Meine 5 Lieblingslieder3 Min. Lesezeit (ca.)

Bevor Ihr weiterlest und Bedenken habt, was hier kommen mag: “Last Christmas” ist in meiner Liste nicht dabei.

Mein Musikgeschmack ist einfach: ich mag gute Musik. Ehrlich darf sie sein, eine Gitarre zu hören schadet nicht. Ob diese zwingend, unbedingt, elektrisch sein muss? Nein, nicht mehr. Früher war das mal so. Da hörten auch meine Nachbarn Heavy Metal – ob sie wollten oder nicht.

Die Frage nach den Lieblingsliedern … ist das nicht irgendwie immer wieder anders? Ist ein Lied nicht gerade für mich ein “aktuelles Lieblingslied” und morgen bin ich es vielleicht schon wieder leid? Ja. Bestimmt. Das ist auch bei mir so. Ein paar Lieder jedoch werde ich nicht los. Ein paar Songs haben eine Geschichte (für mich), stehen auf meiner “All-Time-Fav”-Liste und ich packe sie immer wieder aus. Mit Fröhlichkeit haben die wenigsten meiner Lieblingslieder zu tun. Unter den Top 5 ist kein Song zum Feiern.

Höre sie. Laut. Leise. Immer erinnernd. Meist nachdenkend. Oft mit Tränen in den Augen.

Meine 5 Lieblingslieder

  • Blood Brothers / Manowar

Die romantische Vorstellung eines ewigen Bandes… Vertrauen, Loyalität, Verlass, Versprechen, Ehrlichkeit, Freundschaft, Liebe. Was auch immer passiert, eine ganz bestimmte Person ist für Dich da. Guter Text, gepackt in gute Musik. Aktuell wieder ein Lied, das ich hoch und runter hören kann. Aus Gründen.

  • The Unforgiven / Metallica

Hier wackel ich immer. “The Unforgiven” von Metallica oder “Sweet Child O’ Mine” von Guns N’ Roses? Beides sehr passend, beides definitiv in meiner Top 6 Liste. Aktuell “gewinnt” Metallica. Weil? Weil!

  • Forever Young / Audra Mae

Eigentlich von Bob Dylan und beides eigentlich nicht unbedingt meine Musik. Auf das Lied aufmerksam wurde ich auch erst durch die Serie “Sons of Anarchy” und seitdem liebe ich dieses Lied. Wenn ich ein Lied am Lagerfeuer würde singen können wollen (was ein Satz), wäre es wohl “Forever Young” in dieser Version.

  • A pair of brown eyes / Shane McGowan

Ich halte Shane McGowan in vielerlei Hinsicht für einen der besten Songwriter meiner Zeit. Abgefuckt? Ja, definitiv. Genial? Absolut. Er und seine Pogues haben mich durch viele Jahre und Situationen begleitet und ich habe zu ihnen gefeiert und bin immernoch der Meinung, der Pogo sollte als Ableitung zu den Pogues verstanden werden :). Mit Shane McGowan mal einen Abend an der Theke zu verbringen würde mich sicher für Wochen ausser Gefecht setzen, gehört aber zu einem meiner unerfüllten Träume.

Einige seiner Lieder höre ich bis heute immer wieder gern. “A fairytale of New York” gehört ebenso dazu, wie “A pair of brown eyes”.  Hier in meiner Lieblingsversion zusammen mit Christy Moore … leider nur ein recht kurzer Ausschnitt, aber dafür mit ein bisschen “Doku” drumherum:

  • Into the West von Annie Lennox

Dieses Lied hat eine ausnehmende Bedeutung für mich.

2004 erhielt Annie Lennox (mit Fran Walsh und Howard Shore) den Oscar “Bester Filmsong” (Lord of the Rings / the Return of the King).

Ein wehklagendes Lied über die Elben, die Mittelerde verlassen … Ein Lied über Abschied. Über das Ende des Leids.

Lay down… your sweet and weary head… the night is falling, you have come to journey’s end… sleep now and dream of the ones who came before… they are calling, from across the distant shore

“Into the West” war das Lied, das auf unseren Wunsch während der Beerdigung meiner Frau in der Friedhofskapelle gespielt wurde. Niemals werde ich diese Melodie, den Text oder diesen Moment vergessen. Ich sehe das alles jedes Mal. Ich fühle es jedes Mal…

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Wovor ich Angst habe2 Min. Lesezeit (ca.)

Angst? Hab ich. Genauer sind es Ängste. Mehrere und sie lassen mich schlecht schlafen.

Nein, ich habe keine wirklichen Phobien, schrecke nicht vor Spinnen zurück, weiche keinen Höhen aus oder traue mich aus Angst nicht an irgendwelche Dinge. Solche Ängste habe ich nicht. Glaube ich. Zumindest ist mir noch keine aktiv aufgefallen. Respekt dagegen habe ich vor diversen Dingen davon schon. Zum Beispiel habe ich ein Problem mit Zwischenhöhen. So Regionen rund um höhere Dachrinnen und so – darüber hinaus geht es dann wieder.

Meine wirklichen Ängste liegen in meinen Gedanken. Ich denke viel und habe zudem viel Phantasie. Eine Kombination die definitiv nicht immer nur positiv ist. Seit dem Tod meiner Frau und seit vielen Monaten wieder, habe ich zum Beispiel die Angst, dass ich eines Tages morgens einfach nicht mehr aufwache und meine Kinder mich finden. Plötzlich ganz alleine da stehen. Den Rest davon kann ich hier gar nicht beschreiben, weil ich daran einfach nicht weiter denken mag. Diese Angst schnürt mich ein, macht mich traurig, hat vieles verändert und lässt mich kaum schlafen.

Natürlich habe ich auch Angst vor und für die Zukunft meiner Kinder. Machen wir uns nichts vor, es wird nicht leichter für diese Generation(en). Der Leistungsdruck ist heute bereits enorm, die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt wird nicht besser und schon heute brauchen sehr viele Menschen mehr als nur einen Job um, über die Runden zu kommen. Über die Runden zu kommen! Nicht um ein Leben im Überfluss zu haben. Ich habe Angst davor, dass ich meine Kinder nicht ausreichend darauf vorbereite, in diesen Dingen nicht genug mitgeben kann. Schlussendlich auch davor, was sie überhaupt erwartet.

Die Situation in Deutschland und die bevorstehenden Wahlen bereiten mir dabei weiteres Unbehagen. Meine Angst liegt darin, dass viele es nicht schaffen Populismus und falsche Ideologien zu erkennen und aus Trotz die falschen Kreuze machen werden könnten . Wir anschließend mit Menschen an der Macht leben müssten, die von Werteorientierung und Menschlichkeit soviel verstehen, wie die Kuh vom Fliegen.

Krieg und Auseinandersetzungen versetzen mich ebenfalls in Angst. Terror, klar – der spielt in unserem Alltag hier in Deutschland eine Rolle, aber die meisten von uns – so auch ich – bekommen dies bislang “nur” in den Medien mit. Dennoch: die anhaltenden Konflikte, die Provokationen in der Welt, Politische Machtkämpfe und letztlich Machthaber wie Kim Jong Un, Putin, Trump und Erdogan, die immer und jeder Zeit den Finger am Abzug haben …

An wen/was Ihr auch glaubt… der/die/das stehe uns bei.

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Mein stolzester Moment2 Min. Lesezeit (ca.)

Gebt es zu: Viele von Euch erwarten jetzt, dass hier etwas über die Geburt meiner Töchter kommt, oder?

Ja, diese beiden Momente sind Punkte in meinem Leben, die ich nie vergessen werde. Auch diese waren Momente voller Stolz, voller Liebe und Rührung. Aber auch voller Angst, Unsicherheit und Bedenken. Doch darüber vielleicht mal an anderer Stelle, zu einem anderen Zeitpunkt, mehr.

Wer bei Wikipedia schaut, was unter der Emotion “Stolz” zu finden ist, stösst auf den Satz:

… das Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst oder anderen, einer Hochachtung seiner selbst – sei es der eigenen Person, sei es in ihrem Zusammenhang mit einem hoch geachteten bzw. verehrten „Ganzen“.

Mein stolzester Moment in meinem Leben hat sich immer mal wieder neu gesetzt. Das erste Mal ohne Stützräder Fahrrad fahren, das erste Mal ohne Schwimmflügel im Wasser, die erste Freundin, der erste Sex oder das erste Mal Auto fahren. Immer wieder und immer neue Highlights. Ein Moment jagte den Nächsten und immer wieder kam ein neuer “stolzester Moment meines Lebens” hinzu und ersetze den Vorherigen.

Diese Momente für mich selbst sind selten geworden.

Ich ertappe mich heute häufig dabei, dass mein Stolz über meine Töchter mir Tränen abringt. Das ich darüber nachdenke, wie stolz ihre Mutter auf sie wäre und ich vor Beklemmung kaum atmen kann. Die kleinen Momente sind es. Im Leben meiner Kinder total normal. Wie letztens, als meine Jüngste für einen Moment auf einer Bühne moderierte und ich im Publikum total baff über ihre Souveränität, Schlagfertigkeit und Professionalität war – oder als die Große damals mit mir alle anderen überraschen wollte und einfach das Seepferdchen machte. Ohne Ankündigung. Ihr kennt diese kleinen, aber riesigen Momente sicher alle.

Doch was war mein stolzester Moment bislang?

Ich habe lange über diese Frage nachgedacht und dachte erst, der Moment als ich mir gegenüber selbst zugegeben habe, dass es tatsächlich ein zweites Mal eine Frau für´s Leben gibt, wäre es. Das war ein großer Moment für mich und hat mir sehr gut getan. Doch “Stolz” war hier der falsche Ausdruck.

Mein stolzester Moment (bisher) ist der Moment, in dem ich erkannte, dass ich als Vater auf einem guten Weg bin. Ein Gedanke, den ich mir nie wirklich gemacht habe oder mit dem ich lebte, sondern immer nur eine latente Angst war: Als Vater zu versagen. Nicht klar zu kommen, mit der Situation alleinverantwortlich zu sein. Die richtigen Entscheidungen zu treffen. Den Kindern gerecht zu werden und sie richtig zu begleiten.

Wie in den 20 Fakten über mich auch zu lesen ist, bin ich nicht immer der Sicherste in Bezug auf mich selbst, was sich natürlich auch auf andere Dinge bezieht und überträgt. Vater sein gehört dazu. Stolz bin ich darauf, dass ich, wenn auch erst vor kurzem, verstanden habe und weiß, dass es läuft. Darauf bin ich stolz. Der Moment in dem ich das erkannte, mein stolzester Moment bislang.

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Mein Traumjob3 Min. Lesezeit (ca.)

Hand auf´s Herz: Wer von Euch hat sich während oder nach der Schulzeit seinen Traumjob ausgesucht, hat ihn gewählt und ist heute noch zufrieden mit seiner Wahl? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es viele von Euch sind.

Mir ging es nicht so und wäre ich heute noch in meinem gelernten Beruf, wäre ich sicher nicht glücklich damit. Obwohl ich mir manchmal einiges aus dieser Zeit zurück wünsche (aber nie ernsthaft). Zum Beispiel, das “weniger mit nach Hause nehmen”.

“Lern was ordentliches, dieses Computer-Zeug ist Brotlose Kunst” … so hieß es damals bei mir. Also machte ich das. Ich absolvierte eine Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik und das Tastatur-Geklimpere lief nebenher, aber dafür sehr intensiv und immer erfolgreicher.

Ich war früh, sehr früh, online und Boris Becker dachte damals noch nicht mal an “drin sein”, als AOL von mir und meinen Scout-Kollegen und vielen tollen Menschen inhaltlich aufgebaut wurde. Herrlich. Goldgräber-Stimmung. Eine verrückte, lehrreiche und tolle Zeit. Damals verdiente ich damit auch nebenbei, aber nicht strategisch Geld. Ich beriet Unternehmen, setze Internetseiten um und schrieb für diverse Seiten und Magazine. Das war ein nettes Hobby und wurde irgendwann zum Nebengewerbe mit vielen unterschiedlichen Aufgaben.

Erst zum Jahrtausendwechsel habe ich den Sprung in die Vollen gewagt. Ganz ins Netz. Und plötzlich war ich “Profi”. Das was ich konnte, konnte ich. Hab an Normen mitgeschrieben, befasste mich sehr früh mit Dingen wie XML und Datenaustausch, programmierte in Flash und setze auf Scriptsprachen wie PHP. Damals. Habe ich heute kaum noch eine Ahnung von.

Ich erkannte, dass ich nicht der Programmierer war. Mir Dinge zu schwer fielen und ich meine Stärken eher in anderen Dingen hatte. Das, was ich zwischendurch immer schon machte. Marketing und alles was drum herum. Zusätzlich das, was ich schon immer ganz gut konnte. Gruppen bilden. Netzwerken. Zusammenhalten. Animieren. Moderieren. Gelegentlich auch führen. Zwischendurch gab es nur wenigen Pausen davon, zum Beispiel während meiner Zeit beim SC Paderborn 07.

Heute (und seit einigen Jahren) ist das alles mein Job. Ich fühle mich als Berater, Stratege, Dozent, Redner, Gestalter, Denker, Schreiber, “Anpacker” und Netzwerker im Bereich Social Media und Digitaler Kommunikation. Ich mag es, Menschen etwas beizubringen und gleichzeitig kreativ die “Strippen zu ziehen”.  Menschen und Unternehmen, Menschen und Menschen, Menschen und Wissen zusammenzubringen. Gleichzeitig mag ich die Freiheit, ein paar Dinge so zu machen, wie ich es für richtig halte und dabei die Verantwortung zu tragen, meinen/unseren Kunden eine gute, nachhaltige Beratung zu geben. Ich mag den Moment, wenn meine Leidenschaft für meine Themen überschwappt, ich in den Augen meines Gegenübers das Lächeln erkenne und weiß “Es hat Klick gemacht”.

Ich arbeite viel und gerne. Definitiv habe ich keinen Nine-to-Five-Job und ich bin diverse Kilometer auf der Straße oder in der Luft und lerne die Hotellandschaft Deutschlands immer besser kennen. Aber: es lohnt sich. Nicht nur, dass ich zufriedenstellend bezahlt werde, nein, das meine ich nicht. Es lohnt sich, weil ich jeden Tag etwas anderes tun kann, Abwechslung habe, tolle Menschen und coole Unternehmen kennenlerne. Meistens diesen helfen kann und etwas hinterlasse, was die Unternehmen gebrauchen können. Das macht mir Spaß und ich hoffe, ich darf und kann das noch sehr lange tun.

Das was ich heute täglich mache… das ist mein Traumjob.

Und Ihr so? Was ist Euer Traumjob und viel wichtiger … lebt Ihr ihn?

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Mein Lieblingszitat2 Min. Lesezeit (ca.)

Wie lang kann ein Beitrag über sein Lieblingszitat sein? In meinem Fall: eigentlich recht kurz. Der Beitrag in seiner ersten Form, hatte daher nur eine geschätzte Lesezeit von 37 Sekunden. (das basiert übrigens auf der durchschnittlichen Lesegeschwindigkeit von 250 Worten pro Minute). Doch dann sollten es noch ein paar Worte mehr werden, denn ich habe mehr als nur ein Zitat das mir gefällt und mich immer wieder begleitet. Die Wahl fällt mir daher schwer.

Eines dieser Zitate ist:

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

Allerdings habe ich irgendwann mal geschaut und festgestellt, dass das Zitat so nicht wirklich gesagt/geschrieben wurde (auch wenn es schön, passend und richtig ist). Der Text wird Benjamin Franklin zugesprochen, aber der sagte eigentlich (nachzulesen in den Briefen von Benjamin Franklin am 11. November 1755 / franklinpapers.org) :

They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.

Übersetzt: “Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann um eine geringfügige bloß jeweilige Sicherheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit.”. Das ist ein wesentlicher Unterschied. Beide Aussagen sind jedoch treffend und sagen für mich in vielen Momenten das Gleiche aus.

Weitere Zitate die ich sehr mag, die lustig sind (“Grünes Essen mag ich nicht”, Zwerg Ori in Bruchtal im “Hobbit”), die mich inspirieren („I have a dream”, Martin Luther King) oder für die man den Redenschreiber an die Wand klatschen sollte (“Das Problem der Tretminen lässt sich nur Schritt für Schritt lösen”, Helmut Kohl) finden sicher ihre Wege in weitere Artikel.

Mein wirkliches Lieblingszitat:

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

In diesem Zitat von Bertolt Brecht steckt nur eins: Wahrheit. Es ist zeitlos und passt auf fast alle Situationen in denen man sich im Laufe des Lebens befindet. In den letzten Monaten habe ich an diesen Satz sehr häufig gedacht, hatte ihn oft vor Augen und habe ihn oft gesagt und geschrieben.

Das Zitat hat für mich nichts an Wahrheit eingebüßt. Brecht behält Recht.

Infos zu Bertolt Brecht bei wikipedia.de

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