalten auch noch aufregt, den Tabubruch begeht das auch noch anzuprangern, zu dem Arsch abstempeln. Kann man und macht man. Wegen mir. Auch da sieht man, wer aus welchem Holz geschnitzt ist.

Sei es drum. Manche Menschen sind einfach so scheisse und können ihr tatsächliches Ego und ihre wahre Natur nur einige Zeit verschleiern. Das ist so bitter wie es ist. Während ich in der Vergangenheit versuchte einen Weg zu finden, der eben nicht nur aus Schwarz und Weiß, An oder Aus, Ja oder Nein bestand und dabei sogar noch lange Zeit versuchte, diesen Weg dahin gehend zu finden, dass man sich dennoch so gescheit begegnen könnte, ohne verschämt auf den Boden blicken zu müssen ist das nun auch vorbei. Wie mein Therapeut so schön sagt: Es ist völlig ok, manche Menschen auch einfach für den Rest des Lebens als vollkommen überflüssig zu betrachten und ihnen die Pest an den Hals zu wünschen. Gerade, wenn diese sich auf so erbärmliche Art offenbart haben.

Ein neuer Weg und definitiv einen Versuch wert. Dann versuchen wir den halt mal.

Veröffentlicht von

Thorsten

Thorsten. Geboren 1972. Alleinerziehender Vater von zwei Töchtern und hier privat unterwegs.Ich brauche einen Platz für meine Gedanken, meine Beobachtungen, meine Anmerkungen. Dieser ist hier.

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