Meine Rezepte #1 – Wurstsalat54 sec Lesezeit (ca.)

Ich esse gern. Gescheit, wenn möglich und am liebsten frisch gemacht. Natürlich geht das nicht immer und gerade wenn ich unterwegs bin, wird es auch mit der Zeit gelegentlich einfach zu knapp. Also muss es manchmal auch einfach schnell gehen … und wenn ich schon ´nen Blog habe, schreibe ich halt einfach ab und zu drüber… heute Wurstsalat.

Aus meiner Kindheit habe ich noch immer den Wurstsalat im Kopf. Wir waren damals regelmäßig bei meinen Großeltern und auf dem Weg dorthin gab es einen großen Supermarkt. Dort gab es in der Wursttheke die Endstücke von Aufschnittwurst. Die hat meine Ma gelegentlich gekauft und daraus Wurstsalat gemacht. Ob ich den wirklich mochte, weiß ich gar nicht mehr so genau, aber Jahre später und auch heute noch kaufe ich Wurstsalat oder Fleischsalat vom Metzger meines Vertrauens … oder mache ihn selbst. Wie am vergangenen Sonntag.

Fleischwurst hatte ich noch im Haus, Zwiebeln und Gurken habe ich eh immer da. Viel mehr braucht es nicht. Alles klein schneiden, Essig und öl im Verhältnis 1:3 dazu, Salz und Pfeffer nach Geschmack und schon ist er fertig. Ich lasse ihn dann noch ein paar Stunden durchziehen, vermische den Salat noch mal zwischendurch. Echt lecker. Finde ich und dachte, vielleicht auch was für Euch?

 

Schlänger Kneipenquiz – 53 und kein Ende1 Min. Lesezeit (ca.)

Seit 10 Jahren moderiere ich in Schlangen das Schlänger Kneipenquiz. Immer wieder ein geselliger Abend, mit netten Menschen und einem anhaltenden, stundenlangen Spaß. Auch gestern wieder. Zum 53sten Mal.

Zwischen den vielen Abenden habe ich durchaus meine Durststrecken gehabt. An mir gezweifelt. Gerade in den letzten Jahren. Zum Glück gab es einige Menschen, die mir ausgeredet haben, wegen nur einer Person das ganze Projekt einzustampfen. Das Quiz gestern hat erneut gezeigt, dass es nicht wichtig ist. Nicht eine Person zählt, sondern das Projekt an sich.

Wir hatten Spaß. Die Teams hatten Spaß. Die Gastgeber hatten Spaß. Ich hatte Spaß. Ein guter Abend und ich bin mir sicher, dass auch wieder bei dem ein oder anderen etwas Neues hängen geblieben ist und ein paar Antworten sich in Diskussionen in den nächsten Tagen wiederfinden.

Besonders habe ich mich über die Teilnehmer aus den Niederlanden und aus Nieheim gefreut (toll das ihr da wart) und über die Fairness eines Teams. Zwar kommt es immer wieder vor, dass ich mich mal in der Punktevergabe vertue, aber das sich ein Team meldet, wenn ich es zu ihren Gunsten getan habe, kommt selten vor. Vielen Dank dafür. Fair. So soll es sein.

Das nächste Schlänger Kneipenquiz findet am Freitag, 29. Dezember 2017 statt… und ich bin mir sicher, dass es wieder ein Spaß wird. Anmelden können sich interessierte Teams schon jetzt – eine E-Mail an mich oder die persönliche Anmeldung im Gasthof Sibille Ostmann.

Ein Buchprojekt – Das Kneipenquiz1 Min. Lesezeit (ca.)

Ach, ein Buch. Ja, ich hatte schon mal einen Vertrag für ein Fachbuch und dank vieler Umstände im privaten ist es da auch nicht zu gekommen. Musste es sausen lassen. Echt doof. Unangenehm. Schade. Alles. Auch dafür, Danke.

Seit geraumer Zeit denke und schreibe ich dennoch wieder. An einem Buch über unser Kneipenquiz. Sicher wäre im Moment wesentlich naheliegender ein Buch mit einem Titel „Schlussmachen für Arschlöcher – eine Anleitung, wie man garantiert jede Liebe vernichtet“, „Mit Ego und Selbstsucht todsicher einen Partner verarschen“ oder „Ich mach‘ mir die Welt – Widdewidde wie sie mir gefällt – Mit Lügen den Traumpartner loswerden“ zu schreiben. Naja, vielleicht in der Zukunft. Noch ist ja auch diese Farce nicht vorbei.

Im Moment nervt mich die Scheinheiligkeit und das fromme Getue zwar immer noch, aber da musst jeder selbst mit klar kommen und eine Stelle schafft das überragend. Sagt einiges über die Eiseskälte aus. Wie das funktioniert, werde ich wohl nie verstehen.

Ich schreibe also am Kneipenquiz Buch weiter – ob es irgendwo erscheinen wird, weiß ich noch nicht. Im Zweifel verlege ich es halt selbst. Irgendwo wird es sicher für Menschen lesbar sein. Natürlich wird auch dieses nicht so weiter geschrieben, wie ursprünglich geplant. Einige Sachen streiche ich da noch raus – wie Erwähnungen, ein Danke oder ein mal gegebenes Interview. Hier frage ich demnächst (fast) jeden noch mal neu an.

Einen ganzen Teil habe ich schon, aber vieles fehlt noch. Mal schauen, aber eigentlich hätte ich es dieses Jahr gern fertig. Ob ich es schaffe? Wir werden sehen.

Tag 8 in Schottland – die Tour, Verluste und mein Fazit4 Min. Lesezeit (ca.)

Tour

Auf der Karte hier, seht ihr die Strecke die wir auf der „4 Island Magic-Tour mit rabbie´s gemacht haben. Die Kreise markieren die größeren Stopps. Zwischendurch haben wir immer mal angehalten. Übernachtet habe ich in Edinburgh, Oban und Plockton.

rabbie´s

Der Reiseveranstalter mit dem ich gefahren bin. Die Touren die angeboten werden, gehen nicht nur von Edinburgh aus, auch von Glasgow und London, Dublin und Inverness kann man Touren durch Schottland, England und Irland machen. Sehr stark und absolut empfohlen.

Rabbie … der Name ist ein Spitzname von Robert Burns, einem sehr berühmten schottischen Poeten und Schreiber. Unter anderem stammt das Lied/der Text von dem zweithäufigsten gesungenen Lied der Welt aus seiner Feder. Na? Genau: Auld lang syne.

Hairy Coo

Die Hochland Rinder, Highland Cattles werden hier auch oft einfach nur „Hairy Coo“ genannt.

Ladies from Hell

Im ersten Weltkrieg waren auch schottische Regimenter im Einsatz und die „Black Watch“ – das 3rd Battalion, Royal Regiment of Scotland – auch bekannt als „Royal Highlanders“- bekam von den deutschen Truppen einen speziellen Spitznamen. Ob die deutschen zunächst dachten, Schottland würde nun auch Frauen im Krieg einsetzen oder nicht – den Respekt für die Kriegsführung, den Kampf und den Ehrgeiz zollten sie mit dem Zusatz „… from Hell“ auf jeden Fall.

Verluste auf der Reise

Nein, wir haben keinen auf der Tour verloren… auch wenn Doug eine 10%-Regel aufgestellt hat und bei 16 wäre schon ein Verlust drin gewesen. Nein, Verluste gab es bei mir nur – ein paar Schuhe und meine Reisetasche. Am letzten Tag sind die Henkel gerissen – also habe ich mir in Edinburgh direkt einen neuen Koffer gekauft. Ein paar Schuhe habe ich nach einem recht unüberlegten Gang durch den Ebbe-Schlamm ebenfalls direkt wegschmeissen können. Löcher hatte sie auch – und danach war nichts mehr zu retten.

Mein Fazit

Jetzt sitze ich hier am Airport Edinburgh und warte auf meinen Rückflug nach Düsseldorf-Weeze. Das Wetter ist perfekt und ich denke darüber nach, was Schottland für mich war.

Hat es gut getan? Die Ziele erreicht? Geht es mir besser?

Ja, es hat mir gut getan.

Einfach mal raus, etwas anderes sehen und für ein paar Tage den ganzen anderen Scheiss hinter mir lassen. Das was in den vergangenen Monaten alles passiert ist und passiert wurde. Den Verrat, die Verletzungen, die Enttäuschung, die Wortbrüche, die Lügen und die Selbstsucht und Egomanie mancher einfach mal für eine Weile vergessen. Zu verdrängen, dass man diese Reise eigentlich gemeinsam machen wollte und diesen – wie andere – Träume ebenfalls verraten und für so unwichtiges aufgegeben hat, weil man zu dämlich und zu selbstsüchtig ist, Kompromisse einzugehen.

Ja, das hat nicht ganz geklappt, aber dennoch war es gut. Es hat mir gut getan, anderes zu sehen und ich habe sehr viel weniger über manches nachgedacht.

Die Zeit in Schottland war toll. Ich habe viel gesehen, gelernt und ausprobiert. Ich komme mit einem Sack voll Erinnerungen zurück, hunderten von Bildern, neuer Musik für meine Playlist, neuen Büchern, ein paar neuen Whisky-Sorten und dem Wunsch noch viel mehr von Schottland zu sehen.

Es geht mir auch besser. Die Zeit war ein „Auftanken“ der Batterien, die ich in den letzten Monaten hart an der Belastungsgrenze beansprucht habe und mehr als einmal dachte, dass es hier nicht weiter geht. Der Zeit bis zur Kur sehe ich nun etwas gelassener entgegen und dank der anderen Hilfe die noch da ist, wird das schon was.

Danke, Schottland. Dafür, dass Du ein hervorragender Gastgeber warst. Für den Spaß in den Pubs, die Eindrücke, die traumhaften Landschaften der Highlands, die ruhigen Momente an den Lochs, das leckere Essen und für so viel mehr.

Die Artikelreihe zu meiner Schottland-Tour 2017:

Tag 7 in Schottland – The five Sisters of Kintail, Haggis am Loch Ness und Caledonia4 Min. Lesezeit (ca.)

Ein paar von unserer Gruppe hatten gestern am Kilt Rock auf der Isle of Skye das Glück, einen Seeadler zu sehen. Ich hatte wohl die Augen zu, denn der Wind und das Wasser am Kilt Rock erzeugen Geräusche, die so interessant sind, dass ich mich darauf konzentrierte. Ein paar Infos zu dem „gefalteten Berg“ gibt es hier:

Heute stand für uns der letzte Tag der 5-Tages Tour „4 Island Magic“ auf dem Programm – also ein paar Stopps und zurück in die Hauptstadt Edinburgh. Doof fand ich das schon direkt beim Aufstehen. Da das bockige „Ich will hier nicht weg“ nicht zieht und auf keine Ohren trifft, komme ich irgendwann wieder.

Wir kommen heute noch mal am Eilean Donan Castle vorbei. Der Burg, auf dem die Szenen für „Highlander“ gedreht wurden. Ich freue mich sehr, denn das war und ist eines der Highlights für mich und ich bekomme direkt wieder eine Gänsehaut als wir Eilean Donan Castle sehen. Wenn ich fünf Plätze auf der Welt benennen müsste, an denen ich sitzen bleiben könnte: dies wäre einer davon.

Eine Weile nach unserem Aufbruch erreichen wir die „Five Sisters of Kintail“ – eine Bergkette von fünf Gipfeln, die der Sage verwandelte Frauen sind, die auf ihre versprochenen Irischen Männer warten. (Die Geschichte hier in Englisch)

Auf dem Weg weiter nach Edinburgh kommen wir zur Mittagszeit in Fort Augustus an. Einem Ort am Loch Ness. Logisch, dass es mich direkt zum Wasser zieht.

Da es ein paar aus der Gruppe gibt, die eine Bootstour über den Loch Ness machen möchten, haben wir anderen reichlich Zeit. Ich sitze am Wasser, schaue, denke, erinnere mich und bleibe sitzen. Hier könnte ich so lange bleiben, bis ich Nessie gesehen habe … So hatten wir es einst versprochen … ach …

Als ich mich aufraffe, habe ich Hunger und endlich probiere ich Haggis. Prima, ich weiß gar nicht, was alle immer mit Haggis haben. Nach einem weiteren Moment in Stille am Loch Ness, gehe ich durch Fort Augustus eine wenig die Schleuse am Caladonian Canal hoch. Ja. Hier könnte ich es auch aushalten. Highlands … <3

Wir machen nach Fort Augustus noch ein paar mal Halt. Zum einen, weil wir vier Leute aus unserer Gruppe an einen anderen Bus übergeben, da diese das Glück haben noch auf weitere Touren zu gehen, zum anderen an der höchstgelegenen Whisky-Destillerie Schottlands (Dalwhinnie) – direkt gegenüber sehen wir einen fantastischen Regenbogen. Habt ihr gewusst, dass Schottland mehr als 130 Whisky-Destillerien hat und die Zahl steigt?

Irgendwann erreichen wir wieder Edinburgh und ich sitze in meiner Unterkunft. Im Hintergrund läuft das Lied „Caledonia“ von Dougie MacLean in seiner Version von 1977.

„And let me tell you that I love you
that I think about you all the time
Caledonia’s been calling me
now I’m going home“

Schreiben kann ich dabei nicht mehr, sehe die Bilder und weiß, was er meint. Hier ist hier. Ich mag das hier und Caledonia (Schottland) hat mich. Die Highlands sind ein Traum, die Zeit hier war großartig und die Vorstellung hier noch mehr Zeit verbringen zu wollen bringt eine Wehmut mit sich, die sich wie ein fieses Heimweh anfühlt. Kein Wunder, dass MacLean es hatte, wenn es mir schon nach ein paar Tagen so geht…

Schottland hat mich … wie sehr, weiß ich nicht, aber das Land von dem ich träumte, in dem so viele Träume lagen und so viele Gedanken, Gedankenspiele und Gespräche hat sich als das bewiesen, was es für mich war. Ein Traum.

(Als ich den letzten Absatz schrieb, läuft im Hintergrund das Lied „The rolling hills o‘ the border“ von Far Flung Collective – es ist bei Amazon Music – danke für den Hinweis … und wer mich ein wenig kennt, weiß, wie ich mich gerade fühle).

Ein paar Bilder …

Die Artikelreihe zu meiner Schottland-Tour 2017: