Mit lautem Geknalle ist das Jahr vorüber. Zur Sinnbefreitheit von Feuerwerk lasse ich mich jetzt nicht aus, da kommt vielleicht jeder von allein drauf. Oh … wait … nein. Aber: nicht mein Thema heute.

Nach vorn zu schauen, ohne das Hinterliegende zu betrachten, ist schwierig. In manchen Fällen sicher unnötig, in anderen notwendig. 2025 war (für mich) beruflich ein sehr ordentliches Jahr. Während viele Branchen und auch Kolleg*innen und Agenturen aus meiner beruflichen Ecke weniger positiv zurückblicken, kann ich mich (danke) nicht beklagen. Perspektivisch für das nun laufende Jahr sieht es ebenfalls prima aus, zumindest soweit ich in die ersten Monate schauen kann. Aber: Ausruhen ist nicht. So stehen auch für mich wieder diverse Weiterbildungen an und ich wechsele über das Jahr mehrfach auf die Seite des Lernenden. Ich investiere auch erneut täglich Zeit in das aktive Lernen und werde mir neue Themen erarbeiten, Skills vertiefen und mich neuen Projekten widmen. Freue mich schon sehr darauf.

Zum Jahresabschluss habe ich für uns (privat) eine kleine WebApp gebastelt, die uns diverse Informationen rund um unser Leben hier bereitstellt. Auf einen Blick. Wetter, Pollenflug, Spritpreise der umliegenden Tankstellen, Sennesperrzeiten, Müllabfuhrplan, Apotheken-Notdienste, Einkaufsliste, To-do-Liste, Rezeptdatenbank und Wochenplan, kleine Helfer für Spiele und so was. Mal schauen, wie sich das weiterentwickelt, vielleicht gibt es das auch mal für die Allgemeinheit hier vor Ort. Wir werden sehen. Auch ein Projekt, über und auf das ich mich freue.

Unsere kleine Kneipenquiz-Community darf sich feiern lassen. Gegen Ende des Jahres ist es 20 Jahre her, dass wir das erste Mal gerätselt haben. Sicher. Zwischendurch gab es mal ein paar weniger bespielte Jahre. Kleine freiwillige Pausen und die Vernunftspausen zur Pandemie, aber auch Jahre, in denen wir eine sehr hohe Schlagzahl eingelegt haben. Vielen Dank! Für die erste Hälfte des Jahres sind bereits alle Termine ausgebucht und nur noch die Warteliste für Teams ist offen. Aber: Augen auf. Es wird neue Termine und auch das ein oder andere Special geben 🙂

Wie in diversen vorangegangenen Auflagen, begleite ich auch 2026 das große Schauturnen des VfL Schlangen als Moderator. Für ehrenamtliche Moderationen bin ich (fast) immer zu haben, doch diese ist eine besondere Ehre für mich. Das ganze Event ist toll und das Herzblut aller Teilnehmenden rührt mich jedes Mal aufs Neue. Danke, dass ich erneut dabei sein darf.

Ansonsten gibt es viele Pläne, Ideen und Projekte. Sicher schreibe ich hier darüber. Ich freue mich auch wieder auf viele Konzerte (obwohl mir das bei einer Location schon sehr auf die Motivation geschlagen hat, dass man uns mehrfach abgelaufenes Bier untergejubelt hat), Events, Barcamps und vieles, vieles mehr.

Meine Sorgen

Was meinen Blick in die Welt, ins Land oder den Ort angeht, bin ich ein wenig zerknirscht, und ich teile die Ängste, die Sorgen und Bedenken vieler. Dass Trump sich über das Völkerrecht stellt und unser Kanzler keine klaren Worte dazu findet. Dass man sich mehr und mehr aus der Verantwortung für kommende Generationen nimmt, sich rückwärtsgewandt nur auf Wirtschaft und dem Gefallen davon Profitierender konzentriert … Ja. Das macht mir Angst. Und nein. Nein, nein – egal, was da vor sich geht: Nichts davon rechtfertigt faschistoides Gedankengut oder die Förderung rechtsextremer Parteien. Nichts. Weder national, noch vor Ort.

Die diversen Wahlen 2026 im Land haben dunkle Vorzeichen, und auch wenn ich mich wiederhole: Wie dumm muss die Frage sein, wenn für Wählende die Antwort AfD lautet? Die argumentieren weder für das „kleine Volk“, noch für eine bessere Zeit. Die argumentieren homophob, queerfeindlich, fremdenfeindlich, verfassungsfeindlich und gegen alles, wofür eine weltoffene Gemeinschaft steht. Verfassungsfeindliche Demagogen und Faschisten. By the way: nicht nur in den typischen Regionen, sondern das machen die Leute auch hier vor Ort.

Mein Wohnort (Gemeinde Schlangen) steht auch 2026 vor einigen Herausforderungen. Die Kasse ist leer, die Wirtschaft hat es nicht leicht und strukturell gibt es viele Probleme, wie in vielen anderen Kommunen auch. Es müssen Lösungen her, es muss viel gearbeitet, gespart und neu gedacht werden. Synergien müssen gefunden werden, und ich bin dankbar, dass dies nicht nur aus unserer Gemeinde heraus angegangen wird. Auch wenn ich nicht der große Fan der Handlungen und der Politik des amtierenden Bürgermeisters (und des Rates) bin: Es ist großartig, dass die Wahl nicht zugunsten des Herausforderers ausgegangen ist. Der zeigt sich auch und gerade nach Wahl für jede Vertretung der Allgemeinheit als unwürdig.

Wie geht es hier weiter? So wie aktuell. Wenn ich Zeit und Lust habe, schrei(b)e ich. Über das, was vorgeht und das, was mich gerade beschäftigt. Sicher werde ich immer wieder den Finger in die Wunde legen und was zur Politik in Schlangen schreiben, noch sicherer, zu dem ungebrochenen Willen aller Beteiligten, sich mehr oder weniger dazu auszuschweigen (Himmel, dass ihr immer noch nicht begriffen habt, dass Kommunikation das Wichtigste für Eure Wahrnehmung sein müsste).

2026 läuft. Tick. Tack.

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