Tag 11 / Schottland 2018 – Abschied … für den Moment4 Min. Lesezeit (ca.)

Der Tag startete recht früh, ich konnte einfach nicht mehr schlafen. Nicht ungewöhnlich in den mittlerweile vielen Monaten, daher auch nicht weiter schlimm. Aufstehen, fertig machen, anziehen. Der Koffer und das Handgepäck war schnell gepackt, denn heute geht es wieder zurück in die Heimat. Für den Moment zumindest und Schottland sieht mich bald wieder. Vorher geht es aber noch zu diversen anderen Zielen, auch dazu sicher bei Gelegenheit mehr.

In Sachen Abschied nehmen bin ich wirklich schlecht, aber Du als Leser weißt das ja bereits. Abschiede sind für mich immer doof. Ich trenne mich nicht gern von lieb gewonnenem oder gar von Menschen, die mir etwas bedeuten und versuche eigentlich alles (gut wie schlecht), um solchen Dingen aus dem Weg zu gehen. Einer der Gründe, warum ich so lange versuchte, die Beziehung zu Mensch X zu retten und mir die Hoffnungslosigkeit trotzdem erst nach den ganzen miesen Aktionen klar wurde. Manche Menschen sind einfach so. Traurig und bitter, aber ja … manche verstehen Dinge spät – andere nie.

Zum Glück für mich, dass es hier keine emotionalen Bindungen zu irgendwelchen Menschen gibt, dass würde mir wieder einen Stoß geben.

Mit gepacktem Koffer und leichtem Regen begleitet geht es also wieder los. Die knapp 400m bis zum Tram und für sechs Pfund zurück zum Flughafen. Knapp 40 Minuten dauert die Fahrt, was ich als sehr angenehm empfinde. Musik auf die Ohren und nur einmal kurz hochschauen um den Ticket-Kontrolleur das Ticket zu zeigen.

Das Gepäck kann man selbst aufgeben, der Aufkleber ist schnell gedruckt. Ich Dösel habe allerdings mal wieder einen Fehler gemacht und muss doch zum Schalter und mein Gepäck wieder aus und nochmal neu einchecken. Egal, Zeit ist genug da.

Am Flughafen Edinburgh die Zeit vor dem Abflug zu verbringen geht eigentlich ganz gut. Ähnlich wie in anderen etwas größeren Flughäfen sind viele Shops und Food-Inseln vorhanden und man wird jedem Bedürfnis irgendwie gerecht. Strom fehlt ein wenig und nur an wenigen Plätzen direkt an den Gates gibt es USB Ladeplätze. WLAN gibt es für Passagiere zwei Stunden kostenlos und auch wenn es echt langsam ist, reicht es sicher die meisten aus. Zum Arbeiten taugt es nicht, zum Streamen auch nicht. Ich verzichte und bleibe bei meinem LTE.

Der CheckIn beginnt pünktlich und durch den Zufall, dass ich eh in der Ecke des Gates war, stehe ich als erster am Gate.

Priority Lane bedeutet übrigens nichts anderes, als vorne und länger in einer Schlange in der Kälte zu stehen. Dafür bin ich auch erster im Flugzeug, auch mal schön, sich nicht durch die anderen Menschen drängeln zu müssen. Ich mag Menschenmengen nicht, vor mir stehen bleibenden Menschen oder drängelnde noch weniger.

Im Flieger dann mein kleines Desaster… während ich „normalerweise“ meine AirPods trage und Musik höre, darf ich das ja während des Fluges nicht … Flugmodus am Smartphone. Deswegen habe ich so MickyMouse-Kopfhörer von LG mit Kabel… jo… und das iPhone7 hat was nicht mehr? Ne Kopfhörerbuchse, weil ja alles über den Lightning-Abschluss geht.

Also: iPad raus … und: fuck, Musik nicht installiert, weil ich das Teil ja erst am Tag vor dem Abflug gekauft hab. Toll… So geht der Flug nur schleppend vorbei. Lesen, ein wenig schreiben, wieder lesen. Pünktlich landen wir und der Weg zurück dauert dauert dank Stau ein wenig länger als gehofft. Egal. Wieder da und leider direkt wieder im Alltag.

Abschließend: Schottland ist wirklich toll, Edinburgh als Stadt ebenfalls. Meine Touren mit Rabbie´s waren spitze und in den nächsten Tagen werde ich noch eine Bewertungen schreiben. Weil sowohl die besuchten Destillerien, die Unterkunft, die Fahrer und die Museen es verdient haben. Nicht eine Sache, die mir an dieser Tour nicht gefallen hat. Ausser, dass sie wiedermal zu kurz war.

Schottland bekommt mich wieder. In Kürze. Der Countdown läuft bereits.

Vielleicht seid ihr ja wieder dabei.

Die Artikelreihe zu meiner Schottland-Tour 1/2018:

Veröffentlicht von

Thorsten

Thorsten. Geboren 1972. Alleinerziehender Vater von zwei Töchtern und hier privat unterwegs. Ich brauche einen Platz für meine Gedanken, meine Beobachtungen, meine Anmerkungen. Dieser ist hier.

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