In einem Artikel vom 15. August 2025 widmete sich das Westfalen-Blatt unter der Überschrift “Kohlstädter haben viele Wünsche” der Kommunalwahl in der Gemeinde Schlangen und speziell den beiden Wahlkreisen 9 und 10. 

In dem Artikel geht es um Glasfaserausbau (nachvollziehbar), öffentlichen Personennahverkehr etc.. Selbstverständlich. Auch potentieller Bürokratieabbau (auch wenn man da im Kommunalpolitischen meist weniger ändern kann) wird angesprochen. Vertretbare Wünsche und Sorgen.

Aber: Es geht im Artikel auch um den Schützenverein. Der von der Zeitung offen auf die AfD-Kandidatur eines Kohlstädters angesprochen wurde. Ein Ex-Schützenkönig. Kein Thema für den Schützenverein. Anders, als in vielen anderen Schützenvereinen.

Meine Meinung:

Ich habe es nicht mehr so mit Schützenvereinen. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, wie z.B. das alberne Gehabe diverser Unionspolitiker wie Christian Haase rund um ein Bleiverbot in der Munition, oder die in vielen Vereinen nach wie vor praktizierte patriarchische Ungleichbehandlung von Frauen.

Was mir hier allerdings noch mal einen draufsetzt, ist die Verteidigung von AfD-Politikern in den eigenen Reihen mit den Worten „Wir brauchen alle, die etwas für unseren Verein tun können“.

OK. Der Schützenverein Kohlstädt ist kein christlich orientierter Schützenverein. Daher ist eine Berufung auf christliche Werte hier sicher überflüssig. Der Schützenverein ist auch kein Mitglied im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. (BHDS) – die haben für sich und ihre 1300 Bruderschaftsmitglieder schon vor Jahren ein Positionspapier zur Unvereinbarkeit der christlichen Werte der Mitglieder in einer dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. (BHDS) angehörigen Bruderschaft mit der Mitgliedschaft in der Partei Alternative für Deutschland (AfD) veröffentlicht.

Mmh? Und der Schützenverein Kohlstädt sieht kein Problem mit Mitgliedern gesichert rechtsextremer Parteien? Diese Art von Ignoranz war vor vielen Jahren ausschlaggebend für die schlimmsten Jahre der Geschichte.

Wer mit Faschos maschiert, säuft und feiert, toleriert deren Wertvorstellungen.

Ein dreifaches Horrido. Da wirkt der Stechschritt am Schützenfest-Sonntag doch gleich doppelt.

Zum Artikel im Westfalen-Blatt (hinter Bezahlschranke) vom 15.08.2025: https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-lippe/schlangen/wuensche-kommunalpolitik-dorfentwicklung-kohlstaedt-3370822

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