Rücktritt vom Rücktritt: Moderationen in Schlangen1 Min. Lesezeit (ca.)

Heute morgen sah ich einen Spruch: “Es ist nicht schlimm in die falsche Richtung gegangen zu sein, man muss nur den Mut haben umzudrehen” … Nach vielen Nachrichten, Gesprächen und schlaflosen Nächten brauchte es wohl diesen Spruch um eine Entscheidung zu treffen, zu revidieren.

Vor ein paar Wochen habe ich (aus Gründen) beschlossen, mich aus so gut wie allen Moderationen in Schlangen zurück zu ziehen. Die Gründe lagen (und liegen) bei mir selbst, wollte ich mich nicht in Situationen versetzen, die mir nicht gut tun. Sei´s drum.

“… man muss nur den Mut haben umzudrehen”.

Manche haben den Arsch in der Hose Entscheidungen zu revidieren. Andere eben nicht. Meine Entscheidung die Moderationen abzusagen waren egoistisch und galten meinem Wohl. Egoismus ist aber Scheisse, vor allem, wenn es andere Möglichkeiten und Wege gibt. Egoistische Wege können die Menschen gehen, die nichts anderes können. Wegen mir: sollen sie. Meine Welt ist so was nicht.

Dann packen wir es mal an: Ich bin wieder da

Wenn ich Lust habe und wenn jemand Lust hat, dass ich moderiere, stehe ich gerne wieder bereit.

Startschuss: Kneipenquiz

Das nächste Kneipenquiz (Nr. 51) im Gasthof Sibille Ostmann findet am Samstag 22.04.2017 statt. Anmeldungen nehme ich gerne per E-Mail unter thorstenising@googlemail.com entgegen.

Die weiteren Termine für 2017:

  • Kneipenquiz #52 – Samstag, 01.07.2017
  • Kneipenquiz #53 – Samstag, 16.09.2017
  • Kneipenquiz #54 – Samstag, 18.11.2017

Danke für Euren Zuspruch, die Nachfragen und die Motivation sich mit anderen Wegen zu beschäftigten.

Thorsten

Genervt im Alltag #1 – das Reißverschlussverfahren55 sec Lesezeit (ca.)

Ich bin recht viel auf der Straße unterwegs und eines der Phänomene die mir dort immer und immer wieder begegnen, ist das Reißverschlussverfahren. Beziehungsweise die Unfähigkeit des Großteils der Menschen mit dem richtigen Umgang damit.

Da wird kein Platz gemacht um eine Autolänge weiter vorn zu sein, oder hunderte von Metern vorher in die Fahrspur gedrängelt und damit erst der Rückstau provoziert. Ob mich das ärgert? Sicher … es wäre schlicht einfacher und schneller, wenn man es einfach gescheit machen würde. Für alle.

Die Lösung:

Es ist so einfach: Bis zum Ende der Engstelle vorfahren und abwechselnd auf die verengte Fahrspur einfädeln/einfädeln lassen … Hier noch mal schön im Video:

Ob ich mal ne Strichliste mache? Vielleicht schreibe ich es einfach immer mal wieder hier rein, wenn mir das Problem erneut begegnet ist 🙂

Info-Box:

Genervt im Alltag
Stellst Du Dir auch manchmal Fragen, die mit “Warum können andere eigentlich nicht mal … ” beginnen? Mir begegnet die Frage. Hin und wieder zumindest. Egal, ob es das unberechtigte Parken auf dem Behindertenparkplatz ist, das fehlende freundliche Wort oder ein total bescheuertes und unlogisches Verhalten im Straßenverkehr ist. Der Versuch einer Serie.

Warum ich in Schlangen nichts mehr moderieren werde1 Min. Lesezeit (ca.)

Weil es so ist und ich mich dafür entschieden habe.

Update:
Hierzu gibt es ein Update vom 26.03.2017 -> Rücktritt vom Rücktritt: Moderationen in Schlangen

Eigentlich war dieser Beitrag lang, ausführlich und erklärend. Ein paar wenige Leser haben jedoch Dinge reingelesen, die ich nicht in der Form ausdrücken wollte, ich deutlich vermieden habe zu sagen und eine Verbindung hergestellt haben.

Bei ausschließlich einer Person entschuldige ich mich dafür.

Das war auch der letzte Beitrag dieser Art auf diesen Seiten.

Nein, ich knicke auch nicht vor der Kritik ein – ich finde Kritik ok und wer ein bisschen öffentlicher lebt, wie ich, sollte damit auch rechnen und umgehen. Das ich den Original-Beitrag rausgenommen habe ändert nichts an den Gründen. Ich habe den Artikel und die Diskussion gelöscht. Meine Plattform, mein Profil, meine Entscheidung.

Denjenigen, denen daran gelegen war nachzufragen danke ich. Denen, die konstruktiv und sachlich reagiert haben ebenfalls. Eigentlich allen, denn auch die Kritik hat gelehrt.

Denjenigen, die entschlossen haben, mir deswegen ans Bein zu pinkeln, die “Freundschaft” zu beenden und mich zu blockieren wünsche ich ein weiterhin friedvolles Leben und einen guten Weg.

Fakt ist: Mit der Moderation vieler Events in Schlangen mit meiner Beteiligung ist Schluss.

Ob sich das in der Zukunft mal wieder ändert? Ich bin oft sehr konsequent. Ich glaube an meine Werte und glaube an Prinzipien. Ich würde also nicht darauf wetten, dass die Zukunft was ändert.

Danke.
Thorsten

p.S.: Handball bleibt erhalten, weil es so ist.

Nächtelang2 Min. Lesezeit (ca.)

Wach. Jede Nacht das gleich Spiel. Seit Monaten. Warum er wach war, wusste er nicht. Aufgewacht. Einfach so? War es ein Geräusch? Leise hörte er in die Nacht. Im Haus war es still. Kein Mucks aus den Zimmern der Kinder, kein rauschendes Wasser im Bad. Selbst die Heizung war nicht zu hören. Draussen … Ruhe. Nichts ungewöhnliches mitten in der Woche. Nachts um 3:17 Uhr. War es ein Traum, der ihn so abrupt aus dem Schlaf schreckte? Vielleicht, erinnern konnte er sich an den Traum aber nicht. Wenn es ein Traum war – warum kam er immer wieder? So, dass er nächtelang immer wieder die gleichen Fragen stellte? Nächtelang immer wieder nur den Gedanken an das Warum hatte? Keine Antworten fand?

Leicht verschwitzt setzte er sich auf die Bettkante. Tippte das Licht an und sah in den Spiegel des Schlafzimmerschranks. Das Leben hatte Narben und Spuren in seinem Gesicht hinterlassen. Der Drei-Tage-Bart graute an einigen Stellen, die Augen… nicht nur wegen der Uhrzeit müde. Er war es leid. Leid, sich nächtelang die gleichen Fragen zu stellen. Nächtelang die gleichen Gedanken zu haben. Nächtelang zu verzweifeln. Ängste zu haben. Er war es leid.

Entschlossen stand er auf. Ging ins Bad und ließ das kalte Wasser aus dem Wasserhahn in seine rauen Hände fließen, benetzte sein Gesicht mit dem Wasser und schaute erneut in den Spiegel. Schlafen kam auch heute nicht mehr Frage und ein weiterer Schwall kalten Wassers fand den Weg in sein Gesicht. Mit noch leicht feuchtem, erfrischten Gesicht betrat er die Küche und setzte sich einen Kaffee auf. Schaute, während der Kaffee in die Tasse lief, aus dem Fenster und beobachtete, wie sich die Bäume sanft im Wind bewegten.

War das doch der Weg? An den Wind anschmiegen, sich dem Fluss hingeben? Einfach mit machen? Anpassen? “Was passiert mit denen, die nicht einfach aufgeben und sich dem Wind stellen?” fragte er leise vor sich hin … “Die sehen so aus wie Du …” sagte die Stimme hinter ihm, während sich Arme zärtlich von Hinten um seinen Brustkorb schlossen “… vernarbt, gezeichnet vom Leben, dem Gegenwind, und allem was Dich hat einzigartig werden lassen”, sagte sie und drückte ihr Gesicht sanft an seinen Rücken. “… gezeichnet, aber aufrecht stehend”.

Die Antwort hallte lange in seinem Kopf nach. Die nächste Nacht war anders. Endlich.

'Hoffnungsschimmer' / Februar 2016 / Projekt .txt
Dies ist ein Beitrag zum Projekt .txt – keine Ahnung ob Du ihn gut findest, aber ich dachte, ich probiere mal meinen Beitrag dazu zu verfassen. Worum es bei dem Projekt .txt geht, erfährst Du hier: http://projekttxt.net/projekt/

In einer Welt voller Wahnsinniger, ist der Wahnsinnige der Normale1 Min. Lesezeit (ca.)

Vor ein paar Tagen habe ich im Radio einen Spruch gehört, der mich tatsächlich nicht so richtig los lässt:

In einer Welt voller Wahnsinniger, ist der Wahnsinnige der Normale.

Darüber habe ich seitdem nachgedacht. Der Spruch erklärt viel und wenn man darüber nachdenkt, stimmt das auf und in so vielen Bereichen.

Sind die Menschen in Deiner Filterblase, die Menschen um Dich herum Egoisten, ist Egoismus normal. Haben die Menschen um Dich herum keinen Sinn für Familie oder leben ihren Fanatismus aus, ist Familiendenken oder Neutralität exotisch.

Diese Erkenntnis hilft nicht und lindert nicht das, was die “Normalen” den “Exoten” durch ihre “Normalität” dann spüren lassen oder anrichten, aber es erklärt, warum sie so “ticken”. Weil sie es nicht anders gelernt haben. Ihnen es nicht anders gezeigt wurde und jeder andere Weg nun obskur und falsch erscheint. Ist keine Entschuldigung und wahrscheinlich werden diese “Normalen” ihre – möglicherweise falsche Sicht – niemals einsehen. Wenn sie es irgendwann tun, wird es wahrscheinlich eine sehr bittere Erkenntnis.

Als der Wahnsinnige in der Welt der Normalen weiß man dann nicht, was man wünschen soll … das die Erkenntnis irgendwann eintritt, oder sie es nicht tun sollte.

Ein Spruch der dazu passt (keine Ahnung, ich glaube, er fiel irgendwo im TV):

Das eigentlich Schlimmste, dass man solchen Menschen wünschen kann, ist, dass sie sich eines Tages selbst begegnen.

Sei´s drum. Jedem von uns begegnet dieser “Normalität” im Laufe des Lebens.

Ab und an habe ich das Gefühl, ein Magnet dafür zu sein.