Schottland – Wildromantisch und mystisch (Rezension)4 Min. Lesezeit (ca.)

Irgendwann geht es wieder: Reisen. So lange es nicht geht, stehen Träumereien, Planungen oder Erinnerungen auf dem Plan. Genau zu diesen Punkten spukt es bei mir im Kopf rund um Schottland herum. Passend dazu ist der neue ADAC Reiseführer “Schottland – Wildromantisch und mystisch” von Wilfried Klöpping und Annette Kossow erschienen.

Einen der beiden Autoren, Wilfried Klöpping, manchen von Euch aus meinen Beiträgen hier bereits als “Der Schottlandberater” bekannt, kenne und schätze ich seit vielen Jahren als “Meinen” Ansprechpartner in Sachen Schottland. Ihm vertraue ich blind in allen Fragen rund um mein Sehnsuchtsland und daher war für mich auch klar, dass ich diesen neuen Reiseführer lesen und in meinem Regal stehen haben muss – und nach dem Lesen hat sich genau das bewahrheitet.

Ein paar Fakten zum ADAC-Reiseführer “Schottland – Wildromatisch und mystisch”

Das Format ist recht praktisch an DIN lang angelehnt, im Hochformat gedruckt und mit einem folienkaschiertem Klapp-Umschlag ausgestattet. Die 144 Seiten + Umschlag sind vielfarbig gehalten, strukturiert aufgebaut, gut lesbar und mit Bildern und Infoboxen aufgelockert. Zahlen und Hinweiselemente führen zu gesonderten Informationen, Top-Tipps, Empfehlungen oder verweisen auf Geo-Informationen auf den Übersichts- und Lagekarten.

Der Inhalt von “Schottland – Wildromantisch und mystisch”

Neben grundsätzlichen Informationen, Impressionen, einem Überblick und einem umfangreichen Service-Teil (weiter unten mehr dazu) strukturiert sich der Reiseführer nach folgenden Inhalten:

  • Die Lowlands im Süden
  • Glasgow, Edinburgh, Stirling und Fife
  • Die Highlands im Osten
  • Die Highlands im Westen und die Inneren Hebriden
  • Die Central Highlands und der hohe Norden
  • Die Äußeren Hebriden, Orkney und Shetland

In jedem dieser Kapitel sind einzelne Orte aufgegriffen und beschrieben. Mit knackigen Informationen zu Tourismus-Informationen Stadtinformationen inklusive Öffnungszeiten und Co, Spartipps und Empfehlungen zu Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen sind die Grundinformationen vorhanden. Ergänzende Infos und Insider-Tipps zu Restaurants, Events, Kneipen, Bars, Clubs, Aussichtspunkten und Hintergrundinformationen – hier “im Blickpunkt” genannt – sind interessant gehalten und abwechslungsreich.

Ein Blick in den Aufbau des Reiseführers “Schottland – Wildromantisch und mystisch”

Besonders ansprechend finde ich die Zusammenstellung unter “Das will ich erleben” – eine kleine Sammlung von Empfehlungen zu Themen wie Schottische Festen, Museen von Antik bis Avantgarde, Postkartenmotive, Burgen und Schlössen oder kulinarische Genüsse und vielem mehr.

Der Servicebereich dreht sich dagegen um alles in Schottland in komprimierter Form. Von Fährverbindungen, Straßenverkehr, Fluganbindung, über Verkehrsvorschriften, Verkehrsschilder, Währung, Konsulate, Tanken und Notfall-Nummern bis hin zu Umgangsformen, Steckdosen und Trinkgeld werden die wichtigsten Themen kurz und knapp erläutert.

Mein Fazit:

Der Reiseführer gehört in jeden Rucksack, in jede Reisetasche und vor allem in jede Hand bevor es auf die Reise geht. Sowohl zur Planung von Touren geeignet, aber auch zur schnellen Information auf der Reise ist das kleine Büchlein ein wertvoller Begleiter. Auch für Menschen, die Schottland bereits kennen und lieben.

Gerade die kurzen, knackigen Zusatzinformationen zu Geschichte oder Nationalen Persönlichkeiten finde ich interessant. Die Serviceorientierung und der Fokus auf die schnelle Basisinformation ist ein echter Pluspunkt für mich.

Im Buchhandel erhältlich

Der ADAC-Reiseführer “Schottland – Wildromatisch und mystisch” ist im Buchhandel erhältlich – wie z.B. hier bei Amazon ISBN: 978-3-95689-779-5
Preis: 9,99 Euro.

Hinweis/Disclaimer

Auch wenn es sich wie Werbung liest, es ist eine Rezension und spiegelt meine persönliche Meinung wieder. Ich habe das Buch selbst gekauft, wurde nicht dafür bezahlt und und meine Meinung ist nicht durch wirtschaftliche Interessen beeinflusst.

Die Verweise auf Amazon sind sogenannte Affiliate Links – d.h. von einem möglichen Kauf bekomme ich einen minimalen Anteil, den Preis/Deinen Preis beeinflusst das allerdings nicht.

Neues Normal?3 Min. Lesezeit (ca.)

Die meisten Teile meiner Arbeit drehen sich um digitale Kommunikation und man könnte meinen, dass das Digitale hier auch vor allem digital stattgefunden hat. Nein, vor Corona hat ein ziemlich großer Teil meines Tages nicht im “Digitalen” stattgefunden, sondern im Angesicht von Mensch zu Mensch. Das ist jetzt anders. Bleibt das so? Ist es das “Neue Normal” oder nur eine temporäre Sicht auf die Dinge?

Vor März 2020 bestimmten Seminare in Hotels, Schulungen in Akademien, Termine in Unternehmen, Flüge durch Europa und lange Autofahrten meinen Arbeitsalltag. Natürlich ergänzt durch viel Büroarbeit und Arbeit im Stillen, am Telefon oder, zum Teil, auch in Videokonferenzen und Co..

Mit der Pandemie hat sich vieles davon erledigt. Fast alles. Während ich in dem Jahr vor 03/2020 unzählige Kilometer auf meinen Autotacho gefahren habe, sind seitdem gerade mal rund 6.000 km dazu gekommen, ich bin seitdem nicht mehr geflogen, war nur einmal im Ausland (Sommerurlaub), habe geschäftlich keine Handvoll Nächte im Hotel verbracht und nur zwei mehrtägige Seminare in “Präsenz” abgehalten.

Der Rest war digital. Konferenzen, die im virtuellen Raum abgehalten wurden. Moderationen von Konferenzen, von Gesprächsrunden oder Seminare, Schulungen und Co. die mit Zoom und anderen Anbietern durchgeführt wurden. Aber auch das mussten viele erst lernen.

Direkt am Anfang verfielen einige Unternehmen und Anbieter in eine Art Schockstarre. Termine wurden abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Bei anderen weckte es einen neuen Aktionismus – “Los, wir müssen das mit dem HomeOffice hinbekommen” – war nicht nur einmal der Weckruf und wurde zu einem weiteren Teil meiner Beratungsleistung.

Das “neue Normal” ist also das Digitale. Oder? Videokonferenzen mit Zoom, Microsoft Teams, Google Meet und Co. sind das “neue” Mittel der Wissensvermittlung, der Absprache oder der Team-Koordination. Kollaborative Systeme lassen uns zusammen arbeiten und lassen viele Dinge von “damals” überflüssig erscheinen. Bleibt das?

So viele Unternehmen haben sich früher gegen HomeOffice und Co. gestemmt, selbst einzelne Tage im Monat grundlegend abgelehnt. Als vor ein paar Jahren ein Beitrag mit mir in den lokalen Medien zu dem Thema erschien, wurde ich belächelt und sogar angegangen. Heute ist es “normaler” Alltag.

Seminare, Schulungen, Konferenzen – während es “früher” gar keine Frage dazu gab, werden Menschen, Organisationen, Unternehmen künftig sicher hinterfragen, ob diese in Präsenz stattfinden müssen. Es geht doch auch ohne lange Anreise, Übernachtungskosten etc. – oder?

Bleibt es beim Digitalen? Wird es vielleicht sogar noch mehr durch die immer weiter und verbesserte Anbindung? Durch schnelleres Internet? Durch 5G?

Ich weiß es nicht. Glaube derzeit auch noch nicht wirklich daran. Ich denke, viele Unternehmen werden versuchen zurück zum “alten Normal” zu springen. So viele sprechen von “Wenn das alles vorbei ist” oder “Wenn alles wieder normal ist” oder vom “danach” … wäre es nicht grundsätzlich cleverer davon auszugehen, dass das künftige Normal etwas anderes ist und es schlicht als Weiterentwicklung zu sehen?

Ach, wir werden sehen.

Das war wohl nichts…3 Min. Lesezeit (ca.)

Da ist er, der “harte” Lockdown. Natürlich kann man sagen, dass diese Entscheidung viel zu spät kommt, es unter den bekannten Umständen früher hätte so kommen sollen. Aber: Bringt es was? Nein. Wir müssen jetzt damit umgehen und wir sollten es auch einfach.

Ganz nüchtern betrachtet hat die politische Führung an den gesunden Menschenverstand appelliert und damit auf das schwächste Glied in der Kette gesetzt. Was wir davon haben sind die höchsten Infektionszahlen seit Bekanntwerden der Pandemie, ständig steigende Todeszahlen und nun auch noch hektischen Aktionismus.

Der “gesunde Menschenverstand” auf den die Regierund vertraute hat versagt. Bei zu vielen zumindest. Statt sich der logischen Maßnahmen und Empfehlungen zu Kontaktbeschränkungen anzupassen, versuchten viele ein “Schlupfloch” zu finden, weil sie sich in irgendetwas eingeschränkt fühlen.

Ganz am Anfang waren es die, die einfach nur 999 Menschen in die Party-Location lassen wollten, weil die Obergrenze ja bei 1000 lag, danach Aussagen wie “Wenn wir öffentlich nicht feiern dürfen, dann feiern wir halt privat” – “Wenn Gastronomien geschlossen bleiben müssen, dann schauen wir Fußball halt im Vereinsheim”…

Finde den Fehler. Viele denken offensichtlich nur von 12 bis Mittag, nicht weiter als der eigene Hintern reicht und verstehen nicht, dass “die Politik” diese Maßnahmen einfach ergreifen muss – weil zu viele Dummbeutel sich zu fein sind, ne Maske zu tragen, Kontakt zu vermeiden und mit dem Arsch zu Hause bleiben um diesen ganzen Spuk zu beenden.

Es geht nicht darum, irgendjemanden zu bestrafen, sein Geschäft kaputt zu machen oder das Feiern zu verbieten. Es geht darum, dass so unfassbar viele nicht kapieren, dass das Ding schnell vorbei wäre und Menschenleben gerettet werden, wenn man das Virus nicht weiter trägt. Es geht darum, dass jeder Kontakt dazu beiträgt, das Virus weiter zu verbreiten. Das geht in die vielen Schädel der Meckerköppe, Leugner, Querdenker, Leerdenker, AfDler die auf jeden Kontra-Ross springen um ein paar Stimmen zu bekommen und Vollidioten aber nicht rein.

Natürlich ist es Mist, dass wir dieses Jahr auf Konzerte, Kultur, Parties und Schützenfeste (naja) verzichten mussten, aber wir werden es schlicht viel früher wieder haben, wenn wir diese simplen, kleinen und machbaren Schritte mitmachen.

Ja, unglaublich viele Menschen leiden unter der aktuellen Situation, es geht vielen schlecht. Auch hier in Deutschland. Aber die meisten hier jammern wegen der wirtschaftlichen Situation. In einem der reichsten Länder der Welt, mit einem der besten Sozialsysteme der Welt.

Statt die ganze Zeit über die böse Politik zu lästern – helft anderen die Situation zu meistern. Ihr seht oder lest, dass jemand Probleme hat – helft. Ihr habt was über? Spendet es. Sagt Danke – klatschen reicht nicht.

Definitiv wurden Fehler gemacht – der Größte ist rückblickend sicherlich, auf die Kooperationsgemeinschaft und den gesunden Menschenverstand zu vertrauen. Das hat nicht geklappt.

Also freundet Euch damit an, dass wir noch lange mit dem ganzen Mist zu tun haben werden und je weniger Menschen das kapieren, desto länger wird es dauern.

Drauflos geplaudert #15 – Ich kann es nicht mehr hören – und verstehen erst recht nicht.

Es ist wirklich kein großer Spaß im Moment. Für fast alle nicht.

Ja, wir können es zum Teil auch nicht mehr hören, klar. Ich auch nicht. An allen Ecken und an jeder Stelle, in jedem Gespräch und in fast jeder Nachricht geht es irgendwie um Corona. Covid-19. Die Pandemie.

Die täglichen Meldungen der Zahlen, der Toten und der Ausbreitung treten aber langsam in den Hintergrund. Aktuell sind es weniger die Zahlen, die da draußen den “großen” Wind machen – es sind die Demonstrationen, der Aufstand gegen die Regeln, der Ruf der Freiheit …

Wir fühlen uns zu sicher, glaube ich. Die Zahlen bei uns sind harmloser als in anderen Staaten, aber China, die USA oder Italien, Kinder … wir haben offensichtlich irgendwas gar nicht so schlecht gemacht. Vielleicht sollten wir einfach genau damit weiter machen: Experten vertrauen.

Aber … nope. Jetzt sind auch noch die ganzen Verschwörungsidioten unterwegs … und die Menschen, die den Kram auch noch glauben, unterstützen und brav weiterverbreiten. “Das Problem ist, der Regierung glaubt doch keiner mehr” – schrieb mir ein (EX)-Kontakt, als ich ihn auf den Blödsinn zu seinem Bill-Gates-Blödsinns-Bildchen abgesprochen habe. Ja, einverstanden – musst Du ja auch nicht. Du darfst und sollst ja auch kritisch hinterfragen und Dinge in Abrede stellen – aber kontere sie doch nicht mit so einem absolut haltlosen, widerlegten, hanebüchenem Unsinn den man mit einem Minimum an Menschenverstand als genau eines darstellen kann: als totalen Quatsch.

Widme Dich doch den Fakten. Trau seriösen Medien… oder stell Dir einfach mal die Frage, ob es sehr wahrscheinlich ist, dass 170 Staaten auf der Welt einen Virus mit Hunderttausenden von Toten erfinden und ausgerechnet der Koch, dessen Kochbücher sich nicht mehr ganz so rund verkaufen, den Durchblick für eine Weltumspannende Verschwörung hat. Geht es noch?

Da werden Virologen, Epidemiologen, Ärzte, Wissenschaftler und schlaue Köpfe als Schwachköpfe und Deppen dargestellt, während man irgendwelchen kruden Theorien, die hundertfach belegt und als falsch entlarvt sind, von ´nem Koch oder TV-D-Promis teilt und als einzige Wahrheit ansieht. Das nimmt ja schon fast religiös fanatische Ausmaße an. Einfach nur gruselig. Erschreckend, eigentlich schon fast pervers. Auf jeden Fall aber macht es mir Angst.

Es ist mir egal, ob ihr die Regeln oder die Fakten versteht, akzeptiert oder eben nicht. Es ist mir egal, ob ihr auf die Straße geht und gegen diese Regeln demonstriert. Es ist mir egal, ob ihr Euch entgegen der Regeln trefft, gemeinsam grillt, trinkt, feiert oder was auch immer. Es ist mir egal.

Bis zu einem Punkt: Bis zu dem Punkt, an dem ihr andere mit reinzieht und damit wissentlich verantwortungslos handelt. Wenn ihr Euch trefft – mit Menschen, die keine Symptome haben und die offensichtlich gesund sind… von denen ihr nicht wisst, mit wem sie (und damit auch nicht, ob sie mit dem Virus) in Kontakt waren … und Euch anschließend mit mir oder anderen trefft … oder Eure Mütter besucht.. oder was auch immer… und die Möglichkeit besteht, dass ihr den Virus damit weitergebt … Dann finde ich Euch scheiße. Denn dann habt ihr verantwortungslos gehandelt.

Euch selbst: Natürlich! Es ist unser Recht. Unsere Freiheit. Macht damit was ihr wollt – aber Ihr und keiner von uns hat das Recht über die Gesundheit anderer zu handeln. Also denkt gefälligst nach, bevor ihr andere mit reinzieht.

Ja. Ich freue mich, dass es Lockerungen gibt und auch, dass die Wirtschaft sich hoffentlich ein wenig erholen wird. Ich hoffe darauf, dass nur wenige Existenzen scheitern. Ich hoffe darauf, dass wir alle mit einem blauen Auge davon kommen … aber ich hoffe auch, dass diese ganze Solidarität, die Anfangs bestand, auch irgendwann wieder zurückkommt und wir uns den anderen verantwortungsvoll widmen. Wieder mehr helfen, statt über Regeln zu meckern und die Entscheidungen in Fragen stellen. Wieder die positiven Geschichten teilen und nicht den miesen Rotz der Verschwörungsblase. Wieder Speisenkarten, Lieder, Hilfsangebote und Hilfsgesuche teilen, statt Aufrufe zum Widerstand und zu Menschenaufläufen.

Das Ding ist erst durch, wenn es wirksame Medikamente gibt. Ende der Geschichte.

bleibtaufdistanz #bleibtgesund #helftanderen

Bis bald
Thorsten

Drauflos geplaudert #14 – Zwei Wochen Kontaktsperre und Ausgangsbeschränkungen in NRW

Seit zwei Wochen gilt in NRW das Kontaktverbot und die Einschränkungen zur Eindämmung und Verbreitung der Corona-Krise sind allgegenwärtig. Schränkt mich das ein? Klar – keine Frage, aber für mich persönlich ist es nicht schlimm. Die wichtigsten Sachen können wir erledigen und so fahren wir dann einkaufen, wenn wir müssen, bleiben ansonsten zu Hause. Selbst meine Arbeit habe ich so weit es geht zurück gefahren und sitze im Homeoffice, oft in meinem Büro im Keller, mal auf der sonnigen Terrasse, mal im Wohnzimmer auf der Couch. Geht alles. Bei mir zumindest, auch wenn ein Großteil meiner Arbeit nach der Corona-Zeit nicht mehr so sein wird, wie vorher.

In den vergangenen Wochen hatten wir diverse Konferenzen. Eigentlich sollten diese in Frankfurt, Hamburg und Berlin stattfinden, aber die Veranstalter haben die ganzen Events mit viel Arbeit, guten Ideen und mit der Ausnutzung unserer modernen Arbeitsmöglichkeiten zu Online-Konferenzen umgebaut. In einem Teil der Konferenzen habe ich moderiert, meinen Beitrag als Online-Workshop beigetragen oder einen Vortrag gehalten. Digitale-Events, live gestreamt, zusätzlich aufgezeichnet und mit vielen Vorträgen, Referenten und Workshopleitern Mehrwerte für die Zuschauer geschaffen. Das war sehr spannend, lehrreich und zugleich: völlig normal für diese Zeit. 

Parallel zu solchen Projekten sind andere entstanden. So haben Björn Negelmann – Konferenzleiter diverser von mir begleiteten Konferenzen – und ich eine kleine Talkrunde gestartet. Den #d2mtalk (www.d2m-summit.de). Zu der Gesprächsrunde laden wir uns immer einen Gast ein und sprechen Dienstags Live im Video auf Facebook, Youtube und der Webseite. Zwei Episoden haben wir bereits und am kommenden Dienstag ist die nächste Runde am Start.

Aus dieser Zeit, dieser Krise, da bin ich mir sicher, werden viele Unternehmen, Organisationen und Co. mit vielen neuen Erkenntnissen in Bezug auf das digitale Arbeiten hinausgehen. So werden viele feststellen, dass die bisherige Reise zu diversen Veranstaltungen nicht nötig sind, HomeOffice auch in bisher eher konservativen Umnehmen und Branchen nicht weh tut und man sehr viel flexibler arbeiten kann, als man bislang für möglich gehalten hat.

Aber nicht nur Firmen oder Mitarbeiter haben gerade die Herausforderungen und die Möglichkeit, sich hier völlig neu aufzustellen. Auch Schulen und Vereine sind in der Situation, aber auch Menschen wie Du und ich. 

Gerade bei Schulen sehe ich gerade wieder viele Unterschiede und leider auch, dass sehr sehr viele hier die Digitalisierung schlicht und ergreifend verschlafen haben. Vielfach werden einfach nur Woche für Woche irgendwelche Arbeitspläne online gestellt, andere machen klasse Videos, individuelle Aufgaben, Audioformate, Webinare oder Live-Konferenzen. Dabei mussten sie alle lernen, keine Frage … oder jemanden fragen, der sich damit auskennt. Fakt ist: Nachholbedarf ist da und in vielen Bereichen hat man die Digitalisierung hier definitiv verschlafen oder die Möglichkeiten schlichtweg ignoriert. 

Was wir ebenfalls überdeutlich sehen können ist die Hilfsbereitschaft. In allen Bereichen schießen Hilfsangebote aus dem Nichts ins Internet. Oftmals einfache Listen, welche Geschäfte liefern, Verzeichnisse mit Firmen, die auch während der Krise für die Gemeinschaft da sind und Abhol- und Bringservices anbieten. Daneben gibt es viele Angebote, die Spenden sammeln um den derzeit geschlossenen Geschäften, Restaurants, Bars und Co. eine Überbrückungsmöglichkeit zu geben. 

Beispiele bei uns hier in der Ecke sind z.B. www.schlangenhilft.de oder www.wirvscorona.de. Coole Sachen und gute Initiativen. Ich würde mir wünschen, dass hier ein wenig genauer geschaut wird, ob es tatsächlich ein gescheiter Service für diese Zeit ist, oder ob man sich nur aus Werbegründen listen lässt, hier eher Wahlkampf betrieben wird oder tatsächlich ein wirklicher Mehrwert für die Gemeinschaft in dieser Zeit im Vordergrund steht. Bei diversen Angeboten sehe ich das leider nicht. 

Wir leisten auch weiterhin unseren Beitrag zu diversen Dingen. So unterstütze ich diverse Angebote für lokale Cafés und Restaurants, kaufe bei lokalen Händlern, verschiebe unwichtigere Käufe auf irgendwann, habe Jahreskarten für derzeit geschlossene Tierparks in der Region gekauft um auch diese in der schwierigen Zeit zu unterstützen und diverse andere Dinge mehr. Eben das, was geht und was man derzeit so machen kann. 

Passen wir also weiter auf uns auf … auch damit wir alle in der Zukunft wieder reisen können. Ich glaube das und die fehlende Aussicht darauf fehlt mir gerade am Meisten.

Stay healthy, stay home. 

Bis bald
Thorsten