Ich bewege mich zu wenig. Ich rede mich da gerne mit meiner Art zu arbeiten raus, aber viel mehr ist es auch nicht. Eine Ausrede. Also mal einen anderen Beitrag, während ich in letzter Zeit viel zu viel über Kommunalpolitik schimpfe.

Ja. Ich arbeite viel (andere sagen sehr viel) und das in fast 85 % meiner Zeit aus meinem heimatlichen Büro heraus. Meine Zeit außerhalb des Büros ist seit vielen Jahren reduziert. Kund*innen bestehen in den digitalen Zeiten nicht mehr unbedingt auf Präsenz, Seminare können online oder hybrid stattfinden und meine Arbeit an sich ist noch digitaler geworden. 

Hat viele Vorteile. Geringere Reisezeiten, weniger Stress, effizienterer Arbeitsanteil, besser für die Umwelt. Für mich persönlich kommen noch weniger Fast Food, weniger Kaffee und weniger Hotelübernachtungen dazu. Feine Sache. Ich schlafe wirklich gerne in meinem eigenen Bett. 

Aber: Es hat auch Nachteile. Zum Beispiel: deutlich weniger Bewegung als früher. 

Früher bin ich an normalen Tagen unterwegs gewesen. Stand viel, lief ständig herum, hielt Schulungen und Seminare aktiv und kam im Schnitt auf viel, viel mehr Bewegung. Seit der vorwiegenden Homeoffice-Zeit sitze ich. Etwas zwischen 9 und 13 Stunden am Tag. Klar, kleine Breaks lege ich ein … aber das auch hauptsächlich für Essenspausen. 

Nö. So soll es nicht weitergehen. Das Gewicht stört mich jetzt nicht wirklich, aber als ich letztens – eher aus Zufall – mal wieder auf der Waage stand, dachte ich: Nein, mehr wird es nicht. 

Also los. Und seit 14 Tagen mache ich nun ein paar Sachen anders und siehe da: Tut gar nicht weh und wirkt. 

Weniger kalorienreiche Getränke über Tag und am Abend. Weniger schnelle Snacks. Mehr Salat, Gemüse und weniger Kohlenhydrate am Abend. Zusätzlich mehr Bewegung. 

Das WalkingPad unter meinem höhenverstellbaren Schreibtisch hilft dabei. 

Während ich bislang auch an diversen Tagen unter 1000 Schritten, im Schnitt dann aber bei 1500–2000 landete, soll es jetzt gerne deutlich mehr sein. Das „Mehr“ schaffe ich immer, das „deutlich mehr“ liegt an guten Tagen bei rund 10 000 (mit dem Ziel, dass ich das in einer Routine immer schaffen möchte). Durch einen krankheitsbedingten Ausfall, gab es seit dem Start ein paar Tage ohne nennenswerte Ergebnisse. Egal. So langsam schleicht sich das tägliche Gehen im Büro ein.

Ja, lächerlich wenige, für jemanden, der nicht an den Schreibtisch gefesselt ist – für einen Schreibtischtäter ohne Regelarbeitszeit ein, so denke ich, feines Ergebnis. 

… und damit mir die Motivation nicht flötengeht, erwandere ich den Weg Frodos nach Mordor. 2863km (wenn ich die Quellen richtig gerechnet habe). Von Hobbingen zum Schicksalsberg.

Aktuell bin ich auf dem Weg nach Bree, zum tänzelnden Pony. Keine Frage: Wenn ich den Ring hineinwerfen müsste … wir wären alle verloren. Da war Frodo mit seinen rund sechs Monaten dann doch schon um einiges fleißiger als ich. Aber: Der stand und saß auch nicht am Schreibtisch. 🙂

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