Tag 2 / Schottland 2018 – Edinburgh Castle, der Stein von Scone und ein Disney-Store4 Min. Lesezeit (ca.)

Ok, die Nacht war unruhig. Zum einen, weil mein Kopf nicht so wollte wie ich und sich mit Dingen beschäftigt hat, die längst einen dicken, fetten Haken haben, zum anderen weil die erste Nacht wo anders für mich immer ein wenig unruhig ist. Keine Ahnung, aber ich brauche immer meine Zeit um mich an das andere Umfeld zu gewöhnen. Ein bisschen geschlafen habe ich trotzdem und der Kaffee heute morgen war Entschädigung genug. Wirklich lecker… und oben drauf gab es bestes Wetter. Vormittags kaum eine Wolke am Himmel, erst jetzt am Nachmittag sind ein paar zu sehen. In der Sonne war es zudem richtig warm und trotz des leichten Windes hatte ich die Jacke oft offen.

Heute ist Sonntag, was in Edinburgh heißt: Ein Tag wie jeder andere. Fast zumindest. Fast jedes Geschäft im Zentrum hat geöffnet, die Einkaufscenter sowieso, die Supermärkte und die Museen natürlich auch. Letzteres war klar und der Plan für heute auch.

Die Burg – das Edinburgh Castle – das Bollwerk und Wahrzeichen der Stadt auf dem mächtigen Castle Rock war das Ziel. Da wollte ich hin. Letztes Jahr habe ich es ja nur bis zum Vorplatz geschafft und mir das Edinburgh Royal Military Tattoo angeschaut (was ich dieses Jahr ebenfalls wieder tun werde, aber erst im August….) – dieses Mal wollte ich rein.

Geschmeidige 17 Pfund kostet der Eintritt, aber die lohnen sich m.E. bis auf den letzten Penny. Hier könnte ich den ganzen Tag verbringen (einen halben habe ich dann auch dort verbracht). Neben der Burg selbst, den zahlreichen kleinen Gebäuden und verwinkelten Plätzen, Plattformen und Treppen von denen man ganz Edinburgh und weit darüber hinaus sehen kann, gibt es auf dem Burggelände mehrere kleine Museen und Ausstellungen.

Eins davon: „The Royal Scots Museum“, wo man neben der Geschichte der Königinnen und Könige Schottlands auch den „Stone of Scone“ und die Schottischen Kronjuwelen und Insignien bewundern kann. Diese wichtigen „Dinge“ der schottischen Geschichte habe ihre eigene und beide Geschichten sind spannend und aufregend.

Ein weiteres Museum: Das „National War Museum“ – in dem informativ aufbereitet ist, wann, wo und wie Schottland in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt war.

Als Ausstellung kann man zusätzlich noch die Geschichte einiger Abteilung der schottischen Militärgeschichte, einen Rundgang durch die Gefangenen- und Gefängnisgeschichte auf der Burg und sogar die Latrinen der Gefangenen besuchen.

Die meisten Bereiche und Ausstellungen sind aufwendig beschildert und auch Audioguides gibt es in verschiedenen Sprachen. Eine runde Sache.

Am meisten beeindruckt hat mich die Aussicht von der Burg aus. Kein Wunder, dass man diese Stellung um jeden Preis verteidigt hat und das, obwohl es die meist belagerte Burg Britannien ist.

Viele Fotos, Besuche in kleinen Shops, einem Sandwich bei Subway, einen Abstecher zum Disney-Store später sitze ich jetzt bei einem Kaffee und schreibe.

Morgen geht es für ein paar Tage auf die Insel Islay – der Königin der Insel. Ich freue mich.

Ein paar Fotos vom Tag:

Die Artikelreihe zu meiner Schottland-Tour 1/2018:

Veröffentlicht von

Thorsten

Thorsten. Geboren 1972. Alleinerziehender Vater von zwei Töchtern und hier privat unterwegs. Ich brauche einen Platz für meine Gedanken, meine Beobachtungen, meine Anmerkungen. Dieser ist hier.

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