Lieber Thorsten der Vergangenheit #11 Min. Lesezeit (ca.)

Lieber Thorsten der Vergangenheit,

was bist Du für ein unfassbar dämlicher Idiot? Hättest Du nicht auf mich und die anderen warnenden Stimmen hören können? Hättest Du nicht auf die Zeichen reagieren können? Warum warst Du so bescheuert und hast das nicht gleich nach der ersten Lüge und dem ganzen Verheimlichen gekippt?

Sag mal, Thorsten der Vergangenheit … hast Du sie noch alle? Dank Dir hänge ich dem immer noch hinterher, beschäftige mich weiter damit und werd die Provokationen und Vorführungen nicht los. Weil Du damals so bescheuert warst und auf die Masche reingefallen bist, lasse ich mich heute noch triggern wie ein totaler Idiot.

Ehrlich, Wie dämlich kann man sein, Thorsten? Wie dämlich warst Du?
Das hättest Du doch sehen müssen. Die Scheinheiligkeit, die Fassade, die Unehrlichkeit… Ja, na klar, da hast Du auch recht. Sehen andere heute ja auch nicht. Sind genauso blöd und blind. Ja… gutes Schauspiel? Perfekt, würde ich sagen. Perfekt. Schöne heile Welt. Dahinter der Haufen voller Scherben, Lügen, Heimlichkeiten und perverser Spielchen. Kann man sehen, wenn man genau hinschaut … oder hinterfragt. Hättest Du deutlicher machen sollen.

Vor allem: Danach ging es doch weiter mit dem ganzen Kram. Irgendwann hättest Du das doch alles erkennen müssen. Hast Du? Ach ja. Sogar gesagt? Ja, ich erinnere mich. Stimmt. Aber so blind wie Du dafür warst, so taub war der Gegenpart dafür?

Ich sag Dir was, alter Freund: Solchen Menschen kann man nicht helfen und es wird Zeit, dass wir beide das begreifen. Es wird Zeit, dass wir endlich kapieren, dass es solche auch gar nicht verdient haben und sich weiter ihrer Scheinwelt hingeben müssen. Wir jagen solche Menschen zum Teufel, einverstanden? … er wird bereitwillig den Thron räumen und verdient den Platz anbieten.

Unserem zukünftigen ich, schreibe ich auch mal. Der Idiot soll sich nicht weiter so runterziehen lassen. Nicht von sowas. Der hat ein anständiges Leben verdient.

Herzlich, Dein Thorsten der Gegenwart

Mein Anker hängt … und ich segel im Kreis56 sec Lesezeit (ca.)

“Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.” Aristoteles

Ja, das, lieber Aristoteles, hat Platon Dich gut gelehrt… doch manchmal ist es nicht nur der Wind oder die Segel.

In den vergangenen Monaten bin ich in meinem Boot nach der Suche nach dem richtigen Wind hin und her geschippert … und im Kreis gefahren. Hab nach der richtigen Stellung der Segel gesucht und letztlich festgestellt, dass es bei mir weder am Wind, noch an der Stellung der Segel liegt.

Mein Anker liegt noch auf dem Grund.

Ich hänge noch und ich schaffe es nicht, den Anker zu hieven. Weder allein, noch mit Hilfe von Kameraden (Freunden), noch mit der Hilfe der Seeleute (Profis) an Bord.

Während ich (wir) versuchen den Anker an Bord zu holen, kämpfe ich gegen das Wetter, die See, die Wellen, den Kraken der sich auf den Anker gesetzt hat … und der Anker sitzt beharrlich auf dem Grund, fest und unbeweglich, sitzt es aus und wartet darauf, dass die Kette durchrostet. Und jedem ist bewusst, dass sich alle bewegen würden, wenn es nur den einen Ruck gäbe.

Und so ziehen wir weiter an der Kette. Oben, ich zusammen mit der Mannschaft aus Seeleuten und Kameraden, unten die Kräfte der See, des Ankers …

Dabei wäre alles so einfach.

Du bist schon genug weggelaufen, Bishop57 sec Lesezeit (ca.)

In meinen schlaflosen Nächten sehe ich fern. Bevorzugt Serien. Netflix und Amazon Prime sei Dank: jederzeit ist etwas da.

Aktuell schaue ich wieder eine meiner Lieblingsserien. NCIS. Nicht nur, weil mir lange Zeit jemand sagte, dass ich ein bisschen was von Gibbs hätte (das Kompliment mag ich). Ich mag den Witz, den Charme der Serie. Die Charaktere, das Zwischenmenschliche, die Dialoge, die Stories neben der Story.

Gestern schaute ich die Staffel 13, Folge 10… Blutsbrüder. Ein Dialog, der mich an an vieles in meinem aktuellen Leben erinnerte, blieb in meinen Gedanken und in der Tat träumte ich davon. Nur mit einer anderen Besetzung, anderen Namen, anderen Gründen. Das Ergebnis, das Bild war fast gleich.

Minute 32:45
Gibbs: “Gehst Du noch weg?”
Bishop: “Gibbs? Ich will nur ne Runde laufen. So krieg ich den Kopf frei.”
Gibbs: “Du bist schon genug weggelaufen, Bishop.”
Bishop: “So ein Vortrag ist jetzt das allerletzte, was ich jetzt brauche.”
….
Gibbs: “Irgendwann kommt jeder an diesen Punkt, Bishop, selbst ich. Den ersten Schritt musst Du machen.”
Bishop: “Und wenn ich nicht kann?”
Gibbs: “Regel 28: Brauchst Du Hilfe, dann sag es.”

Vor Problemen weglaufen, statt sie zu lösen, bringt nur neue Probleme. Ich finde, jeder sollte seinen “Gibbs” haben, der einem den Kopf gerade rückt. Dann sind auch die vielen andere Wege möglich, von denen ich gestern schrieb.

Wer will, kann.51 sec Lesezeit (ca.)

“Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, der findet Ausreden.”

Gibt es das? Etwas nicht können? Ich denke nicht.

Jeder von uns war schon damit konfrontiert. Unser Gegenüber “konnte” etwas nicht. Wir konnten etwas nicht. Ich konnte etwas nicht… Eine faule Ausrede.

Alles hat mit “Wollen” zu tun und alles ist damit verbunden. Ja, ich kann z.B. kein Mandarin sprechen. Aber ich kann es lernen. Kann versuchen es zu verstehen. Kann üben. Kann andere bitten mich zu unterrichten, kann jemanden bitten zu übersetzen. Viele Wege, die anders sind als “ich kann nicht”.

Wer will, kann.

Alles andere ist der einfache Weg. Die faule Ausrede und eine Ausflucht.

Jeder Weg bietet Möglichkeiten nach rechts und links auszubrechen, neue Wege zu gehen. Nach vorne geht es genauso, wie zurück. Manchmal muss man etwas anders machen, manchmal neu beginnen, manchmal zur Seite gehen, manchmal ausweichen, stehen bleiben, langsamer gehen. Wer stur und ohne Blick für alles andere geht, lässt alle anderen Dinge auf der Strecke und geht – verglichen mit den Möglichkeiten und dem was neben dem Weg liegt – den schmalsten Grad.

Es gibt für alles viele Möglichkeiten. Man muss sie nur (sehen) wollen.

Rücktritt vom Rücktritt: Moderationen in Schlangen1 Min. Lesezeit (ca.)

Heute morgen sah ich einen Spruch: “Es ist nicht schlimm in die falsche Richtung gegangen zu sein, man muss nur den Mut haben umzudrehen” … Nach vielen Nachrichten, Gesprächen und schlaflosen Nächten brauchte es wohl diesen Spruch um eine Entscheidung zu treffen, zu revidieren.

Vor ein paar Wochen habe ich (aus Gründen) beschlossen, mich aus so gut wie allen Moderationen in Schlangen zurück zu ziehen. Die Gründe lagen (und liegen) bei mir selbst, wollte ich mich nicht in Situationen versetzen, die mir nicht gut tun. Sei´s drum.

“… man muss nur den Mut haben umzudrehen”.

Manche haben den Arsch in der Hose Entscheidungen zu revidieren. Andere eben nicht. Meine Entscheidung die Moderationen abzusagen waren egoistisch und galten meinem Wohl. Egoismus ist aber Scheisse, vor allem, wenn es andere Möglichkeiten und Wege gibt. Egoistische Wege können die Menschen gehen, die nichts anderes können. Wegen mir: sollen sie. Meine Welt ist so was nicht.

Dann packen wir es mal an: Ich bin wieder da

Wenn ich Lust habe und wenn jemand Lust hat, dass ich moderiere, stehe ich gerne wieder bereit.

Startschuss: Kneipenquiz

Das nächste Kneipenquiz (Nr. 51) im Gasthof Sibille Ostmann findet am Samstag 22.04.2017 statt. Anmeldungen nehme ich gerne per E-Mail unter thorstenising@googlemail.com entgegen.

Die weiteren Termine für 2017:

  • Kneipenquiz #52 – Samstag, 01.07.2017
  • Kneipenquiz #53 – Samstag, 16.09.2017
  • Kneipenquiz #54 – Samstag, 18.11.2017

Danke für Euren Zuspruch, die Nachfragen und die Motivation sich mit anderen Wegen zu beschäftigten.

Thorsten