Abenteuer Kur #10 – Fazit und ein Motto für 20183 Min. Lesezeit (ca.)

Mein Kurfazit fällt insgesamt gar nicht soooo schlecht aus.

Ich habe mich körperlich erholt, durchaus ein wenig entspannt, viel gelernt. Also durchaus Dinge dabei, die mir helfen.

Das Essen war “so lala”, viele der Anwendungen eher für Mütter mit Kind als für Väter mit Kind konzipiert, aber sei es drum. Man hat sich viel Mühe gegeben.

Der schlechte Teil ist, die Gedanken an das “passierte” sind nicht weg. Die Verarschungsnummer eines Menschen, der mir mal vormachte etwas besonderes zu sein, vergesse ich nicht. Leider auch nicht in der Kur.

Die Nummer und alles was sich daran anschloss, das tatsächlich “besondere” Verhalten der Person danach, die mehr als offensichtliche (und zum wiederholten Mal angewandte) Masche und die kranke Fixierung auf Facebook, Fanclub und andere Albernheiten vergesse ich nicht.

Klar, der Mensch redet sich die ganzen Lügen auch brav weiter ein, macht einen auf Scheinheilig. Es ist bei solchen “Typen” Mensch gar nicht selten, dass sie genau das so lange tun, bis sie es selbst glauben. Egal, welche Scheisse sie angerichtet haben. Egal, welche Scherbenhaufen sie hinterlassen haben.Hat in diesem Fall nicht lange gedauert und eigentlich war das von Anfang an so. Diese Menschen glauben tatsächlich, dass das ihr “eigener Weg” ist und die Verarschung, die sie in gleich in mehrfacher Form betrieben haben, OK sei. (Gelernt in ein paar Sitzungen während der Kur. )
Tja. Diese Art der Denke muss man erstmal haben. Diese kranke Sicht muss man sich erstmal einreden. Gewissen? Nope. Einsicht? Quatsch. Egoisten, Soziopathen denken so.

Das ist halt einfach so. DAS habe ich in der Kur gelernt.

Das jemand, der so pervers, eiskalt, selbstsüchtig, kompromisslos und feige Dinge beendet, das Ganze auch noch als “eigenen Weg” des Lebens sieht, sagt alles. Zeigt alles. Scheinheiliger geht es nicht mehr.

Meine Erkenntnis nach der Kur ist schlicht: Es bestand niemals die Chance. Es war nur eine Frage der Zeit bis der Mensch diesen kranken “eigenen Weg” erneut einschlägt.

Mit dieser Erkenntnis kann ich arbeiten und muss und werde es auch weiterhin.

Ja. Die Kur war ok und ich finde “meinen Weg” mit diesem Menschen irgendwann abzuschliessen. Verachtung ist einer, der rechtliche Weg für das was einem zusteht und der Kampf gegen die Lügen ein anderer. Vergessen werde ich es nie, verzeihen auch nicht mehr. Dafür gab es hunderte von Kompromissvorschlägen und Gelegenheiten.

Der Buchtipp “Keine Zeit für Arschlöcher” passt in diese Zeit. Gepaart mit den Erkenntnissen aus der Kur, den Therapiesitzungen und vielen Stunden ohne Schlaf ist das – schon vor dem Lesen – mein Motto für 2018. Ich nehme mir vor keine Zeit mehr an Arschlöcher zu verschwenden. Sei es an diesen einen Menschen oder die, die mit diesem Menschen was zu tun haben oder auf die Scheinheiligkeit weiter reinfallen.

Und noch etwas habe ich gelernt: Ich muss nicht mit dem Wissen leben, dass ich so eine Scheisstour abgezogen habe und das zum wiederholten Mal. Ich muss nicht damit leben zu wissen, ein egoistisches, selbstsüchtiges, verlogenes, kompromissloses und eiskaltes Wesen zu sein.

Ich muss und kann damit leben zu wissen, dass ich den größten Fehler meines Lebens gemacht habe, diesem Menschen zu vertrauen.

Ich muss und kann damit leben, dass ich angefeindet werde, weil ich es mir nicht habe gefallen lassen und das offenbar von ein paar Nasen verhängte Tabu gebrochen habe, mich dazu zu äußern und diese Verarschungsnummer zu kommentieren. Ihr könnt mich mal. Keine Zeit mehr für Arschlöcher.

In diesem Sinne. Bis dahin

UPDATE: Korrekterweise hat mich jemand darauf hingewiesen, dass bei dem Absatz “… Ich muss nicht mit dem Wissen leben, dass ich so eine Scheisstour abgezogen habe und das zum wiederholten Mal. Ich muss nicht damit leben zu wissen, ein egoistisches, selbstsüchtiges, verlogenes, kompromissloses und eiskaltes Wesen zu sein….” die betreffende Person das ja gar nicht kapiert und glaubt sie wäre nicht so. Das stimmt wohl leider, zumindest zeigt die Person das genau so seit Beginn an und mit anhaltender Kontinuität. Demnach wäre es richtiger zu wünschen, dass diese Person es irgendwann mal kapiert – aber das ist wohl so aussichtslos wie ein Geistesblitz bei Donald Trump. Daher auch hier mein volles Mitleid für alle zukünftigen Spielgefährten und kurzfristigen Wegbegleiter.

 

Abenteuer Kur #9 – zweites Wochenfazit1 Min. Lesezeit (ca.)

“Angekommen” … einer der zahlreichen Lügen der Vergangenheit. “Für den Moment angekommen bei einer Zwischenstation auf einer ruhelosen Reise” wäre die Wahrheit gewesen.

Hier, nach der zweiten Wochen im Allgäu, lichtet sich in mancherlei Hinsicht langsam aber stetig der Nebel in mir. “Angekommen” und weitere vorgegaukelte Dinge entpuppen sich als das, was ich schon irgendwie seit Anfang sage: als Lügen und als Schauspiel.

Ich für meinen Teil bin durch die Verlogenheit eines einzelnen Menschen wieder auf Reisen geschickt worden. Eine Reise, die es mir dank der Erfahrungen schwer machen wird, irgendwo zu halten.

Seltsam, dass ich noch immer irgendwas positives empfinde. Trotz der ganzen Lügen, der Kompromisslosigkeit und der ganzen anhaltenden Scheinheiligkeit. Seltsam, dass ich nicht trotz der ganzen Verarscherei nicht einfach weiter ziehen kann.

Natürlich habe ich diese Woche ein paar Dinge gelernt (neben Einigem das ich hier nicht schreibe):

  • wer innerhalb einer Kur einen einschneidenden Schnitt bei etwas setzt, hatte es vorher vor und nimmt eine solche “Auszeit” als verlogene Ausrede
  • wer keinerlei Kompromisse ein- oder angehen kann, hat einen mehr als tief sitzenden Schaden
  • wer nicht mal den Arsch in der Hose hat sich einer Sache zu stellen, hat erst recht keinen es zu klären
  • Feigheit ist erbärmlich
  • Menschen sind Scheisse (nein, nicht alle.. na gut, ein paar)
  • Tafelspitz ist lecker
  • Nordic Walking macht mir Spaß
  • in einem Radius von 100m springt mein Mobil-Netz zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz hin und her

Bis dann

Abenteuer Kur #8 – Erstes Wochenfazit53 sec Lesezeit (ca.)

Die erste Woche ist um. Das Wetter ist anständig, Essen geht, die Umgebung schön, die Organisation und Betreuung reibungslos.

Der verordnete Sport, die Anwendungen, die Entspannungsübungen, Trainings, Gespräche und Sitzungen wirken durchaus und auch die Ruhe tut mir gut.

Die Gehirnwäsche dagegen setzt bei mir nicht ein, hier braucht man wohl entweder besondere Gene oder, was viel wahrscheinlicher ist, das gehörte damals bei jemandem zum Plan.

Was mir jedoch gelingt, ist mehr hinter die Kulissen zu schauen. Zu sehen und zu akzeptieren, dass ich nie ne Chance hatte, da der Typ Mensch einfach so gestrickt ist und es nur eine Frage der Zeit war, dass a.) alles raus kommt und b.) sich die Wege dank Verlogenheit, Egoismus, Kälte, Beziehungsstörung, Kompromisslosigkeit und Co. eh getrennt hätten.

Therapeutin sagt: Dankbar sein, dass der Kelch dauerhaft vorbeigezogen ist.

Soweit bin ich immer noch nicht. Daran arbeite ich weiter und die nahezu tägliche Bestätigung aller “Unterstellungen” macht es ebenfalls täglich ein Stückchen leichter. Schritt für Schritt.

Der Ort in dem ich bin, ist der sonnigste Deutschlands. In den letzten beiden Tagen hat das Wetter das bewahrheitet. Der Schnee taut langsam weg, aber Sonntag soll es bereits wieder welchen geben.

Bis dahin.

 

Ausmalen geht immer …38 sec Lesezeit (ca.)

“Mal doch mal was…”. Nee. Ausmalen. Ausmalen geht … und hier habe ich Zeit um auch das mal wieder zu tun.

Ausmalbücher waren (gefühlt) schon immer da und in den letzten Jahren scheinen sie auch für Erwachsene wieder ein Trend zu sein. Ausmalbücher für Erwachsene gibt es mittlerweile reichlich.

Ich habe jetzt auch eins … und mein aktuelles Motiv will ich Euch nicht vorenthalten. Passt. Zu wem? … Na, malt es Euch aus (ok, der war flach).

(Das Motiv ist aus “Fuck – das ultimative Fluch- und Schimpfmalbuch für Erwachsene” aus dem riva Verlag / ISBN 978-3-86883-935-7 – und nein, es ist keine Werbung, ich hab es nicht umsonst bekommen und verdiene auch nichts daran.)

Gedanken #313 Min. Lesezeit (ca.)

Wenn man nicht unter einer handfesten Depression leiden würde, wäre es sicher witzig, was manche so ablassen. Hier habe ich in der Tat noch mehr Zeit darüber nachzudenken und ich bin mir noch nicht sicher, ob mir das gut tut oder nicht.

In den letzten Wochen habe ich diverse Kommentare, Nachrichten und seltsame Postings bekommen. Habe mir von einseitig informierten (und einem neutralen Blick nicht fähigen Menschen) Dinge vorwerfen lassen (müssen). Auf die nicht anonymen (feige) Nachrichten habe ich immer brav geantwortet, auch auf die nicht freigeschalteten Kommentare. Einige habe ich dahin weitergeleitet, wo sie hin gehören, andere dahin, wo sie anderen Sachen beigefügt werden. Schauen wir mal, wohin der Weg irgendwann führt.

Der Auslöser des Ganzen malt derweil fleissig scheinheilige Bilder. Ja, das regt mich in der Tat weiter auf, denn auch wenn ich nicht verstehe (und offenbar nicht verstehen muss), warum man so feige, egoistisch und letztlich einfach nur eiskalt sein kann, so beschäftigt mich dieser andere Teil weiterhin.

Wie schafft man es, morgens in den Spiegel zu schauen und zu wissen, was man für eine abgebrühte Nummer ist, WAS und vor allem WIE man diverse Dinge getan und “beendet” hat, wie kompromisslos man über Leichen geht und kann dann einen auf heile Welt und Opfer machen? “Die kleinen Dingen des Lebens genießen” – statt der Welt zu sagen, was man für ein dreckiges Spielchen spielt und gespielt hat? Was man für ein abgebrühtes Wesen man ist? Nein. Brav die heile Welt und das arme Ding vorgaukeln.

Sorry, aber dämlich, wer solchen Dingen noch Glauben schenkt oder noch schlimmer – so oberflächlich ist und darüber hinweg sieht.

Fehler eingestehen? Quatsch. Sich einer Klärung stellen? Ach was, warum – totschweigen und einen vom Pferd erzählen geht doch auch, gibt ja noch welche, denen man das erzählen kann. Kompromisse? Was ein Quatsch, da müsste man ja den eigenen (den einzig richtigen) Weg verlassen, denn mehr als zwei Wege gibt es ja nicht. (Vorsicht, Ironie und implizierter Gedanke des Auslösers). Binäre Blindheit. 1 und 0. Schwarz und Weiss. Zu weiterer Vorstellungskraft, zu weiteren Wegen, zu Kompromissen reicht es nicht.

Klar ist, ich werde die Antworten auf diese Fragen nicht bekommen und eigentlich ist es auch egal. Wahrscheinlich auch gut so, denn ich muss mit der Antwort nicht leben. Der eine Mensch dagegen schon – da kann er das scheinheilige Getue bis zum St. Nimmerleinstag weiter treiben und mich weiter als den Arsch hinstellen, die Wahrheit verzerren und das verlogene Leben weiter leben.

Eigentlich kann einem so einer nur noch leid tun. Manchmal. In schwachen Momenten ist das auch so.

Und so zieht die Scheinheiligkeit weiter durch das Land, malt verlogene Bilder und lässt sich bedauern. Armselig. Feige. Erbärmlich.

P.S.: Gestern fragte mich jemand, ob ich je bereut hätte unter meinem klaren Namen zu schreiben. Ob ich nicht Angst vor den Reaktionen hätte, den dämlichen Kommentaren derer, die eh nicht verstehen (wollen) und sowieso einseitig Position beziehen: Nein, habe ich nicht. Niemand muss mich verstehen, warum ich diesen Weg gehe und offen damit umgehe. Es ist mir egal, ob andere der Meinung sind, dass sowas nicht ins Internet gehört. Ich sage auch keinem, wie er damit umzugehen hat. Und… wegen mir hätte ich auch längst geredet und die Probleme aus dem Weg geschafft – aber der Auslöser drückt sich ja von Anfang an feige um eine Klärung. Ich war zu jedem Zeitpunkt zu Kompromissen und Gesprächen bereit.

Und was die (zumindest die bislang eingegangenen) Kommentare etc. angeht: Wer so blind ist und die Wiederholung der Taten nicht sieht, wer so dämlich ist, die gleiche Geschichte mit wechselnden Protagonisten zweimal zu glauben … die Parallelen nicht erkennt, das Muster nicht sieht … dem kann ich eh nicht helfen, ach … und ich will es auch gar nicht.

Wegen mir kann der mir dann auch Nachrichten schicken oder dämliche Kommentare da lassen.

Ich bin mir sicher, dass ich auch in der Zukunft fast jede beantworte. So sicher wie ich weiß, dass ich mir vieles vorwerfen lassen muss, aber sicher nicht, nicht alles getan zu haben und definitiv niemals zu egoistisch, zu selbstsüchtig und feige gewesen zu sein, nach anderen Wegen zu suchen.