Tattoo – ein ewiger Wegweiser1 Min. Lesezeit (ca.)

Braucht man ein Tattoo? Nein, sicher nicht. In all den Jahren die ich nun auf dem Buckel habe, fand ich diverse Tattoos immer mal schön. Einige wirklich richtig gut. Einen Teil davon davon habe ich geliebt.

Doch hinter Tattoos steht für den Träger oft noch mehr, als das Zeichen an sich zu erkennen gibt. Bei manchen kommt man erst viel später hinter die ganze Wahrheit und wie sehr der Träger zu diesem “Brandzeichen” steht, was es für sein Leben und die Menschen in seinem Leben bedeutet. Bei manchen ist es Symbol für krankhafte Fixierungen, ein klares Zeichen für Prioritäten in seinem Leben, schlichter Körperschmuck oder auch nur ein Symbol für irgendwas. Sei es drum, soll sich jeder seine Haut so verzieren (oder verschandeln) lassen, wie er/sie will.

Ich habe mich auch bemalen lassen. Eine Kombination aus Elementen mit einem eingebundenen Vegvísir. Deutlich und immer vor Augen wird es mir den Weg weisen, mich daran erinnern, wie sehr ich mich verlaufen, wie sehr ich (dämlicherweise) vertraut und auf das verlassen habe, das versprochen wurde. Und daran, dass das alles schlussendlich gebrochen und verraten wurde. Alles.

Leider nutzen da auch scheinheilige Bilder und Texte von der Hoffnung auf sich wieder öffnende Türen nichts. Verrat und Wortbruch bleibt es. Den Arsch müsste man selber hoch bekommen und den Schritt gehen. Aber solchen Menschen fehlt es wohl an vielem.

Ich verlaufe mich nicht mehr.

Vielleicht hilft das Vegvisir. Ein Wegweiser. Ein Kompass. Eine Erinnerung.

Veröffentlicht von

Thorsten

Thorsten. Geboren 1972. Alleinerziehender Vater von zwei Töchtern und hier privat unterwegs. Ich brauche einen Platz für meine Gedanken, meine Beobachtungen, meine Anmerkungen. Dieser ist hier.

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